Danke Lilia.
Ach ihr Lieben, sowas macht mich immer noch fix und fertig.
Und in den jeweils aktuellen Situation nützen mir rationale Überlegungen, wie, dass die Tiere unter Schock stehen, nix spüren, oder kluge Lebensweisheiten wie, das ist halt Natur, fressen und gefressen werden, leider immer überhaupt nix.
Ich kann es absolut nicht mitansehen, wie meine Katzen, mit einem noch lebenden Tierchen stundenlang vergnügt durchs Haus rasen, es von einer Ecke in die andere kicken, durch die Luft schleudern und sich quasi vor mir und den anderen Katzen stolz und vergnügt produzieren. Bei sowieso schon mausetoten Mäuschen habe ich kein Problem damit, bei den anderen toten „Spielkameraden“ verhindere ich es aus mehrfachen Gründen.
Aber oft sind ja die erbeuteten Tierchen noch absolut unverletzt und können nach der Schockstarre auch wieder freigelassen werden. Manchmal sind die Verletzungen deutlich irreparabel, da ist es für mich dann fast einfacher. Bin dann schon in der Lage, das Mäuschen, den Vogel, die Libelle, die Fledermaus, oder das Eidechschen aus Mitleid zu erlösen

Aber das Ausmaß des Schadens weiß man vor seinem gutmeinenden gutmenschenden Eingriff ins Tierleben ja leider nicht.
Absolut frustrierend sind für mich Situationen, die letztendlich dazu führen, das Leid eines Tieres dank meines leidigen Mitleides dann „leider mit Leid“ verlängert wurde

Vielleicht wäre ja auch das Beinchen nicht wieder geworden, dann lebenslang in einer Voliere eingeknastet zu werden? Nein, da bin ich mit Feder einer Meinung, lieber gar nicht leben, als qualvoll leben.
Mit Totspielen lassen, hätte das Sterben des Meisles keine drei Tage gedauert. Mein an sich sanftmütiges wuscheliges Wuwele hätte ihr katzengerechtes Verhalten ausgelebt, und nicht völlig irritiert noch am Abend ständig nach ihrer Beute gesucht.
Hätte ich einen Tierarzt aufsuchen können, wäre das Kohlmeisle vielleicht, wie manch seiner Vorgänger, bereits durch den Fahrstress oder kurz darauf ins Jenseits befördert worden.
So aber ist es jetzt leider möglicherweise langsam verhungert und verdurstet, oder durch den Stress des Eingesperrtseins gestorben, denn am Morgen lag es plötzlich tot im Käfig.
Ach ja, einfach sch......
liegrü g.g.g.