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Autor Thema: Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst  (Gelesen 1155 mal)

Gänselieschen

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Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« am: 19. Oktober 2010, 12:30:49 »

Falls es das schon gibt - ich habe es nicht gefunden, überhaupt wenig zum Thema, obwohl vorn was von Sammlung steht - dort gibt es nur "Das Schneiden alter Rosen".

Soweit als Einstieg.

Mich bewegt folgende Frage: Ich lese immer öfter kurze Anmerkungen, diese oder jene Rose sei dann im 3 Jahr schon 1,20 hoch gewesen u.s.w. Heißt das, das der jährliche Zuwachs einfach immer schneller geht, oder dass die Rosen nie so ganz zurückgeschnitten werden ???
In meinem Umfeld ist immer noch sehr verbreitet, die Rosen bereits im Herbst radikal runterzuschneiden.

Dann las ich - auch hier - der zu späte Schnitt im Spätsommer/Herbst führt zu unausgereiften Trieben, die dann im Winter schnell erfrieren - klingt logisch.
Daraus würde ich entnehmen, dass ich nach der Blüte so ab Ende August bis zum Frost garnicht mehr schneide, um keinen Austrieb mehr anzuregen.

Wie haltet Ihr das im Herbst mit dem Schnitt ???

L.G.
Gänselieschen
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Rosana

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #1 am: 19. Oktober 2010, 13:36:26 »

Frage drei Rosisten und du wirst vier Meinungen bezgl. dem Schneiden hören. ;) Also das was ich hier Schreibe ist meine Meinung!

Eine Rose die regelmässig bis tief unten geschnitten wird, wird immer kleiner bleiben als eine, die nur wenig oder gar nicht geschnitten wird. Andererseits vergreisst eine solche hart geschnittene Rose deutlich weniger.

Die Kraft des neuen Austrieb ist von einigen Faktoren abhängig, z. B. Alter der Rose und wie wieviel weggeschnitten wurde. Je mehr man wegschneidet desto kräftiger ist der Austrieb.

Es gibt einen Winterschnitt um in schneereichen Gegend Schneebruch zu vermeiden, da werden aber eigentlich nur exponierte Äste gekürzt.

Der Herbstschnitt ist auch in meiner Gegend sehr verbreitet - es sieht halt 'ordentlicher' aus. ich lasse es aus den von dir genannten Grund. Bis jetzt bin ich damit gut gefahren.
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Gänselieschen

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #2 am: 19. Oktober 2010, 14:48:36 »

Danke Dir, das ist es doch, was ich suche, die Erfahrungen anderer. Im Sommer habe ich schön das Verblühte weggeschnitten, nicht zu tief, hat gut geklappt. Ich mache noch nicht so lange Rosen, d.h. ich habe manches gehört, aber kaum eigene Erfahrungen.
Ich werde also auch jetzt keinen Schnitt mehr machen und dann im Frühling bis ins nicht Erfrorene zurückschneiden. Die Climbing Else, soll bei mir nicht so groß werden, die könnte ich allerdings gleich ein Stück einkürzen.

Gelesen habe ich noch, moderne Teehybriden mehr, alte Sorten weniger. Ich habe natürlich auch jetzt schon drei Sorgenkinder, da muss ich mal sehen, was ich nach dem Winter mache.

2 mickrige Ophelia, die nun auchnochmal richtig SRT bekamen
1 Mme Boll, die noch nicht so richtig kräftig ist

Ist schon erstaunlich, dass das Thema Schnitt hier kaum eine Rolle spielt. Dabei muss doch jeder mal schneiden.

L.g.
Gänselieschen
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tubutsch

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #3 am: 19. Oktober 2010, 15:22:22 »

Hallo Gänselieschen, ich handhabe es genau so wie Rosana. Wenns mir zu sehr in den Fingern juckt und ich unbedingt was schnibbeln will, entferne ich nur die alten, abgestorbenen Ästchen. Ich schneide dann erst im Frühjahr zurück. Grüße Tubutsch
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ManuimGarten

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #4 am: 19. Oktober 2010, 16:13:24 »

Natürlich muß jeder schneiden, aber das kann man schlecht kurz erklären, weil es ja nach Rosenart anders ist. Generell bei Edelrosen mehr, bei Strauchrosen weniger. Bei Einmalblühern erst nach der Blüte.
Ich mache es jedenfalls auch im Frühjahr, knapp vor der immer zitierten Forsythienblüte, weil da schon die Blattspitzen raus kommen. Dh. bei Schnitt nach dem Austreiben nimmt man der Pflanze etwas Kraft und sie braucht länger zum Blüten ansetzen.
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Querkopf

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #5 am: 19. Oktober 2010, 20:31:14 »

Hallo, Gänselieschen,

im Herbst schneidet man am besten gar nicht. Einzige Ausnahme ist ganz leichtes Einkürzen zum Schutz gegen Wind- oder Schneebruch, wie es Rosana beschrieben hat.

