Einen guten Samstag wünsche ich allen Leserinnen und Lesern,
die Nordwestseite in unserem Garten ist nach der Fällung der Cox Orange und einem Birnenbaum sehr viel heller geworden. Hier habe ich langfristig geplant, weiteren Bäumen eine neue Chance zu geben.
Diese Nordwestseite ist 25 Meter breit. Am Zaun befindet sich über die gesamte Strecke eine stachelige Brombeerhecke, die wirklich leckere Beeren zuverlässig seit dreißig Jahren hervorzaubert.
Auf der anderen Seite befindet sich eine 50 Meter breite und vielleicht 200 Meter breite Wiese, die als Pferdeweide genutzt wird.
Der Westpunkt unseres Gartens, also die linke Ecke der Nordwestseite, ist der tiefste Punkt in unserem Garten. Wenn es hier länger regnet, kann das Wasser sich bis über den Boden stauen - den Brombeeren macht das nix aus. In 100 Meter Entfernung in westlicher Richtung gibt es einen kleinen Bach. Nach Norden in Richtung Bergisches Land gibt es einen ganz leichten natürlichen Anstieg.
Am Westpunkt befindet sich weiterhin eine Gasleitung im Boden.
Fünf Meter vor dem Westpunkt befindet sich noch ein Unterlagen-Apfelbaum, den ich als Pollenspender stehen lassen möchte. 15 Meter vor dem Westpunkt ist eine Sandbirke, 5 Meter vor der Birke steht eine ausgewachsene Tanne, die viel Schatten spendet.
Die neuen Bäume sollen einen zusätzlichen Windschutz bewirken, und den sehr feuchten und sauren Boden trocknen. Weiterhin dürfen sie den Brombeeren das Licht nicht völlig wegnehmen.
Wegen der Gasleitung benötige ich in 5 Meter Entfernung einen Tiefwurzler. Hier dachte ich an eine Stileiche - so weit wie möglich in die Westecke.
An der Nordseite soll ein 40 Meter - Großbaum in vielleicht hundert Jahren stehen - möglichst weit in der Nordecke - vielleicht eine Sämlings-Blutbuche?
Dazwischen sollen Bäume stehen, die möglichst den Boden trockener machen.
An der Westseite ist wegen der Tanne sehr viel Schatten, an der Nordseite ist es sehr sonnig.
Mein Favorit für diese Herausforderung sind zur Zeit zwei oder drei Rotahorne (Red sunset). Sie sollen ein weitreichendes Wurzelsystem haben und weiterhin den Hummeln und den Bienen im März wertvolle Nahrung anbieten.
Der Boden ist sauer (pH~5,7), sehr feucht und sehr nährstoffreich.
Meine noch offenen Fragen:
- Gibt es Erfahrungen mit den angesprochenen Bäumen in positiver oder negativer Richtung?
- Wie weit sollte ich die Rotahorne voneinander pflanzen?
- Würde es die Brombeeren stören, in der Nähe auf einmal so viele Wurzelwesen zu haben?
- Würde der Boden so viel trockener werden, daß zum Beispiel die Apfelsorte Rubinola sich in der Nähe sehr wohl fühlen würde?
- Ist ein Unterlagen-Apfelbaum wirklich ein guter Pollenspender?