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|28|2|“Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!” (Voltaire)

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Autor Thema: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans  (Gelesen 156976 mal)

Banane

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #60 am: 25. Februar 2006, 22:41:11 »

Hallo,

nach meiner Erfahrung gibt es keine dauerhaft erfolgreichen Bekämpfungsmethoden gegen die Kräuselkrankheit bei Pfirsich (abgesehen von speziellen Fungiziden, die aber Hobbygärtnern nicht zur Verfügung stehen). So gesehen darf man auch von der Mischung aus Essigsäure und Wasserstoffperoxid keine Wunder erwarten.

Bei mir stehen seit mehr als 2 Jahrzehnten mehrere Weinbergpfirsiche im Garten, alle aus Samen aufgegangen.
Die Mutterpflanze ist etwa 25 Jahre alt und wird demnächst absterben. Die Pflanze hatte in all den Jahren nie die Kräuselkrankheit und bringt regelmäßig große Mengen an Früchten.

Bei den Sämlingen, die ich im Laufe der Jahre aus den Kernen zog, war das Bild nicht einheitlich. Etwa ein Drittel der Sämlinge war frei von der Krankheit und meistens blieb das auch so. Die anderen Sämlinge waren schon frühzeitig befallen und das blieb dann auch so.

Daraus schließe ich, dass es wohl genetische Ursachen dafür gibt, dass Pfirsichpflanzen unterschiedlich anfällig für die Kräuselkrankheit sind. Man weiß ja mittlerweile, dass es auch bei Pflanzen Stoffe gibt, die als eine Art von Immunsystem wirken.

Die wenigsten Enttäuschungen erlebt man nach meiner Erfahrungen, wenn man sich rasch und konsequent von seiner anfälligen Pflanze trennt und es neu mit einer robusteren heimischen Sorte versucht.

Dass man mit den Jungpflanzen aus den Gartenmärkten mehr Erfolg hat, bezweifle ich daher. Erfolgreicher ist es, wenn man sich von Gartennachbarn, die einen resistenten Baum haben, im Herbst einige Kerne geben lässt und nur die resistenten Sämlinge zurückbehält, die hieraus aufgehen.

l.G.
Banane


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pauliboy

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #61 am: 27. Februar 2006, 10:54:04 »

Ich versuch mal Wasserstoff/essig-ausgeizen und abgedeckt habb ich ihn auch (gut belüftet) wenn es nix brigt fliegt er raus und ich hol ne ressistente Sorte .
Vorschläge ????
Danke
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HAMBURG IST BRAUN-WEIß

Biobella

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #62 am: 27. Februar 2006, 11:00:24 »


Mein noch junger Pfirsichbaum ist wohl ein Kernechter, jedenfalls ist er auch aus einem Kern gezogen worden.
Da er in den wenigen Jahren seines Wachstums noch keine Zeichen von Kräuselkrankheit zeigte (er hat auch noch nicht geblüht), warte ich jetzt erstmal ab, bevor ich irgendwas spritze.
Vielleicht habe ich ja Glück, und es ist kein anfälliger Sämling. :D

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Günther

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #63 am: 27. Februar 2006, 16:14:48 »

Ich hab keinen Pfirsich, einerseits eben der Kräuslerei wegen, andererseits ist die Lage dafür ungeeignet.
Wie auch immer, alle Pfirsichisten meinen, daß es einerseits auf den Klon ankommt, manche halten besser durch, manche sind extrem anfällig. Abhilfen gibts meist Wundermittel, Kupferspritzung zum optimalen (!) Zeitpunkt soll helfen. Ein anderer, auch etwas suspekter Rat besagt, man solle ehestens die befallenen Blätter entfernen, ganz arg befallene Äste total abschneiden. Der Pfirsich bekäme bald neue Blätter und müßte das aushalten...
Naja.
Und nicht zu viel Stickstoff düngen!
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Re-Mark

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #64 am: 05. März 2006, 21:56:48 »

Hallo,

ich hab hier seit Wochen nicht mehr reingeschaut, da ich mich zuviel in Aquaristik-Foren rumgetrieben habe. Sorry.

Das mit dem H2O2 und Essig habe ich selber noch nicht ausprobiert, da mein Garten zu weit weg liegt und es diesen Winter einfach nicht lange genug warm war. Der Artikel, den ich da zirtiert habe war eindeutig: unter 10°C kann man es vergessen, besser mehr.