Für Öfterblühende ist das Frühjahr die ideale Schnittzeit (Details dazu findest du in etlichen Rosariums-Threads). Zusätzlich nimmt man im Sommer Verblühtes raus, um die Nachblüte anzuregen - so, wie du es gemacht hast.

Bei Einmalblühern brächte man sich mit tiefem Schnitt im Frühjahr um den Sommerflor oder doch einen großen Teil davon; da reicht es, wenn man zur Forsythienblütezeit bei Bedarf auslichtet und eventuell verjüngt (=bodennahes Rausschneiden einzelner vergreister Triebe). Wenn Einmalblüher mal mehr Schneiderei brauchen, dann am besten gleich nach der Blüte. Muss man aber nicht tun, schon gar nicht jedes Jahr.

Also keinerlei Scherenstress jetzt ;)...

Schöne Grüße
Querkopf
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2010, 20:32:34 von Querkopf »
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June

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #6 am: 19. Oktober 2010, 20:34:50 »

Ich glaube hier (im Forum) schneiden die meisten erst im Frühjahr, zumindest habe ich so den Eindruck.
Ich halte es genauso, v.a. um ein Erfrieren der Triebe zu verhindern.
Außerdem habe ich auch einige Einjährige, die im Folgejahr an den alten Trieben blühen, die werden erst nach der Blüte geschnitten.
Ich warte die ersten blühenden Forsythien im Ort ab, die hinterm Haus blüht immer erst später auf. ;)
Hierzulande sind die meisten im Herbst sehr eifrig beim Schneiden, allerdings gibt es hier auch mehr Beet-, als Strauchrosen in den Gärten. Und die werden auch anders beschnitten. Strauchrosen brauchen keinen radikalen Rückschnitt, ein großzügiger Schnitt schadet ihnen aber auch nicht. ;)
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June

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June

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #7 am: 19. Oktober 2010, 20:36:48 »

Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass ich eigentlich nur Strauchrosen habe, eine Beetrose würde ich aber auch erst im Frühling kürzen. ;)
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zwerggarten

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #8 am: 20. Oktober 2010, 16:27:34 »

@ gänselieschen: werden kletterrosen und rambler bei euch auch immer radikal zurückgeschnitten? ???

manche alte rosen sollen zudem kräftigen schnitt nur sehr ungern haben und sogar mit jahrelangem gezicke bedenken - bei meinen bisherigen (umpflanz)erfahrungen mit comte de chambord/mme. boll könnte ich mir vorstellen, dass sie dazu gehört... ::)
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Gänselieschen

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #9 am: 20. Oktober 2010, 16:58:24 »

Hallo,
da kommt doch Einiges zusammen - sogar einiges an Übereinstimmung ;).
Ich habe nun hier im Forum nur den ersten Teil dieser Schnittdebatte gefunden - der ja auch ziemlich mager ist.

@Zwerggarten: Bei Kletterrosen geht der Ruf um, dass die keinerlei Schnitt benötigen. So habe ich es z.B. bei meiner New Dawn gehalten, und das hat einige Jahre sehr gut geklappt. Habe auch das Verblühte nicht abgeschnitten, wäre viel zu viel Arbeit.

Ach ja, wie groß war denn Deine Mme Boll beim Umpflanzen, meine mickert so sehr, ist aber erst im April wurzelnackt gepflanzt worden ???.

Wenn Compassion ein Rambler ist - was ich jetzt nicht genau weiß, habe ich sie auch nur behandelt wie eine Kletterrose - totes rausgeschnitten, kein wirklicher Rückschnitt, aber hier habe ich das Verblühte weggeschnitten.

Von alten Rosen an sich - Lebensalter - habe ich noch nicht viel Ahnung, meine bisherige einzige ältere Rose war nicht sehr wüchsig und wurde einfach nicht so groß, dass ich mir darüber Gedanken machen musste.

Strauchrosen, sind das Polyantha, so wie z.B. Rhapsodie in blue??

