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News: Der Besuch eines guten Freundes ist oft die beste Medizin. (Unbekannt)
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07. Dezember 2022, 13:30:11
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Autor Thema: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen  (Gelesen 35538 mal)

Crambe

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #135 am: 29. August 2019, 21:30:27 »

Die Reiser hat floXIII von einem alten Apfelbaum von mir bekommen. Bestimmt als Französische Goldrenette hat sie ohne Zögern der Kreisfachberater, der ein anerkannter Fachmann für alte Obstsorten ist.
Was mich nun ein bisschen verwundert,ist das Aussehen des Apfels, das du hier zeigst. "Meine" Goldrenetten sehen so aus Das sind die Äpfel. die ich zur Bestimmumg gezeigt habe, damals noch identifiziert durch den Standort des Baumes :
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"Um ernst zu sein, genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist." Shakespeare

Crambe

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #136 am: 29. August 2019, 21:32:47 »

Hier noch ein Querschnitt
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"Um ernst zu sein, genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist." Shakespeare

Waldgärtner

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #137 am: 07. September 2019, 08:04:01 »

Nach dem Hinweis von User mybee in einem anderen Thread habe ich mir mal 2 youtube-Videos von Stephen Hayes angeschaut. Viel mehr braucht es vermutlich auch nicht, obwohl er eine riesige Anzahl online gestellt hat.
Der betreibt seit 25 Jahren Obstbau in England. Seine Apfelbäume stehen alle auf MM106 ohne Anbindung und werden vom Boden aus (also ohne Leiter!) bewirtschaftet.
Er erzieht sie zu "open center dwarf bushes" also im Endeffekt Buschbäumen mit Hohlkrone.
Die zahlreichen alten Sorten scheinen nicht frühreif zu sein oder ähnliche negative Effekte zu haben, die teilweise bei schwachen Unterlagen auftreten.

Das ist doch genau das, was du suchst @b-hörnchen?
Mich überzeugt das Konzept zumindest soweit, dass ich es an einigen Bäumen testen werde :)
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floXIII

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #138 am: 07. September 2019, 08:26:11 »

Die Reiser hat floXIII von einem alten Apfelbaum von mir bekommen. Bestimmt als Französische Goldrenette hat sie ohne Zögern der Kreisfachberater, der ein anerkannter Fachmann für alte Obstsorten ist.
Was mich nun ein bisschen verwundert,ist das Aussehen des Apfels, das du hier zeigst. "Meine" Goldrenetten sehen so aus Das sind die Äpfel. die ich zur Bestimmumg gezeigt habe, damals noch identifiziert durch den Standort des Baumes :
Hallo Crambe,
ich denke die "Unterschiede" liegen einfach an der Belichtung. Als besonders Glänzend habe ich sie nicht in Erinnerung. Der abgelichtete Apfel wurde kurz vor dem Fotografieren gewaschen. Vielleicht befand sich auch noch Restfeuchte auf der Schale. Es handelt sich zwar um einen Mehrsortenbaum, wo ich dummerweise keine Beschriftungen angebracht habe, aber alle anderen aufveredelten Sorten können von Form und Farbe eindeutig ausgeschlossen werden. Es sollten schon deine Reiser sein.
Ich muss aber auch sagen, ich war überrascht wie gesund die zwei Äpfel waren, keinerlei Beschädigungen, keine Berostung etc. Ich hab den Baum dieses Jahr überhaupt nicht gespritzt. Die Jahre zuvor hatte ich immer Probleme mit Mehltau und Läusen. Dieses Jahr gar nichts...
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mybee

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #139 am: 07. September 2019, 14:30:50 »

......
Mich überzeugt das Konzept zumindest soweit, dass ich es an einigen Bäumen testen werde :)

Es muß nicht immer Oeschberg-Palmer-Schnitt sein.