Und ja, so wie ich das verstanden habe nimmt man einfach 3%iges Wasserstoffperoxid und 3%ige Essiglösung und mischt beides zusammen. Also nicht 3% von jedem in der fertigen Mischung, sondern in den Komponenten.

Das das Zeug offiziell verboten ist dürfte auch klar sein, einfach deshalb, weil es nicht explizit zugelassen ist. Und für eine Zulassung müssten jedes Jahr neue Anträge gestellt werden, die Geld kosten. Im Klartext: etwas, das man sich selber für wenig Geld besorgen oder zusammenmischen kann wird in DE niemals zugelassen sein! Ja, das ist der Schwachsinn in unserem Land. Wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass so eine Regelung bei einigen giftigen Stoffen ihren Sinn hat, aber das Ergebnis, nämlich dass ein Hausmittel immer illegal ist, einfach weil es nichts kostet und daher niemand die Zulassung bezahlt, ist ja wohl Idiotie hoch drei!

Ob H2O2 nun als 'harmloses' Hausmittel zu betrachten ist, wäre ist eine andere Frage, aber die 3%ige Lösung kann man zum Gurgeln nehmen, also kann man die Kirche im Dorf lassen...

Tja, eigentlich wollte ich diesen Winter unbedingt spritzen, denn einer meiner Pfirsichsämlinge ist offenbar hoch anfällig. Mal sehen, ob sich kurzfristig noch eine Warmphase ergibt, in der ich zum Garten reise, und ob die Knospen dann noch nicht zu weit sind.

Bye,
Robert



EDIT (2007 nachträglich hinzugefügt): Auch in diesem Winter (2006/2007) habe ich es wieder nicht geschafft. Im Winter fahre ich dort normalerweise einfach nicht hin, weil der Weg zu lang ist. Dadurch, dass der Winter dieses Jahr ausgefallen ist, dürften die Knospen wahrscheinlich schon im Februar zu weit gewesen sein, als dass man sie noch wirksam hätte behandeln können. Und im Dezember hing das Laub noch dran... :-(

Hinweis: in der Mischung wird sich Peressigsäure bilden. Hier der Wikipedia-Eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Peressigsäure
Unter dem Artikel finden sich auch Links zu den Eigenschaften und zum korrekten Umgang damit. Peressigsäure wirkt stark haut- und augenreizend, und man sollte auch niemals stärkere als die oben angegebene Konzentration verwenden. Vorteil gegenüber Fungiziden wäre, dass keine giftigen Rückstände bleiben, die später in die Früchte oder in den Boden gelangen. Kinder oder Tiere muss man logischerweise trotzdem davon fernhalten, und der Anwender müsste sich um passenden Augenschutz kümmern und auf die Windrichtung achten, falls diese Methode bei uns einmal zugelassen würde, denn das ist sie noch nicht, daher darf man es auch nicht versuchen. ;-)
« Letzte Änderung: 12. April 2007, 16:11:12 von Re-Mark »
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max.

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #65 am: 09. März 2006, 19:29:03 »

nochmal etwas zur bekämpfung der kräuselkrankheit.
bei empfindlichen sorten (etwa die -haven-sorten):
eine spritzung mit kupfer 0,25% während dem laubfall.
dasselbe an einem warmen tag im jan/februar (>8 grad c)
eine spritzung mit euparen wenn die knospen schwellen. nicht vorher und nicht nachher.
manche sorten, etwa kernechter vom vorgebirge (roter ellerstädter) sind etwas weniger empfindlich.
es gibt seit einigen jahren eine "resistente" sorte. heißt revita. im nachbargarten ist vor zwei jahren gepflanztes bäumchen bisher symptomfrei geblieben. dieses jahr wird er tragen. ich werde dann berichten.
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Re-Mark

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #66 am: 09. März 2006, 20:21:06 »

Hi,

mein 'Revita' hatte letztes Jahr trotzdem einige gekräuselte Blätter. Nicht gleich komplette Zweige wie bei dem Sämling, aber resistent ist er schonmal doch nicht, und ob die Kräuselkrankheit nun jedes Jahr härter zuschlägt werde ich sehen... :-(
Trotzdem dürfte 'Revita' nach wie vor erste Wahl sein, weil die meisten anderen Sorten deutlich empflindlicher sind und man bei Sämlingen von 'Kernechter' & Co vorher nicht weiss, ob sie auch tolerant gegen den Pilz sind, Kernlösbarkeit und Geschmack gegeben sind.

