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Autor Thema: Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"  (Gelesen 4360 mal)

Rieke

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Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« am: 28. November 2010, 18:37:28 »

Ich habe einen Spatzen-Nistkasten mit insgesamt 3 Bruthöhlen, die übereinander angeordnet sind, geschenkt bekommen :D.

Bloß, wo hänge ich den hin? Direkt an unser Haus geht nicht (Wärmedämmung). Wie hoch muß so ein Kasten hängen, damit er akzeptiert wird? Eine Variante wäre unser Schuppen, Ostseite, am Giebel, unter dem vorspringenden Dach. Firsthöhe der Hütte ist 2,20m. Dort würden sie wenig gestört werden, denn direkt daneben wuchert die stachlige American Pillar. Wie wichtig ist ein freier Anflug für Spatzen? Die Rose wächst mit ca. 2 m Abstand von der Hütte, die ersten Zweige liegen schon auf dem Dach. Weiter unten lassen wir sie nicht wuchern, denn die Rückseite der Hütte soll für uns zugänglich bleiben.

Viele Grüße

Rieke
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Cryptomeria

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #1 am: 28. November 2010, 22:13:54 »

Hallo Rieke,

bei mir brüten viele Sperlinge auch in 2 m Höhe. Ich denke aber sie gehen lieber etwas höher. Also ganz freier Anflug scheint nicht notwendig. Bei mir brüten sie auch zwischen den Ranken einer Kletterhortensie. Ich würde es ausprobieren. Wenn du keine bessere Stelle hast, würde ich dort aufhängen und beobachten, wie der Kasten angenommen wird. Idealer wäre wahrscheinlich etwas höher.
Schön solche Kästen, ich kenne sie.

Viele Grüße

Wolfgang
« Letzte Änderung: 28. November 2010, 22:14:48 von Cryptomeria »
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Rieke

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #2 am: 29. November 2010, 18:13:15 »

Dann versuchen wir es mal mit dieser Stelle.
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Insector

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #3 am: 30. November 2010, 08:56:33 »

Warum kannst du denn Kasten nicht ans Haus hängen? Wärmedämmung?...ist dein Problem dass befestigen des Kastens oder hast du"Angst" wegen deiner Wärmedämmung? Mit dem richtigen Material ist es kein Problem auch an einem gedämmten Haus etwas sicher!!! zu befestigen .
gruss
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Rieke

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #4 am: 30. November 2010, 09:37:28 »

Ich habe nicht "Angst" wg. der Wärmedämmung. Jede Bohrung in die Dämmung schafft nunmal eine Wärmebrücke, auch wenn sie mit den dafür geeigneten Dübeln usw. ausgeführt wird. Ich habe nicht ziemlich viel Geld für eine vernünftige Dämmung ausgegeben, um sie dann in einen Schweizer Käse zu verwandeln.

Der Fledermauskasten, den wir an der Fassade haben, zeichnet sich in der Thermographie jedenfalls deutlich ab - die Meisen wissen schon, warum sie ihn als Winterquartier nehmen, obwohl er für sie recht unbequem sein dürfte.

Viele Grüße

Rieke
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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #5 am: 01. Dezember 2010, 08:33:50 »

Hallo Rieke,

du sollst ja auch nicht ...einen schweizer Käse aus deiner Wand machen.... . bestesteht die Möglichkeit ein Edelstahlseil an den evt. sichtbaren Dachbalken zu bef. , dann könnte das "Hochhaus" daran hängen ohne die Wand zu beschädigen und zur Fixierung noch mit etwas Montagekleber an der Wand "ankleben".

gruss
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Rieke

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #6 am: 01. Dezember 2010, 10:42:02 »

Eine ähnliche Lösung haben wir auch schon diskutiert, aber unser Haus ist ein klassischer Würfel (in Hamburg heißt sowas Kaffeemühle). Um da oben dran zu kommen, ist entweder Akrobatik auf´m Fensterbrett nötig oder eine wirklich hohe Leiter, wenn nicht sogar ein kleines Gerüst :-\ . Und die Stelle, die von innen am besten zu erreichen wäre, ist direkt über der Kellertreppe - auch nicht so günstig.
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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #7 am: 01. Dezember 2010, 12:52:24 »

Hm,Hm..Hm..was für Probleme , Drahtseil "links und rechts" am Dach bef. und zental ...oder gewünschter Stelle Seil nach unten ??? .Andere Möglichkeit! das Hochhaus ...falls es die Form und Gewicht zulässt :-\ ankleben und zusätzlich mit einem Rahmen ...ebenfalls geklebt fixieren (Montagekleber für aussen).

Gruss
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agathe

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #8 am: 02. Dezember 2010, 08:29:58 »

so ein zweifamilienhaus haben wir seit vorgestern auch:


009vogelhaus.jpg

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thegardener

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #9 am: 02. Dezember 2010, 21:49:02 »

... und es schadet auch nicht , wenn die Kästen nur in 2 Meter Höhe aufgehängt werden . In meinem Starenkasten in 2 Metern haben erfolgreich Spatzen gebrütet trotz höherer Alternative .
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Querkopf

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #10 am: 05. Dezember 2010, 13:42:31 »

Hallo, Rieke,

was du über deinen Platz an der Schuppenwand schreibst, klingt gut, ich würd's ausprobieren.

