Ja, die Dateigröße und die Rechengeschwindigkeit sind nicht zu unterschätzen.
Wenn man sich aber anschaut, wie rasant Speicher- und Leistungsfähigkeit der Computer bisher immer weiter zugenommen haben, sollte man das auch nicht überbewerten.
Thomas:
Hier gibt es eine Übersicht über die Größe der Sensoren, die Pixeldichte und die Größe einzelner Pixel bei diversen Kameras.
Nehmen wir die Canon G12 als sehr gute, moderne Kompaktkamera mit 10 MP: Ein einzelnes Pixel misst dort 2,1 µm.
Viele Kompaktkameras haben Pixelgrößen von unter 2 µm.
Die D700 ist in der Liste nicht drin, aber die D3S mit ebenfalls 12 MP im FX-Format: Ein Pixel hat 8,4 µm.
Die D7000 und die D800 (nicht in der Tabelle) haben Pixel von knapp 5 µm.
Bei einer Mittelformat-Leica-S2 sind es 5,9 µm - ähnlich auch eine D300 mit 5,5 µm.
Man sieht, von den Pixelgrößen bei Kompaktkameras sind auch die neueren DSLR noch ein ganzes Stück weg.
Klar: Wenn die Auflösung steigt, werden die Pixel kleiner, und die Empfindlichkeit des einzelnen Pixels sinkt.
Das war früher bei Diafilmen auch nicht viel anders.
Was das Rauschverhalten der neueren DSLR angeht: Es ist sicher kein Zufall, dass die Empfindlichkeit bei der D800 sogar bis 50 ISO herunter geht.
Damit kommen wir nun so langsam in Bereiche, die früher mal besten Diafilmen vorbehalten waren.
Womit ich nicht sagen will, dass die in der Gesamtbewertung des Bildeindrucks bessere Ergebnisse liefern als digitale Sensoren.
Nur: Nachdem in letzter Zeit ein Marketing-Trend zu immer höheren ISO-Werten zu verzeichnen war, finde ich es nicht schlecht, dass nun vielleicht auch der Aspekt "hohe Bildqualität bei niedrigerer Empfindlichkeit" mal wieder auftaucht.