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News: Miteinander verwandt sein, genügt nicht. Man muß auch miteinander essen. (Aus Asien)
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Autor Thema: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte  (Gelesen 870068 mal)

Vogelsberg

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5865 am: 19. September 2018, 06:29:46 »

Viel Dünger( verrotteter Pferdemist) macht nicht viel Ertrag, sondern viel Wachstum. Davon würde ich nur wenig beimischen.
Eine Tüte Spielsand gibts im Baumarkt.
Eine Tüte Spielsand wäre kein Problem, wenn ich ein Auto hätte  ;)....
Dann laß den Postboten schleppen... ;) kann man bei ama... bestellen.

Ich lasse den Postboten regelmäßig alles mögliche schleppen und ein "Sandsack" von ama..n war auch schon dabei  ;) ... ich habe davon auch noch etwas da, benutze den Sand vor allem als Beimischung für Sämlingssubstrate und für meine Zitrus...aber große Mengen sind das ja nicht, denn Sand wiegt schwer, vor allem, da er ja gerne etwas feucht abgefüllt wird ::)

Also probiere ich es im Frühjahr mal mit einer wilden Erdkomposition aus alter Erde, neuer Blumenerde, etwas Sand und etwas vererdetem Pferdemist....klappt bestimmt  ;D
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Manche saufen, ich bin süchtig nach Pflanzen.

philippus

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5866 am: 19. September 2018, 08:48:10 »

Wenn ich sehe, dass der Seiler, erlernter Feigenbaumexperte, Feigenbäume verkauft, die in D wachsen, aber keine Sortennamen haben, z.B. Regionalsorte der Südpfalz und Martinsfeige heißt, dann ist für mich jegliche Bestimmung der Feigen perdu.
Dornröschen hat recht. Ich kenne Seiler zwar nicht, aber die Seite sieht für mich recht seriös aus. Die Feigen, deren Namen er kennt, werden unter ihrem Namen verkauft. Er gibt auch den Ursprung bzw. die Quelle seiner Feigen an.
Bei den Feigen die schon länger in Deutschland wachsen wird die Sorte halt selten bekannt sein. Sehr oft wurden diese in früheren Jahrzehnten aus dem Süden mitgebracht. Wenn die Sorten Vorzüge haben, warum sie nicht vermehren und verkaufen und wie sollte man sie dann benennen?
 
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cydorian

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5867 am: 19. September 2018, 09:16:00 »

Eigene Namensschilder draufkleben ist legal. Kann er machen, seine Entscheidung. Schöner wärs, identische Sorten zu identifizieren, unter identischen Namen zu führen, so wie es bei Äpfeln fast gelungen ist. Eine Namensinflation, die vielleicht gar keine Vielfalt repräsentiert, was soll das bringen?
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Dornroeschen

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5868 am: 19. September 2018, 11:08:18 »

Eigene Namensschilder draufkleben ist legal. Kann er machen, seine Entscheidung. Schöner wärs, identische Sorten zu identifizieren, unter identischen Namen zu führen, so wie es bei Äpfeln fast gelungen ist. Eine Namensinflation, die vielleicht gar keine Vielfalt repräsentiert, was soll das bringen?
Um die Herkunft der verschiedenen Feigensorten zu klären, müßte man teure genetische Untersuchungen machen, welche eine Firma wie Feigen Seiler nicht bezahlen kann.
Auf der Gartenmesse in Maikammer war er dabei, wo ich ihn kennengelernt habe, seine Feigen sehen gut aus. Eine White Genoa ging mit zu mir.
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Grün ist die Hoffnung

Valerie

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5869 am: 19. September 2018, 11:48:43 »

@cydorian - so verstehe ich es. Dann soll man bei no name bleiben und den Standort beschreiben.

Es ist für manche Menschen vertrauenserweckend, wenn da ein Feigenbaum um die Ecke wächst. Und machen wir uns nichts vor, es geht nur um das Verkaufsgeschäft. Die Beschreibung der genannten Martinsfeige bezeichne ich als dürftig, verwaschen. Es gehört u.a. unbedingt die Verwertung der Feigen rein. Wie erntet man so winzige Feigen in 6 m Höhe?
Bei den Bewertungen seines Feigenbuchs auf Amazon gab es eine klar begründete Negativbewertung. Ich habe das Buch nicht gesehen, kann die Kritikpunkte als solche nachvollziehen.
Der Versuch auf die Schnelle eine Verkaufsnische zu finden? Und seine Feigen loszuwerden? Dann erscheint die neue Namensgebung als logisch, aber prädestiniert den Verkäufer nicht als korrekten Gärtner. Ich habe keine Ahnung, welche Berufsausbildung er hat. Aber ich habe Fragezeichen.
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cydorian

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5870 am: 19. September 2018, 12:09:59 »

Um die Herkunft der verschiedenen Feigensorten zu klären, müßte man teure genetische Untersuchungen machen, welche eine Firma wie Feigen Seiler nicht bezahlen kann.

