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News: Pessimisten sind Menschen, die sich über den Lärm beklagen, wenn das Glück bei ihnen anklopft. (Unbekannt)
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News: Pessimisten sind Menschen, die sich über den Lärm beklagen, wenn das Glück bei ihnen anklopft. (Unbekannt)

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|21|11|da mir davon nur postelein etwas sagt, deucht mich, dass ich selber offenbar sehr gewöhnlich bin (rorobonn)

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Autor Thema: Klima  (Gelesen 7641 mal)

Hortulanus

  • Gast
Klima
« am: 01. Dezember 2004, 10:28:42 »

"Berlin wärmstes Bundesland - auch bei Sonnenschein weit vorne
Berlin (dpa) - Berlin ist das wärmste Bundesland in Deutschland. Die durchschnittliche Jahresmitteltemperatur liegt bei 9,1 Grad. Das ergab ein Vergleich des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die vergangenen rund 100 Jahre.
Auch beim Sonnenschein liegt die Hauptstadt mit 1634 Stunden auf einem der vorderen Plätze. Gleichzeitig fallen in Berlin jährlich nur 573 Liter Regen pro Quadratmeter. Trockener ist es nur in Sachsen-Anhalt (547 Liter) und Brandenburg (557 Liter).
Zweitwärmstes Land hinter Berlin ist Nordrhein-Westfalen mit 9,0 Grad. Das kälteste Bundesland ist Bayern mit einer Durchschnittstemperatur von 7,5 Grad. Den meisten Sonnenschein erhält Mecklenburg-Vorpommern. 1648 Stunden scheint dort im Durchschnitt die Sonne. NRW liegt hier auf dem letzten Platz, nur 1440 Stunden lang bekommen Rheinländer und Westfalen die Sonne zu sehen. Am meisten Regen fällt in Baden-Württemberg (980 Liter) und im Saarland (944 Liter).
In ganz Deutschland sind die Durchschnittstemperaturen seit Beginn des Untersuchungszeitraums 1901 um 0,7 Grad auf 8,2 Grad gestiegen. Im Saarland wurde es in dem Zeitraum sogar um 1,1 Grad wärmer."
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callis

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Re:Klima
« Antwort #1 am: 01. Dezember 2004, 18:31:20 »

Ist ja seltsam. Ich habe früher 16 Jahre in Freiburg gelebt, bevor wir nach Berlin zogen. Seither habe ich hier immer das Gefühl gehabt, dass der Frühling 3 Wochen später und der Winter 3 Wochen früher kommt. Und das soll das wärmste Bundesland sein!
Allerdings ist es hier fast immer 4° wärmer als in meinem Garten 300 km westlich.
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sarastro

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #2 am: 01. Dezember 2004, 19:03:43 »

Und deswegen sagen die Durchschnittstemperaturen eigentlich gar nichts aus! Freiburg und das Markgräflerland bleiben sicher auch weiterhin die mildeste Ecke von Deutschland. Solche milden Wintertemperaturen mit nur wenigen Eistagen kann ich mir in Berlin einfach nicht vorstellen und wenn der Wein nördlich von Sachsen nicht mehr Wein wird...? Holland hat auch mildes, maritimes Klima mit Zone 8 und ist trotzdem nicht mit dem Sundgau und Elsass zu vergleichen, wo schon fast submediterrane Verhältnisse mit warmen Herbsten und milden Wintern herrschen. Die Winter können
allerdings etwaskälter sein als in Holland. Und mir sagt ein Kollege in der Mark Brandenburg, bei ihnen wären -10-15 Grad ohne Schnee keine Seltenheit, und das über Wochen!
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fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #3 am: 02. Dezember 2004, 09:50:30 »

Dazu ein aufschlussreicher Link mit Karte:

http://iacweb.ethz.ch/staff/stockli/europe2003/
(englisch)
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Hortulanus

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #4 am: 02. Dezember 2004, 10:03:37 »

Und deswegen sagen die Durchschnittstemperaturen eigentlich gar nichts aus!


Das ist schon richtig. Ich glaube auch nicht, dass der DWD damit Deine Erfahrungen in Frage stellen will, sondern lediglich darauf hinweisen möchte, dass man überkommene Ansichten korrigieren muss.

Meines Wissens ist aber die Pfalz Deutschlands klimamildeste Region. Die Freiburger Region weist wohl mit die höchsten Temperaturen auf.

Wie auch immer, selbst das ist nicht immer ausschlaggebend, sondern das punktuelle Kleinklima. Mein derzeitiger Garten liegt in einer deutliche kälteren Region als mein vorheriger. Dennoch überstehen in ihm empfindliche Pflanzen besser, weil durch die Hanglage die Winterkälte gut abfließt. Der alte Garten war dagegen eine Kälteloch.
« Letzte Änderung: 02. Dezember 2004, 10:03:49 von Hortulanus »
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Albrecht

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Re:Klima
« Antwort #5 am: 02. Dezember 2004, 10:41:54 »

Dazu kommt noch, das in der Durchschnittstemepratur Winter wie Sommer reingerechnet werden. Bei uns gab es die letzten Jahre immer Temperaturen über -20°C im Winter, jedoch waren Temperaturen über 35°C nicht selten.
Dasselbe wird sich in Bayern zutragen. Im Gebirge und Mittelgebirge wird es immer kältere Winter geben.
Aber was sagt uns die Statistik? Im Schwaben regenet es am meisten und trotzdem fehlten uns 4-500Liter Wasser in 2003. ;)

Gruss
Jürgen
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Lilia

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Re:Klima
« Antwort #6 am: 02. Dezember 2004, 12:02:26 »

Guckst Du hier, was das Klima noch angerichtet hat in Deutschland:

http://www.stern.de/politik/panorama/index.html?id=510506&nv=ct_cb
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fisalis

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Re:Klima
« Antwort #7 am: 09. Februar 2005, 12:19:27 »

Und nun:

"Misteln erobern Höhenlagen

Die Föhrenmistel hat im vergangenen Jahrhundert rund 250 Höhenmeter geschafft.

