Ui, die Rebe wäre vielleicht etwas für unseren Hof. Eine Wand, die nach Norden hin zeigt sollte begrünt werden. Wäre das zuviel Schatten?
Eigentlich ist ein Standort im Vollschatten etwas zu dunkel. Man sagt der Pflanze - die hierzulnade noch relativ selten zur Fassadenbegrünung eingestzt wird - eine Eignung für vollsonnige bis halbschattige Standorte nach, wobei letztere auch NNW- oder NNO-Lagen sein dürfen.
Nach meiner Erfahrung ist die Standortbeurteilung allein nach Himmelsrichtung wenig aussagekräftig - man muss auch den realen Lichteinfall - also Hröße des schattenwerfenden Hauses, zusätzliche Verschattungen durch andere Bauwerke oder Bäume aner auch aufhellende Reflektionen beachten.
Im übrigen wachsen fast alle Kletterpflanzen aus sehr dunklen Standorten heraus. Das allerdings - sofern Klettermöglichkeiten bestehen - besonders schnell und zielstrebig Richtung LIcht und unter bald auftretender Aufkahlung der verschatteten Pflanzenteile.
Aufgrund von Lichtmangel entwickeln alle Pflazen eine andere - i.d.R. hellere - Blattfarbe und eine Herbstfärbung fällt i.d.R. weniger auffällig aus.
Noch eine Frage. Die Rebe auf dem Foto hat ja nur sehr wenig offenen Boden um sich herum, langt das denn für die Wasserversorgung?
Reben wurzeln tief und/oder weit und sind daher, nachdem sie sich an einen Standort mit Bodenanschluss etabliert haben, i.d.R nicht mehr auf "Wasser von oben", bzw. Bewässerung angewiesen. Aber auch unabhängig davon sagt die äußerlich sichtbare Größe einer Pflanzstelle direkt am Haus nur sehr wenig über die tatsächlichen Boden- und Feuchteverhältnisse aus. Letztere sind dicht an der Wand ohnehin meist sehr viel schlechter als von dem meisten geschätzt. Vielfach wird vergessen, dass Bauwerke auch einen Regenschatten werfen. Daher benötigen viele neu angelegte Fassadenbegrünungen auch dann (anfangs) Zusatzwasser, wenn scheinbar sehr großzügige Pflanzstellen vorhanden sind.