Einen Auftrag an Seiler, eine molekulargenetische Phylogenese zu bezahlen, war damit nicht gemeint. Das hat bei Äpfeln und Wein auch keine Baumschule getan, als dort Verwandtschaftsverhältnisse untersucht wurden. Vielmehr waren das staatlich bezahlte Forschungsarbeiten, häufig Abschlussarbeiten nach einem Studium.

Man muss im übrigen nicht für alles eine DNA-Sequenzanalyse durchführen. Eine Beobachtung morphologischer und physiologischer Merkmale führt manchmal auch schon ein Stück weiter, zumal wenn man sich beruflich schon seit Jahren mit Feigen beschäftigt. Seiler tut das bereits, er gibt weitere Namen einiger Sorten an die vermutlich identisch sind. Sicher interessiert es ihn selber für die "Lokalsorten", wie beispielsweise die Martinsfeige ausserhalb der Südpfalz heisst.
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Valerie

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5871 am: 19. September 2018, 12:39:16 »


Noch ein Hinweis zum Dörren von Feigen: Die Feigen, die nach dem Dörren einige Tage ziemlich vakuumverpackt lagerten, schmecken überhaupt nicht mehr nach Heu. Sie sind ein Gedicht von köstlichem Geschmack.

Meine verpackten Feigen fühlten sich sehr weich an, klebten plötzlich an der Tüte, also sind alle wieder im Dörrer gelandet. Sie waren fast knusperig als ich sie verpackte. Feigen haben sehr viel Feuchtigkeit gespeichert. Also kontrollieren. Ich experimentiere ja auch noch. Ich arbeite nur noch mit Scheiben um 1 cm Dicke.

Feigen zu trocknen lohnt sich.
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leonora

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5872 am: 19. September 2018, 13:14:59 »

Feigen zu trocknen lohnt sich.
Unterscheiden sich selbst getrocknete Feigen geschmacklich von gekauften Dörrfeigen?

LG
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Valerie

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5873 am: 19. September 2018, 13:53:25 »

Ja, große Unterschiede, es sind ja andere Feigensorten, die z.B. in der Türkei wachsen und getrocknet werden, in der Regel Feigen mit sehr dicker Haut. Ich habe noch nie andere gekauft.
Meine getrockneten Feigen haben den köstlichen Geschmack der frischen Feigen behalten. Nur die Konsistenz veränderte sich. Obwohl sie dünnhäutig sind, bleibt durch das helle Fruchtfleisch ein interessanter Rand, der gut schmeckt und formbeständig ist. Da Feigen wie ein Schwamm Feuchtigkeit aufsaugen, fühlen sie sich im Mund sehr schnell wie frische Feigen an.

Feigen, die frisch nicht schmecken, sollte man besser in Sirup einlegen, ich gab oben einen Link bei.
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cydorian

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5874 am: 19. September 2018, 14:38:29 »

Frisch getrocknet ist das Aroma kräftiger. Ebnet sich mit der Zeit etwas ein.
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Dornroeschen

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5875 am: 19. September 2018, 14:58:50 »

@cydorian - so verstehe ich es. Dann soll man bei no name bleiben und den Standort beschreiben.

