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News: Der echte Maso-Gärtner wirft sich nackt in die Brennnesseln. (Staudo)
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14. August 2020, 10:12:49
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News: Der echte Maso-Gärtner wirft sich nackt in die Brennnesseln. (Staudo)
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Autor Thema: Klima  (Gelesen 20635 mal)

Malvegil

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Re: Klima
« Antwort #120 am: 31. Juli 2019, 10:03:06 »

Mangostan, wie du dich fühlst und was du denkst, wird nichts daran ändern, daß die Temperaturen des Sommers 2019 und 2018 zu einem gewissen Grad auf den Klimawandel zurückgeführt werden müssen. Man ermittelt das mit sogenannten Attributionsstudien (vgl. auch NOAA Climate.gov). Solche Studien haben nichts mit Rekorden und ja/nein-Aussagen, sondern mit Wahrscheinlichkeiten zu tun und müßten dir also entgegenkommen.

Es sollte also nicht heißen: Schuld ist der Klimawandel, sondern beigetragen hat der Klimawandel (und er kann auch zu einem kalten Mai beigetragen haben!)
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Staudo

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Re: Klima
« Antwort #121 am: 31. Juli 2019, 10:07:36 »

Danke!

Ich schließe mich an.  ;)
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Es könnte mal wieder regnen.

Floris

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Re: Klima
« Antwort #122 am: 31. Juli 2019, 10:10:28 »

Übersehen wird meist, dass Offenlandschaften (Steppen, Trockenrasen, Wiesen und Weiden) eine wesentlich höhere Kohlenstoffbindung aufweisen, als man anhand der vergleichsweise geringen, oberirdischen Biomasse annehmen möchte.
Das las ich die Tage anderswo schon mal, als Ursache wurde die Erhöhung des Humusgehaltes im Boden genannt.

Mir ist bekannt, dass sich der Humusgehalt des Bodens beim Übergang von der Ackernutzung zur Grünlandnutzung erhöht, so wie die Holzmasse bei Waldneuanlage erstmal zunimmt.
Aber wieviel zusätzlicher Humus entsteht denn da pro Jahr, wirklich mehr als Holzmasse bei Aufforstung?

Und wie ist das bei etablierten Grünländern? Der Humusgehalt steigt doch nicht unbegrenzt.
Das wird doch, wie bei alten Wäldern, nur noch ein Stoffkreislauf, im Gegensatz zu Mooren, die Material im Untergrund ablagern und damit aus dem Kreislauf nehmen.

Wo gibt es denn eine Übersicht, welche Mengen (Co2 pro ha und Jahr) man anlegen kann?

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lerchenzorn

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Re: Klima
« Antwort #123 am: 31. Juli 2019, 10:19:28 »

Das ist sicher richtig. Es ist aber eben nicht sinnvoll, letzte wertvolle Offenlandschaften aufzuforsten mit der Begründung, dem Klimawandel entgegenwirken zu wollen. Diese Argumentation erleben wir hier immer noch.
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Mangostan

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Re: Klima
« Antwort #124 am: 31. Juli 2019, 10:25:57 »

Mangostan, wie du dich fühlst und was du denkst, wird nichts daran ändern, daß die Temperaturen des Sommers 2019 und 2018 zu einem gewissen Grad auf den Klimawandel zurückgeführt werden müssen.

Ja, die Formulierung gefällt mir schon richtig. Was die Zeitungen so bringen ist grösstenteils Klimaboulevard. Früher ärgerte sich der geneigte Leser noch über nackte Brüste auf Seite zwei, heute über die neuste Klimanews.
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Fini

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Re: Klima
« Antwort #125 am: 31. Juli 2019, 10:39:21 »

die Mauer wird auch in Afrika entstehen ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Afrikas_Gr%C3%BCne_Mauer_im_Sahel

über das wird auch nie berichtet ...

aber auch nicht über die enormen Waldbrände in Alaska ...

Unsere SPÖ-Chefin hat gemeint, der Klimawandel lässt sich nicht mehr aufhalten.