Bye,
Robert
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bristlecone

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #67 am: 09. März 2006, 20:53:27 »

Ob H2O2 nun als 'harmloses' Hausmittel zu betrachten ist, wäre ist eine andere Frage, aber die 3%ige Lösung kann man zum Gurgeln nehmen, also kann man die Kirche im Dorf lassen...
Zwar OT, aber es sollte niemand auf die Idee kommen, mit der 3 %igen Lösung zu gurgeln. Das tut im günstigsten Fall ziemlich weh und gibt im schlimmsten Fall schlimme Schleimhautreizungen. :o
Wenn schon H2O2 zum gurgeln, dann etwa ein Esslöffel auf ein großes Glas wasser! Soll aber zum K... schmecken :(
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Re-Mark

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #68 am: 10. März 2006, 13:54:37 »

Hm, du hast einerseits recht: auf der Flasche meiner 3%igen Wasserstoffperoxidlösung steht: 5- bis 10-fach verdünnen. Aber mein Zahnarzt hatte mir gesagt, dass ich damit unverdünnt meinen Mund ausspülen solle, und das habe ich auch schon einige Male getan. (Ok, war kein Gurgeln, sondern halt einige Sprizter in den Mund, ein paarmal durch die Zähne drücken, dann ausspucken und mit Wasser nachspülen.) Werde ihn demnächst nochmal darauf ansprechen.

Danke für die Richtigstellung.

Bye,
Robert
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Re-Mark

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #69 am: 10. März 2006, 23:21:03 »

Mein Revita hat letztes Jahr nichtmal geblüht. ::)
Aber ich denke, letzts Jahr war das verzeihlich.

Dieser Winter ist meiner Meinung nach zumindest hier in der Region Berlin-Brandenburg bisher ziemlich gut verlaufen. Andere meinen vielleicht, dass es zu lange kalt wäre, aber so lange die Kälte nicht von einer Warmphase unterbrochen wird und dann wieder einsetzt sollte das doch für uns Obstliebhaber perfekt sein, oder? Wenn Pfirsiche, Aprikosen & Co möglichst lange im Winterschlaf bleiben, müsste das Risiko für Frostschäden geringer sein.

Bye,
Robert
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netrag

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #70 am: 19. Mai 2006, 12:48:45 »

Hallo,
habe Wasserstoffperoxid + Essig ausprobiert. Leider kein Erfolg. Der Spritzzeitpunkt war vieleicht zu spät. Ich versuche es noch einmal mit einer Herbstspritzung.
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netrag

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #71 am: 28. Juni 2006, 12:42:59 »

Hallo,
habe einen Teil meiner Kräuselbäume mit 5%igem Essig gespritzt.
Das Ergebnis: stark befallene Blätter sind vertrocknet und abgefallen. Bei leicht befallenen Blättern sind die Befallsstellen vertrocknet. Der Neuaustrieb ist faßt befallsfrei. Habe jetzt ein 2.malgespritzt. Die Pfirsischblätter haben es gut überstanden.
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netrag

max.

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #72 am: 29. Juni 2006, 00:03:04 »

@netrag,
Zitat
stark befallene Blätter sind vertrocknet und abgefallen. Bei leicht befallenen Blättern sind die Befallsstellen vertrocknet. Der Neuaustrieb ist faßt befallsfrei.
das gleiche ist aber auch der fall, wenn nicht gespritzt wird.
eine erfolgreiche abwehrmaßnahme gegen die kräuselkrankheit sollte diese garnicht erst aufkommen lassen.
übrigens: nachbars resistenter revita hat immer noch so gut wie keine kräuselkrankheit. (schätze: 1% der blätter höchstens)
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leni w †

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #73 am: 29. Juni 2006, 00:21:07 »

wir haben auch einen pfirsichbaum im garten, der mit der kräuselkrankheit zu kämpfen hat. seit jahren beobachten wir aber, dass im juni die befallenen blätter abfallen und der baum hinterher praktisch befallsfrei ist - ohne das wir irgendetwas machen, ausser den baum ab und zu leicht zu schütteln, um beim blattfall behilflich zu sein ;-)

grüsse von leni w
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liebe grüße von leni w

max.

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Re:Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #74 am: 29. Juni 2006, 00:24:44 »

robuste sorten machen das auch problemlos mit- sie tragen dann halt etwas schlechter, als sie es mit vollem laub getan hätten. empfindliche sorten, und darunter sind sehr wohlschmeckende, gehen nach einigen jahren ein, wenn sie nicht behandelt werden.
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