Das ist ein nicht zu vernachlässigender Punkt!
Der Nachteil all dieser Wechselobjektive samt großer Kamera ist nun leider, dass sie spazieren getragen werden muss. Und beim Kartieren halte ich den Ballast lieber gering. Allerdings begegnen mir im Gelände eben auch Pflanzen, Tiere, Landschaften samt Sonnenuntergängen, die richtig gut festzuhalten sich lohnen würde.
Für die allermeisten dieser Motive wirst du keine DSLR brauchen, da wird dir eine gute Kompaktkamera Ergebnisse liefern, an denen es nichts auszusetzen gibt.
Die Entscheidung, ob du für die Fotos, für die du mit einer DSLR besser bedient bist, eine solche mitschleppen willst, kann dir niemand abnehmen. Ich persönlich finde das Geschleppe nicht besonders schlimm und renne auch auf Reisen meist mit einem Fotorucksack herum, in dem neben Kamera, Wechselobjektiven und Zweitakku noch ein paar andere Dinge Platz haben.
Um mal einen Vorschlag für eine mögliche DSLR-Objektivkombination zu machen: Eine Nikon D3100 - das ist Nikons "Einsteigermodell" - kostet etwa 430 Euro, in Kombination mit einem einfachen Zoom, dem 18 - 55 mm mit Bildstabilisator, etwas über 500 Euro. Dieses Zoom ist ein Plastikteil, aber die Optik ist gut, und es hat einen Bildstabilisator. Ich verwende es oft für Alltagssituationen, da reicht es völlig aus.
Für Makroaufnahmen von Pflanzen könntest du ein Nikon AF-S DX Micro-Nikkor 40mm 1:2,8G nehmen, das etwa 230 Euro kostet. Für Makroaufnahmen von Insekten ist diese Brennweite etwas kurz, da wären 60 mm besser und 100 mm noch besser, vielleicht sogar 200 mm. Aber da muss man dann deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Alternative: ein gebrauchtes Makro. Das AF 60 mm Mikro Nikkor kann man gebraucht für etwa 300 Euro bekommen. Das Objektiv ist sehr gut, hat allerdings keinen Bildstabilisator. Das gleiche gilt für das AF 105 mm, das aktuell bei ebay für etwa 350 Euro zu haben ist.
Mit der Zeit wirst du ein Objektiv haben wollen, dass den Telebereich abdeckt.
Oder du "erledigst" das mit einem Zoom: Es gibt von Nikon ein 18-200 mm Zoom, das in aussagekräftigen Tests gut abschneidet - siehe
hier, aber über 700 Euro kostet. Die Bildqualität ist angesichts des Zoombereichs, das es abdeckt, offenbar gut (ich kenn das Teil nicht), aber man muss sich drüber im Klaren sein, dass man da natürlich Abstriche in Kauf nehmen muss im Vergleich zu anderen Zooms, die kleinere Bereiche abdecken.
Die Qual der Wahl.
Du hättest dann zwei oder drei Objektive, die du mit der Kamera herumschleppen müsstest.
Mit Canon und Pentax kenne ich mich nicht aus, im Prinzip wird es da ähnliche Möglichkeiten geben.
Noch eins: Die genannten Objektive - mit Ausnahme der AF 60 und 105-mm-Makros - sind für das DX-Format ausgelegt. Für Nikon-Kameras mit FX-Vollformatsensor (der Sensor hat die Größe des früheren Kleinbildfilms) sind sie nicht geeignet. Man kann sie zwar verwenden, aber die Kamera verwendet dann nur einen Teil des großen Sensors, damit wäre der Vorteil des FX-Sensors dahin.
Solltest du also Gefallen an DSLR finden und vielleicht später mal mit FX liebäugeln, wäre es angebracht, von Anfang an FX-taugliche Objektive zu nehmen.
Allerdings kostest die günstigste Kamera mit FX-Sensor, die D700, knapp 2000 Euro. Könnte aber sein, dass in etwa einem halben Jahr einige gebrauchte etwas günstiger auf den Markt kommen.
Summa summarum mein Tipp: Wenn du eine DSLR möchtest, wärst du mit einem Kit aus einer Nikon D3100 mit dem Nikon AF-S DX Zoom-Nikkor 18-55mm 1:3,5-5,6G ED II gut bedient. Dazu würde ich mir als Makro ein Teil gönnen, dass das Vollformat FX abdeckt. Vermutlich das Nikon AF-S Micro-Nikkor 105mm 1:2,8G VR Objektiv - kostest stolze 800 Euro

, funktioniert aber auch mit FX und ist mit Sicherheit eine Anschaffung für den Rest des Fotografenlebens (und das etwaiger fotobesessener Erben)!