Hallo Leutz
man kann/darf/soll/muß ? warum eigentlich
Wenn ich Wölfe beim Spielen fotografieren will, dann brauch ich den Zaun nicht und er wird meistens stören.
Wenn ich Wölfe im Gehege fotografieren will, dann brauche ich den Zaun.
Jetzt taucht aber noch eine weitere Frage auf: will ich
a ein Abbild oder
b ein Bild "machen"
Ein Abbild sollte möglichst objektiv sein.
Die Kamera ist objektiv (früher gab es dann vor allem das Problem mit den Farbstichen Morgensonne, Abendsonne, Wolken, Schatten ...), heute "korrigiert" die Hamera das weitgehend, genau wie das Auge.
Der Fotograf ist subjektiv
Die Kamera ist einäugig und sieht nicht räumlich, im Gegensatz zum Fotografen.
Die Farben verändern sich je nach Umweltbedingungen.
Bei der Wahl des Ausschnittes manipuliere (sorry Thomas) ich schon (mit Zaun und Holzhütte oder ohne)
Aber dazu ist eigendlich hier alles schon gesagt worden (ich faase (versuche) nur noch einmal zusammen)
Jetzt kann ich aber mit der Kamera (und der Bearbeitung) auch ein Bild machen, z. B. für eine Märchengeschichte mit einem realen Mädchen.
Es gab eine Zeit, da durften/sollten/mußten Folksongs mit einer klassischen Gitarre gespielt werden, bis Bob Dillan plötzlich mit einer elektrischen Gitarre auftauchte ... und heute gibt es Technomusik.
Nun geht es hier um Naturfotografie ...... na und ?
ist das eine von mir eingestellte Bild kein Naturbild ?
Die Übergänge zwischen Abbild (eh schon fragwürdig) und Bild sind fließend,
es bleibt immer die Frage nach der Qualität.
Gruß Henning