Zitat: " „Kein moralischer Zeigefinger“ bei Klimawandel
Was den Klimawandel betrifft, will die SPÖ-Chefin nicht den „moralischen Zeigefinger“ auf die Menschen richten. Es sei die Aufgabe der Politik, die ersten Schritte zu setzen, und diese lägen bei „Wirtschaft, Industrie und Schwertransport“. Mit dem günstigen Klimaticket für öffentliche Verkehrsmittel will Rendi-Wagner vor allem die Bahn attraktiver machen. Eines sei ihr nach Gesprächen mit Klimaexperten jedenfalls klar: „Die Hoffnung, dass wir den Klimawandel stoppen, können wir aufgeben. Wir können ihn jedoch verlangsamen.“

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RosaRot

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Re: Klima
« Antwort #126 am: 31. Juli 2019, 10:54:17 »

Übersehen wird meist, dass Offenlandschaften (Steppen, Trockenrasen, Wiesen und Weiden) eine wesentlich höhere Kohlenstoffbindung aufweisen, als man anhand der vergleichsweise geringen, oberirdischen Biomasse annehmen möchte.

Wo gibt es denn eine Übersicht, welche Mengen (Co2 pro ha und Jahr) man anlegen kann?

Im Thünen-Institiut(Institut für Agrarklimaforschung)in Braunschweig beschäftigt man sich seit Jahren mit diversen relevanten Themen. Vielleicht findest Du dort etwas.
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Viele Grüße von
RosaRot

Rieke

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Re: Klima
« Antwort #127 am: 31. Juli 2019, 11:04:34 »

Übersehen wird meist, dass Offenlandschaften (Steppen, Trockenrasen, Wiesen und Weiden) eine wesentlich höhere Kohlenstoffbindung aufweisen, als man anhand der vergleichsweise geringen, oberirdischen Biomasse annehmen möchte.
Das las ich die Tage anderswo schon mal, als Ursache wurde die Erhöhung des Humusgehaltes im Boden genannt.

Mir ist bekannt, dass sich der Humusgehalt des Bodens beim Übergang von der Ackernutzung zur Grünlandnutzung erhöht, so wie die Holzmasse bei Waldneuanlage erstmal zunimmt.
Aber wieviel zusätzlicher Humus entsteht denn da pro Jahr, wirklich mehr als Holzmasse bei Aufforstung?

Und wie ist das bei etablierten Grünländern? Der Humusgehalt steigt doch nicht unbegrenzt.
Das wird doch, wie bei alten Wäldern, nur noch ein Stoffkreislauf, im Gegensatz zu Mooren, die Material im Untergrund ablagern und damit aus dem Kreislauf nehmen.

Wo gibt es denn eine Übersicht, welche Mengen (Co2 pro ha und Jahr) man anlegen kann?

Ich habe eine Zeitlang öfter mal Studien zu dem Thema gelesen. Ich fasse das mal so zusammen: Es hängt sehr von den jeweiligen Bedingungen ab, wie die CO2-Bilanz einer Pflanzengesellschaft ist, außerdem spielen die Rahmenbedinungen der Studie eine große Rolle. Ich kann mich an eine erinnern, die die Biomasse bis in eine relativ große Bodentiefe erfaßt hat, 4 m (? ich weiß es nicht mehr so genau) und da sind natürlich deutlich höhere Werte heraus gekommen, hauptsächlich wegen tief wurzelnden Pflanzen. Einfache Antworten zur CO2-Bilanz sind wahrscheinlich falsch, außer der Aussage, daß Moore viel Kohlenstoff einlagern. Sonst kann man nur sagen: "Es kommt darauf an".
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Wo bleibt der Regen?

Mangostan

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Re: Klima
« Antwort #128 am: 31. Juli 2019, 11:19:56 »

Grad im tropischen Regenwald verrottet ja auch sehr viel, wobei CO2 freigesetzt wird.
Findige Ingenieure wollen CO2 mit Saugern aus der Atmosphäre aufnehmen und einlagern (Artikel). Blöd, dass die Sauger enorm viel Energie verbrauchen. Die müsste ja dann aus Wind, Wasserkraft oder Sonne stammen und anderswo fehlen bzw. kein Erdöl ersetzen können.
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Malvegil

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Re: Klima
« Antwort #129 am: 31. Juli 2019, 11:24:04 »

Es ist aber eben nicht sinnvoll, letzte wertvolle Offenlandschaften aufzuforsten mit der Begründung, dem Klimawandel entgegenwirken zu wollen. Diese Argumentation erleben wir hier immer noch.