Und falls Du noch 'Pitmaston Pinapple' suchst, schau mal bei CRJ Fruit Trees Nursery UK (wahlweise MM106, M26, M9. M27 -da wir gerade auf schwachen Füßen daher kommen), Fracht in EEC allerdings £ 30,00
https://www.fruit-trees.com/terms-and-conditions.html
« Letzte Änderung: 07. September 2019, 19:24:50 von mybee »
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Waldgärtner

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #140 am: 07. September 2019, 19:15:22 »

Witzig, vor genau 5 Minuten bin ich zufällig auf deren Seite gestossen :)
Woher hast du die 30 Pfund Versandkosten? Das konnte ich noch nicht finden.
Ist zwar erst mal happig, aber dafür kosten die Bäume nur 20 Pfund.
Passt dann wieder, zumal sie auch einige haben, die man bei uns nicht bekommt.
Und im Topf, das könnte also noch vor dem Brexit klappen.
Damit aber zurück zum Thema ;)
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b-hoernchen

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #141 am: 08. September 2019, 12:46:00 »

... Seine Apfelbäume stehen alle auf MM106 ohne Anbindung und werden vom Boden aus (also ohne Leiter!) bewirtschaftet.
Er erzieht sie zu "open center dwarf bushes" also im Endeffekt Buschbäumen mit Hohlkrone.
Die zahlreichen alten Sorten scheinen nicht frühreif zu sein oder ähnliche negative Effekte zu haben, die teilweise bei schwachen Unterlagen auftreten.

Das ist doch genau das, was du suchst @b-hörnchen?
Nun, auf MM106 stehen zumindest die meisten von Baumaux gelieferten Apfelbäume; ob die Bäume klein genug bleiben, dürfte auch vom Boden abhängen. Ich hab' hier schweren Tonboden (nix für MM106!) und verliere gerade einen (gekauft als Pinova) "vielleicht Roten Topaz" durch Kragenfäule... .
Die positiven Eigenschaften und die Wuchsstärke von MM106 ohne die Anfälligkeiten - das wär's!
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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #142 am: 08. September 2019, 13:43:39 »

Topaz auf MM 106 ist wahrscheinlich auch einfach ein Kandidat für die Kragenfäule.
Hast du auch welche auf M7? Die sind javon der Stärke her sehr ähnlich und M7 ist m.W. nicht so anfällig.
Schau dir bei Gelegenheit mal ein Video an, die Bäume sind alle nur gute 2m hoch.
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b-hoernchen

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #143 am: 08. September 2019, 13:58:57 »

Der "vielleicht-Topaz?" steht vermutlich auf M9 - aber das ist egal. Kragenfäulempfindlich sind sie beide - der Topaz und MM106.

Schau dir bei Gelegenheit mal ein Video an, die Bäume sind alle nur gute 2m hoch.
Und stehen vermutlich nicht in fettem Tonboden. Ich hab' hier Sorten auf MM106, die schieben gut 1m im Jahr!
« Letzte Änderung: 08. September 2019, 14:02:25 von b-hoernchen »
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Tünde

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #144 am: 26. September 2019, 23:41:32 »

An den freiwerdenden Platz des Boskoops will ich dann eine alte französische Sorte pflanzen, wie z. B. den Pomme de'l Estre z. B. auf M26. Der ist knackig, saftig, gut lagerbar und von bemerkenswerter Blattgesundheit!

Weh tut es mir höchstens wegen der einzigartigen Säuerlichkeit des Boskoops.
Aber vielleicht kann ich irgendwoher ein Reis von einem wirklich guten gelben bis grünen Klon des Boskoops bekommen, ....

(OFF)
Ich hätte auch Interesse an diesen Sorten, nämlich an 'Pomme de'l Estre' und an einem wirklich guten (grünen o.ä.) Boskoopklon. Würde mich an einer Reiser- (oder Baum)bestellung gerne beteiligen

LG,
Tünde
« Letzte Änderung: 26. September 2019, 23:52:18 von Tünde »
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Gartennoob

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #145 am: 20. März 2022, 21:49:12 »

Um zum ersten Post zurück zu kommen

Gibt es nun neue Erkenntnisse in Bezug auf den Zuccalmaglio?

Macht eine schwache Unterlage noch Sinn im momentanen Klimawandel? (Verfrühte Reife, Fruchtqualität, Krankheiten etc) oder lieber auf einer starken Unterlage wie Sämling?

Hat jemand Grössenangaben auf Sämling?

