Das lässt sich so pauschal nicht beantworten.
Einen Schaden können Gehölze - vereinfacht gesagt - durch zwei Faktoren erleiden (die nicht unabhängig voneinander sind):
a) durch zu niedrige Temperaturen,
b) durch Frosttrocknis. Letzteres schädigt vor allem immergrüne Laubgehölze und nicht ausgereifte Triebe oder Triebspitzen.
Kompliziert wird das Ganze dadurch, dass die Frosthärte der Gehölze nicht den Winter über gleich bleibt und durch den Witterungsverlauf während der vorherigen Vegetationsperiode und des Winters selbst beeinflusst wird.
Prinzipiell gilt für a), dass du gegen Frostschäden durch zu niedrige Temperaturen eher "vorbeugend" bei der Pflanzung etwas tun kannst: Geschützte Ecken, z. B. nahe am Haus, oder Innenhöfe bieten für empfindliche Gehölze bessere Chancen als freie Stellen mitten im Garten. Dito sind Hanglagen, an denen die Kaltluft abfließt, besser als enge Täler, in denen sich ein Kaltluftsee bildet.
Die absoluten Minima kannst du mit Vlies, Matten, Säcken, Styroporkisten etc. nur sehr bedingt beeinflussen. Im Großen und Ganzen nimmt die Pflanze die Temperatur der Umgebung an.
Bleibt Punkt b): Durch Vlies etc. kann man um ein Gehölz eine windstille oder zumindest windarme Zone schaffen und so die Verdunstung reduzieren. Das gleiche gilt, wenn die Wintersonne drauf scheint - die Schattierung hilft, die Verdunstung zu mindern und schnelle Temperaturänderungen abzupuffern.
Lichtmangel durch solche Schutzvorrichtungen ist bei der ohnehin geringen Lichtmenge im Winter und den kühlen Temperaturen kein kritischer Punkt. Der Schutz darf aber nicht luftundurchlässig sein, da sich dann Fäulnisgefahr besteht. Außerdem werden im Spätwinter in diesem Schwitzkasten Temperaturen erreicht, die den Austrieb anregen - mit dem Ergebnis, dass die Pflanze beim nächsten Frost Schaden nimmt.
Vorbeugend wirkt auch, wenn die Pflanzen gut gewässert in den Winter gehen und ggf. bei Tauwetter auch mal gewässert werden. Ebenso wirkt sich eine dicke Mulchdecke günstig aus, da sie bewirkt, dass der Frost langsamer in den Boden eindringt und so die Wurzeln schützt und die Wasseraufnahme ermöglicht.
Vom Witterungsverlauf her sind milde Herbsttage günstig, die das Holz noch gut ausreifen lassen, gefolgt von einer längeren kühlen, aber noch nicht zu kalten Phase, die die Gehölze auf die Kälte vorbereiten.
Winterschutz in Form einer Reisigmatte bekommt meine noch junge Hanfpalme. Außerdem binde ich die Blätter nach oben hin zusammen, damit das Herz der Palme etwas vor Nässe geschützt ist.
Andere Pflanzen wie junge Kamelien, Daphne odora etc. stehen geschützt vor Wind und Sonne, speziellen Schutz durch Vlies gibt es nicht.