Völlig richtig! Aber das hat ökologische Gründe (Artenvielfalt etc.). Man kann das m. E. nicht damit begründen,

dass Offenlandschaften (Steppen, Trockenrasen, Wiesen und Weiden) eine wesentlich höhere Kohlenstoffbindung aufweisen, als man anhand der vergleichsweise geringen, oberirdischen Biomasse annehmen möchte.

Denn zwar binden hohe Gräserfluren pro Jahr mehr CO2 als Wald, aber sie geben es schon im nächsten Jahr wieder frei, sei es bei der Verrottung, sei es als verfüttertes Mähgut. Notwendig sind ja Kohlenstoffsenken, und je mehr Biomasse auf einem ha dauerhaft stehen kann, desto mehr CO2 ist dort versenkt.
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Mangostan

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Re: Klima
« Antwort #130 am: 31. Juli 2019, 11:31:21 »

Also diese Diskussionen muten mich ja ziemlich verzweifelt an. Sollten wir nicht dort ansetzen, wo es wirklich was bringt?
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AndreasR

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Re: Klima
« Antwort #131 am: 31. Juli 2019, 11:41:44 »

Grad im tropischen Regenwald verrottet ja auch sehr viel, wobei CO2 freigesetzt wird.
Das ist aber zu kurz gedacht. 7 Milliarden Menschen und wer weiß wie viele Tiere produzieren alleine durch ihre Atemtätigkeit auch haufenweise CO2. Das Material, was im tropischen Regenwald verrottet, ist wie die Menschen und Tiere in globalen Zeiträumen erst "kürzlich" entstanden, das kann man getrost in den alltäglichen CO2-Kreislauf einrechnen, welcher das Klima nicht sonderlich belastet.

Es ist aber unbestritten, dass die Verfeuerung von Kohle, Öl und Gas, welche über Jahrmillionen entstanden sind, nun aber in wenigen Jahrhunderten wieder verbrannt werden, mehr CO2 als normal in die Atmosphäre gelangt. Klar, ein einziger Vulkanausbruch oder ein Waldbrand in den Dimensionen, wie er zur Zeit gerade in der Taiga wütet, kann die CO2-Bilanz eines Jahres deutlich stärker beeinflussen als alles, was der Mensch tut, aber solche Dinge passieren immer wieder.

Das Problem an der Sache ist aber, dass wir Menschen nun eben zusätzlich noch jede Menge CO2 produzieren, somit beschleunigen wir den natürlichen Verlauf, und das kann eben unvorhergesehene Konsequenzen haben. Irgendwann gelangt die Erde eben in so eine Spirale, die sich nicht mehr aufhalten lässt. Ja, und natürlich hat es sowas auch schon früher gegeben, mit der Folge, dass zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ausgestorben sind. Wollen wir Menschen dabei wirklich unsere Finger mit im Spiel haben?
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Viele Grüße
Andreas

Malvegil

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Re: Klima
« Antwort #132 am: 31. Juli 2019, 11:47:07 »

Grad im tropischen Regenwald verrottet ja auch sehr viel, wobei CO2 freigesetzt wird.
Im tropischen Regenwald herrscht eine ausgeglichene Bilanz. Soviel wie verrottet, wächst auch wieder nach. In abzuholzen hat natürlich eine katastrophale CO2-Bilanz.
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Malvegil

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Re: Klima
« Antwort #133 am: 31. Juli 2019, 11:54:01 »

Sollten wir nicht dort ansetzen, wo es wirklich was bringt?

Ah, und was sollte das sein? ???
Man müßte mal ausrechnen, wieviel Hektar Wald man neu anlegen muß, nur um auszugleichen, daß ein Hektar unberührter tropischer Regenwald niedergemacht wird. Die Entwaldung in den Tropen bremsen, stoppen oder umkehren wäre vermutlich 10mal effektiver als hier aufzuforsten. Palmölboykott wäre mal der erste Schritt!
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Mangostan

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Re: Klima
« Antwort #134 am: 31. Juli 2019, 12:03:05 »

Ich denke nicht, dass wir Menschen uns rechtzeitig und ausreichend einschränken. So gesehen ist natürlich jeder Mensch, der gar nicht erst geboren wird, eine Erleichterung.
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