Wäre eigentlich eine Art Riesenspalier oder Riesenspindel (auf Sämling)möglich ? Wenn ja mit welcher Grösse kann man hier rechnen bzw. Kontrollieren.

Ich weiss es sind viele Fragen aber ich interessiere mich für diese Sorte. Würde gerne wissen welche Unterlage vernünftige Ergebnisse zu dieser Sorte liefert.

Habe schon 2 Sämlinge, eventuell einige Äste umveredeln ?

-------------


Ein Gedankengang:
Wenn man 2 schwachwüchsige Sorten auf einen Sämling hat und gem. Oeschberg schneidet. Wäre es möglich die 3 bis 4 Leitäste einer Sorte zu belassen und die Stammverlängerung mit der zweiten Sorte umveredelt? Oder würde dies trotzdem zu einem Ungleichgewicht führen.


So das wars jetzt aber auch an Fragen ;)

« Letzte Änderung: 20. März 2022, 21:54:32 von Gartennoob »
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JörgHSK

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #146 am: 21. März 2022, 08:03:00 »

Zuccalmaglio bildet auf schwachwachsenden Unterlagen schon nach 2-3 Jahren kaum noch Zuwachs, und trägt sich tot...
Die Unterlage sollte so stark wie möglich sein, und dabei braucht es noch nicht mal ein Hochstamm sein. Eine selbst erzogene Buschbaumform wäre eigentlich das beste. Ich kenne einen älteren Baum von Zuccalmaglio, der ist vielleicht 4-4,5m hoch.
Es gibt Spalierformen auf starkwachsenden Unterlagen, anders wären diese bis in die Spitze des Giebels wachsenden Bäume(hier allerdings Birnen) kaum möglich.
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Tomesen

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #147 am: 21. März 2022, 09:06:40 »

Zuccalmaglio bildet auf schwachwachsenden Unterlagen schon nach 2-3 Jahren kaum noch Zuwachs, und trägt sich tot...
Die Unterlage sollte so stark wie möglich sein, und dabei braucht es noch nicht mal ein Hochstamm sein. Eine selbst erzogene Buschbaumform wäre eigentlich das beste. Ich kenne einen älteren Baum von Zuccalmaglio, der ist vielleicht 4-4,5m hoch.
Es gibt Spalierformen auf starkwachsenden Unterlagen, anders wären diese bis in die Spitze des Giebels wachsenden Bäume(hier allerdings Birnen) kaum möglich.
Ich habe den Zuccalmaglio seit zwei Jahren auf M26 als Spindel und kann mich nicht über das Wachstum beschweren, er steht aber auch in gutem Lössboden. Überbehang wäre ja bei kleinen Baumformen kein Problem, kann man ja ausdünnen.
Letztes Jahr waren drei schöne Früchte dran ohne Krankheiten oder Störungen. Mir fehlt aber auch der Vergleich zu einem Zuccalmaglio von einem gepflegten Hochstamm.
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Waldgärtner

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Re: "Alte" Sorten auf schwachen Füßen
« Antwort #148 am: 21. März 2022, 11:33:46 »

Ein Gedankengang:
Wenn man 2 schwachwüchsige Sorten auf einen Sämling hat und gem. Oeschberg schneidet. Wäre es möglich die 3 bis 4 Leitäste einer Sorte zu belassen und die Stammverlängerung mit der zweiten Sorte umveredelt? Oder würde dies trotzdem zu einem Ungleichgewicht führen.


So das wars jetzt aber auch an Fragen ;)

Aus meiner Sicht spricht da nix gegen. Ich habe das teilweise auch bei Bäumen, auf anderen ist auf jedem Leitast eine andere Sorte. Bei einigen klappt das gut, bei anderen weniger ;)

Bei zwei Sorten übereinander ist wichtig, dass die obere nicht deutlich früher austriebt als die untere. Sonst wird die untere evtl. abgehängt. Wann Sorten austreiben, ist leider nicht immer aus der Literatur ersichtlich. Bei einigen Sorten weiß man es durch beobachten. Bei unbekannten Sorten wird es schwer. Im Zweifelsfall hilft nur testen :)
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