 
Temperaturempfindliche Pflanzen dringen in Folge der Klimaerwärmung in immer höhere Lagen vor. Die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft hat Föhrenmisteln auf 1500 Metern Höhe gefunden."

ganzer Artikel
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Bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #8 am: 12. Juli 2018, 08:53:06 »

Nicht nur im Osten Deutschlands gabs größe Dürre:
 
Das Weltwetter wird zur tödlichen Bedrohung: Klimawandel führt zu Hitzewellen und Dürre weltweit

Dazu die Karte mit der aktuellen Temperaturverteilung, genauer gesagt, der Abweichung vom langjährigen Mittel.
« Letzte Änderung: 12. Juli 2018, 08:55:47 von Bristlecone »
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Bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #9 am: 25. Juli 2018, 09:57:19 »

Global Climate Report - June 2018
2018 year-to-date temperatures versus previous years


"This graphic compares the year-to-date temperature anomalies for 2018 (black line) to what were ultimately the nine warmest years on record: 2016, 2015, 2017, 2014, 2010, 2013, 2005, 2009, and 1998. Each month along each trace represents the year-to-date average temperature anomaly. In other words, the January value is the January average temperature anomaly, the June value is the average anomaly of January through June, and so on. The average global land and ocean surface temperature for January–June 2018 was 0.77°C (1.39°F) above the 20th century average of 13.5°C (56.3°F)—the fourth highest global land and ocean temperature for January–June in the 1880–2018 record.

The top five warmest January–June periods were: 2016 (1st), 2017 (2nd), 2015 (3rd), 2018 (4th), and 2010 (5th)."
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Rieke

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Re: Klima
« Antwort #10 am: 25. Juli 2018, 10:38:48 »

Vergleichen mit den Waldbränden in Griechenland sind unsere aktuellen Hitze- und Dürreprobleme ja noch vergleichsweise harmlos. Aber wenn die Entwicklung so weitergeht ...

Durch die Region von Kineta sind wir Ende Juni hindurchgefahren, auf dem Rückweg vom Peloponnes zum Flughafen in Athen, meistenteils im strömenden Regen, oft heftiges Gepladder. Im Nachbarort von Kineta haben wir Mittagspause gemacht, ein sympathisches griechisches Städtchen. Es muß seitdem längere Zeit sehr heiß und trocken gewesen sein, denn der Juni war relativ regenreich.
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Wo bleibt der Regen?

RosaRot

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Re: Klima
« Antwort #11 am: 25. Juli 2018, 10:44:55 »

Hier stand heute in der Zeitung, dass Griechenland nicht über freiwillige Feuerwehren wie hier (oder z.B. auch in Australien) verfügt und trotz Hilfsangeboten verschiedener Staaten, eine solche mit aufzubauen, dies bisher nicht tat. :-\ Woanders las ich, das auch Brandstiftung vermutet wird. :-\

Hier allerdings entzünden sich die Felder quasi von selbst, wie gestern in der Nähe bei der Mahd.
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Viele Grüße von
RosaRot

philippus

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Re: Klima
« Antwort #12 am: 25. Juli 2018, 11:07:32 »

Hier stand heute in der Zeitung, dass Griechenland nicht über freiwillige Feuerwehren wie hier (oder z.B. auch in Australien) verfügt und trotz Hilfsangeboten verschiedener Staaten, eine solche mit aufzubauen, dies bisher nicht tat. :-\ Woanders las ich, das auch Brandstiftung vermutet wird. :-\

Hier allerdings entzünden sich die Felder quasi von selbst, wie gestern in der Nähe bei der Mahd.
Ca. 95% der Brände sind auf Brandstiftung zurückzuführen, der Rest größtenteils auf Blitzeinschläge. Ich denke dass der Unterschied mit Südeuropa darin liegt, dass diese Situation bei uns in Mitteleuropa noch recht neu ist. Das könnte sich aber bald ändern, denn wenn es nicht unbedingt insgesamt weniger regnet (zumindest zeigen das Untersuchungen in Österreich), könnte es eine Tendenz zu häufigeren längeren Perioden ohne Regen geben (stationäre Wetterlagen). Vor allem nimmt aber die Verdunstung mit den höheren Temperaturen zu, die Böden werden trockener.
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Rieke

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Re: Klima
« Antwort #13 am: 25. Juli 2018, 11:12:17 »

Zumindest bei Mati scheint Brandstiftung nicht so wahrscheinlich zu sein. Bei Windstärke 7 hat sich das Feuer halt sehr schnell ausgebreitet, ob da eine freiwillige Feuerwehr was hätte verhindern können?
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philippus

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Re: Klima
« Antwort #14 am: 25. Juli 2018, 11:37:55 »

Hier stand heute in der Zeitung, dass Griechenland nicht über freiwillige Feuerwehren wie hier (oder z.B. auch in Australien)
Das System der FW funktioniert wegen einer Gesetzesänderung von 2014 nicht mehr.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/waldbraende-in-griechenland-gesetzesaenderung-traegt-mitschuld-15706508-p2.html
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