Meine Kletterrose Elfe habe ich vor als Strauchrose zu halten, die werde ich ganz sicher nach dem Winter um mind. 2/3 kürzen.

L.g.
Gänselieschen
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2010, 17:00:28 von Gänselieschen »
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zwerggarten

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #10 am: 20. Oktober 2010, 17:38:02 »

mme boll wird als portland nicht wirklich groß, meine ich, daher lasse ich sie in ruhe. ich hatte meine nach zwei, drei jahren schon wieder umpflanzen müssen, da war sie immer noch auf etwa 60cm, was sie jetzt nach weiteren drei jahren wieder geschafft hat... ::)

compassion ist definitiv kein rambler, das biest ist so dick- und steiftriebig und frostempfindlich, dass ich es hier eher als hochwachsende teehybride (edelrose) und nicht einmal als kletterrose bezeichnen würde... :-X

generell schneide ich meine rosen so wenig wie möglich - die rib reicht mir auf diese weise auch bis zur (über die) schulter! allerdings wächst unsere wirklich üppigst - die hat vom umpflanzen vor drei jahren überhaupt nichts mitbekommen! und geschnitten hatte ich da auch nur wenig - auslichtend eben und zarteste verästelungen zurücknehmend. ;)
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2010, 17:40:37 von zwerggarten »
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martina 2

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #11 am: 20. Oktober 2010, 18:32:14 »

Hallo Gänselieschen,

du dürftest es ohnehin richtig machen, das Schneiden ist eben auch ein bisserl eine Sache der Intuition ;) Wesentlich dabei ist nicht zuletzt das Klima, das habe ich schmerzvoll erfahren müssen. Habe in den ersten Jahren meine Alten nach der Blüte geschnitten und ausgelichtet, weil ich dann mehr Zeit dafür hatte als im Frühling, was zur Folge hatte, daß der Neuaustrieb meist erfroren ist.
Bei den THs habe ich meist gar keine Wahl, die muß ich, trotz Winterschutz, fast immer radikal zurückschneiden. Sie erholen sich trotzdem immer wieder und blühen halt nur etwas später und dann bis zum Frost.

Zwerggarten hat Recht, wenn er seine Rosen so wenig wie möglich schneidet. Die (Alten) Rosen, die bei mir nach dem letzten verheerenden Winter so gut wie keine Schäden hatten, waren Ausläufer, die ich noch nicht geschnitten hatte.

Mme Boll habe ich nicht, aber den sehr ähnlichen (oder identischen, aber das ist ein anderes Thema ;)) Comte de Chambord, und der verträgt auch (bei mir zwangsläufig) kräftigen Schnitt eigentlich sehr gut. Wenn du die Madame erst im Frühjahr gepflanzt hast, ist noch kein Grund zur Sorge, laß ihr einfach etwas Zeit.

Strauchrosen sind ein weites Feld - von klein bis sehr groß, Alte und Moderne - schau doch einfach einmal auf die Homepage einer guten Rosenschule, da bekommst du eine Ahnung ;)
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Schöne Grüße aus Wien!

June

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #12 am: 20. Oktober 2010, 20:39:03 »

Ich habe Mme Boll auch erst heuer gepflanzt, von allen wurzelnackten hatte sie sich mit dem Austrieb am meisten Zeit gelassen. Sie ist auch die Einzige, die im Topf gelandet ist; allerdings ist sie mittlerweile am buschigsten und schönsten. :D Einer der Triebe ist locker schon an die 80 cm hoch, ich werde im Frühjahr einen leichten Rückschnitt machen. ;)
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June

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Re:Das Schneiden der Rosen!! Teil II: Herbst
« Antwort #13 am: 21. Oktober 2010, 14:42:32 »

Na gut, dann also alles wie gehabt, nix falsch gemacht, auch mal schön, und meiner Mme Boll werde ich Deinen Eintrag vor die Nase halten ;):


Dann also Warten ;D

Warten, ob der Winter hart wird
Warten, ob die Mickerlinge vom letzten Jahr besser werden
Warten, auf meine 8 Neuen
Warten auf schönes Wetter, um das Beet anzulegen,
Warten, auf den Neuaustrieb und die Forsythienblüte.

Dann werde ich demnächst anhäufeln - bei mir eher ein an"bergen" und dann

WARTEN.

L.G.
Gänselieschen
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2010, 14:43:20 von Gänselieschen »
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