Knorbs,
Dein Bild mit dem Dictamus sieht soo schön üppig aus. Bitte Mehr Bilder und wenns geht etwas größer?
Cydora,
Ich mag Deine grün-weiß-Magentafarbien Kompositionen sehr!

Welches Geranium ist das auf dem 3. Bild?
... Und das Bild mit dem dunklen Holunder und weißem Rittersporn vor gelbbuntem Liguster.
Löwenmäulchen,
Dein Erodium ist ganz entzückend!
hihi mein Rasen sieht so ähnlich aus.
Macranta,
Dein Bild mit den Cirsium hat wirklich eine sehr schöne Athmosphäre
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zitat von Jo:
was ich Dich schon öfter mal fragen wollte:
Welche Gestaltungskriterien wendest Du in Deinen privaten Beeten bzw. Planungen an?
z.B. Farbschemata, Lebensbereiche, Strukturen, Art der Flächenaufteilung, Höhenstaffelung, Blütezeitpunkte usw.
Oder ist alles Intuition oder gar reiner Zufall (letzteres kann ich mir partout nicht vorstellen bei Dir)?
Tja Jo, dann will ich's mal versuchen ...
- Ich denke bei mir steht an erster Stelle die Frage der
Flächenaufteilung. Dies zieht räumliches Denken nach sich.
Pflanzen-Volumen (oder senktechte Flächen) bilden einen Rahmen oder verengen das Blickfeld. Sie sorgen für Staffelungen in Vordergrund, Mittelgrund Hintergrund.
- Danach kommt bei mir die
Pflanzenauswahl. Erstes Auswahlkriteriun sind die
Standortbedingungen. (dabei experimentiere ich bei mir selbst ständig mit der "Standortamplitude")
- Ich versuche einem Beet ein
farbliches oder anderes stilistisches Thema zu geben und wähle danach aus. Oft ist das einfach nur ein Schwerpunkt und der Ausschluss einer Farbe. (z.B. hier sollen viele Gräser hin, keine Geraniums und nix Gelbes oder Oranges)
Für den Stil der Pflanzung sind mir Blüten- und Blattfarbe sowie Struktur und Habitus wichtig.
Der Stil wird nach meiner Meinung in erster Linie durch
Struktur und Habitus geprägt dazu gehört auch die bewußte Entscheidung für Prachtstauden oder natürlich wirkender Auslesen.
(für manche meiner Kunden heißt das Thema einfach nur "Durchblühen" für die wähle ich möglichst viele narrensichere Dauerblüher aus und versuche dabei Farbschocks zu vermeiden)
- Natürlich ist
Blütezeit und deren Staffelung auch wichtig. Auch die Frage, wie sieht die Pflanze nach der Blüte aus.
- Bei mir selbst kommt dann noch der
Sponti-Faktor ins Spiel:
1. Vagabunden wie Muttekraut, Akelei, Ziertabak, Verbena bonariensis etc. sind erwünscht. Manche werden aber auch kaltherzig gejätet.
2. Spontanes Verlieben in Pflanzen, für die sich dann dann zuhause kein Platz findet.
3. da ich bei mir nicht auf dem leeren Acker gärtnere, sondern immer auf das schon Vorhandene reagieren muss, gibt es viele Ungereimtheiten in den Beeten, die oft lange warten müssen bis ich es endlich mal schaffe.
Cydora,
Danke an Dich für Deine Ausführungen zu diesem Thema.
Sehr anschaulich auch Deine Ansichten durch die Jahreszeiten