Es ist für manche Menschen vertrauenserweckend, wenn da ein Feigenbaum um die Ecke wächst. Und machen wir uns nichts vor, es geht nur um das Verkaufsgeschäft. Die Beschreibung der genannten Martinsfeige bezeichne ich als dürftig, verwaschen. Es gehört u.a. unbedingt die Verwertung der Feigen rein. Wie erntet man so winzige Feigen in 6 m Höhe?
Bei den Bewertungen seines Feigenbuchs auf Amazon gab es eine klar begründete Negativbewertung. Ich habe das Buch nicht gesehen, kann die Kritikpunkte als solche nachvollziehen.
Der Versuch auf die Schnelle eine Verkaufsnische zu finden? Und seine Feigen loszuwerden? Dann erscheint die neue Namensgebung als logisch, aber prädestiniert den Verkäufer nicht als korrekten Gärtner. Ich habe keine Ahnung, welche Berufsausbildung er hat. Aber ich habe Fragezeichen.
Da muß ich dir entschieden widersprechen,
Herr Seiler vermehrt gute Feigensorten, die hier auch Früchte tragen, ich sehe darin nichts Negatives. Ich habe ihn kennengelernt, er war mir behilflich bei der Sortenfindung einer Feige ohne Namen. Und welchen Beruf er gelernt hat, ist hier irrelevant.
Daß die Namen der gefundenen Sorten verloren gingen, hat er nicht zu verantworten.
Zu seinem Feigenbuch, das ich nicht gelesen habe, ist folgendes zu sagen.
95% haben 5 Sterne vergeben, 21 Bewertungen,
5% nur 1 Stern und das war 1 Bewertung!
Seine Leidenschaft sind Feigen und sein Wissen ist groß nach vielen Jahren.
Zur Martinsfeige,
sie wird nur 4-5m hoch, bis 6m breit.
Wenn mir das zu groß wird, schneide ich sie auf passende Höhe. Da es ein Typ Herbstfeige ist, auch nicht schlimm.
« Letzte Änderung: 19. September 2018, 15:09:12 von Dornroeschen »
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Valerie

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5876 am: 19. September 2018, 15:11:39 »

@cydorian - Frage nach der Lagerfähigkeit: Ab wie viel Monaten lässt der intensive Feigengeschmack nach?
Denke, man sollte sie in den feigenarmen Zeiten verputzt haben. Halten sie bis zur nächsten Blütenfeigenernte in frischem Geschmack?
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Valerie

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5877 am: 19. September 2018, 15:13:48 »

@Dornröschen - keep cool, habe nichts gegen die Pflanzen geschrieben. Es geht um ein anderes Thema, um die Vermarktungsstrategie.
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cydorian

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5878 am: 19. September 2018, 15:37:32 »

Die Verdienste von Seiler sind unbestritten. Ich finds klasse, er hat ein gutes Programm, toll dass es auch in D vermehrt Feigenverkäufer gibt, ist doch alles supergut? Habe bei ihm auch schon was gekauft, war zufrieden. Deswegen kann man sich trotzdem wünschen, diese "Lokalsorten" mit eigenem Namen anderen, älteren Sorten zuzuordnen. Betrifft auch andere Verkäufer, z.B. wimmelts bei Manfred Hans auch nur so von Herkunftsnamen.

Zitat
Ab wie viel Monaten lässt der intensive Feigengeschmack nach?

Vielleicht differiert das auch von Sorte zu Sorte, meiner Erfahrung mit nur einer Sorte nach geht es schnell, Wochen bis wenige Monate, luftdichte kühle Lagerung hilft sicher das zu verlängern.
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leonora

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Re: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« Antwort #5879 am: 19. September 2018, 16:19:14 »

Meine getrockneten Feigen haben den köstlichen Geschmack der frischen Feigen behalten. Nur die Konsistenz veränderte sich. Obwohl sie dünnhäutig sind, bleibt durch das helle Fruchtfleisch ein interessanter Rand, der gut schmeckt und formbeständig ist. Da Feigen wie ein Schwamm Feuchtigkeit aufsaugen, fühlen sie sich im Mund sehr schnell wie frische Feigen an.

Frisch getrocknet ist das Aroma kräftiger. Ebnet sich mit der Zeit etwas ein.

luftdichte kühle Lagerung hilft sicher das zu verlängern.

Wir mögen diese zähen gekauften Dörrfeigen überhaupt nicht, aber was ihr hier über die selbst getrockneten schreibt, klingt sehr lecker. Je mehr sie nach frischen Feigen schmecken, desto lieber. Also auch die selbst getrockneten besser nicht zu lange aufheben, wenn das Aroma durch langes Lagern leidet.

Feigen, die frisch nicht schmecken, sollte man besser in Sirup einlegen, ich gab oben einen Link bei.

Sirup dürfte uns etwas zu süß sein, aber für Liebhaber von zuckrigen Leckereien ist das bestimmt eine Delikatesse.

LG
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