Gerade im Moment kam wieder ein Igel hier am Gartentisch vorbeimarschiert.

Das ist wohl der, der sich in der alten Garage tagsüber immer hinter den alten Tontöpfen versteckt. Man hört ihn da immer husten. Hat wohl Lungenwürmer, der Arme. Schön dunkel und kühl ist es in der Garage, lauter Gartengerätschaften, Töpfe, Unaufgeräumt und kein Auto. Außerdem schließt das Doppeltor nicht bodeneben ab, sondern 6-7-cm höher, so daß man da auch bei geschlossenem Tor schön ein und aus marschieren kann.
Gerade habe ich mal wieder die Bestätigung bekommen, daß Igel doch Gewohnheitstiere sind. Abends wandert man immer genau die gleiche Strecke ab, kein Links, kein Rechts. Das ist mir früher schon immer aufgefallen.
An der Strecke 3 m von meinem Sitzplatz liegt die Regentonne.
Vor dem Regenfass hatte ich heute zwei 20 cm hohe Feldsteinhügel aufgeschichtet, die ich aus kleineren Feldsteinen im Garten aufgeschichtet hatte. Die lagen wohl direkt auf seiner täglichen Strecke. Könnte man ja locker drumrum laufen. Keine 10 cm Umweg. Man könnte!
Was macht Igel? Stutzt. Guckt links vorbei, guckt rechts vorbei. Nein!!!
Steckt das Schnäuzchen zwischen die Steine, und drückt und drückt und drückt. Schiebt die beiden Steinhäufchen mit ganzer Kraft auf beide Seiten.
Mit mir nicht, meine Liebe,
du legst mir keine Steine in den Weg.
Und dann kommt der Hammer: Er erreicht die dicke Funkie hinter dem Buchs, direkt hinter meinem Stuhl, wo ich sitze. Die sieht seit 2 Jahren immer ab Sommer extrem zerfressen aus, fast nur noch Stiele und ab und an ein halbes Blatt. Ich hatte immer die Schnecken in Verdacht, obwohl ich seit der Trockenheit keine mehr zu Gesicht bekommen habe. Von wegen!! Igel knabbert sich ein Stück vom Blatt in den Wanst. Und beißt auch noch ein zwei mal kräftig in ein Maiglöckchenblatt. Und kaut.

(Die sind auch schon alle zerschlitzt). Ich fasse es nicht. Sind Maiglöckchen nicht auch für Igel giftig?
Am Durst kann es eigentlich nicht liegen. Wasser ist im Schälchen in der Nähe.