Geringe Höhe scheint Spatzen wenig auszumachen. Bei unseren Nachbarn z. B. hängt ein Kasten (oder sind's zwei?) ebenfalls an einem Schuppen, Mini-Bau, insgesamt keine 2 m hoch. Der Nistkasten ist an der Rückseite angebracht, ca. 1,5 m hoch - und immer belegt. Wichtiger als die Höhe scheint geschützte Lage, und die gibt's dort: keine glühende Sommersonne (Nordseite), kein Reinregnen (kleiner Dachüberstand), "Unsichtbarkeit" durch dichten Efeubewuchs. Ich kenne weitere Beispiele von Spatzenbruten auf überraschend niedriger Höhe, auch mitten im Innenstadtbereich (efeubewachsene Mauer).

Allerdings habe ich von einem Ornithologen gehört, die Hoch- oder Reihenhäuser für Spatzen seien als solche durchweg Flops, die Konstruktion basiere auf einem wissenschaftlichen Irrtum - Spatzen seien trotz Geselligkeit nicht geneigt, in solcher Enge zu brüten, 1 m Abstand zwischen den einzelnen Nisthilfen sei schon nötig. Kann sein, dass er Recht hat; in meinem eigenen Spatzen-Reihenhaus war jedenfalls nur eine "Wohnung" belegt (es hängt aber erst seit Frühjahr).

Schöne Grüße
Querkopf
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"Konsequenz heißt auch den Holzweg bis zum Ende zu gehen!"
Online-Leserkommentar zu einem Artikel der österreichischen Zeitung "Der Standard" über Donald Trump, 30.04.2020

Rieke

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #11 am: 05. Dezember 2010, 19:14:28 »

Zitat
Allerdings habe ich von einem Ornithologen gehört, die Hoch- oder Reihenhäuser für Spatzen seien als solche durchweg Flops, die Konstruktion basiere auf einem wissenschaftlichen Irrtum


Interessant. Vor ein paar Jahren habe ich im Zoo Berlin das erste Mal Spatzenreihenhäuser gesehen. Ich kann mich noch erinnern, daß da Spatzen gebrütet haben, aber ich weiß nicht mehr, ob direkt benachbarte Höhlen belegt waren. Die Kästen hingen jedenfalls nicht besonders hoch und nahe an einem Weg.

Ich habe auch noch etwas recherchiert. Im Internet gibt es leider wenig konkrete Informationen, nur etliche Verkäufer von solchen Nistkästen.

Ich werde den Kasten an die Schuppenwand hängen und abwarten, was passiert.

@agathe: so schick bunt ist mein Nistkasten nicht, dafür sogar für 3 Familien.

Viele Grüße

Rieke
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neinties

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Re:Wohin mit dem "Spatzen-Hochhaus"
« Antwort #12 am: 06. Dezember 2010, 10:42:40 »

Also nach meiner Einschätzung werden diese Mehrfamilienhäuser überhaupt nicht angenommen! So schick sie auch fürs Auge sind. Die Grundfläche ist viel zu klein für Haussperlinge, die ja gerne den gesamten Kasten mit Moos vollstopfen.

Hierbei handelt es sich mehr um Schmuckstücke für den Garten, die man rein zu Deko-Zwecken aufhängt. Darauf hoffen, dass da mal ein Vogel reingeht, sollte man aber im Rohbauzustand nicht. Möchte man gefiederte Freunde ansiedeln, kommt man um einen Ausbau nicht herum.

Ich habe auch so einen Doppel-Bungalow mit einer (!) Klappe auf der Rückseite, bei dem es witzigerweise gar keine Zwischendecke gibt. Die beiden Wohnräume sind also im Innern nicht mit einem Brett unterteilt sondern gehen direkt ineinander über. ???

Wie soll das in der Realität funktionieren? Wenn ein Sperlingspaar in der Erdgeschoss-Wohnung brütet wird das Nest einfach von den Mietern im 2. Stock überbaut und die Jungen sterben?

Haussperlinge sind echte Messies! Sie lieben es, ihre komplette Mietwohnung mit Gras und Bändern zuzumüllen und benötigen daher entsprechend Raum.
Ich habe das untere Einflugsloch mit einem Brett versiegelt so dass nun der gesamte Kasten für ein Spatzenpaar zur Verfügung steht.

Spatzen haben eine große Fluchtdistanz und bevorzugen daher ruhige Stellen mit freier Einflugschneise. Man muss nur mal im Winter das Fenster öffnen und schon macht die ganze Schar der sonst so frechen Räuber den Abflug.

Ein Reihenhaus habe ich vor 2 Jahren selbst gebaut und hoch oben am Autoschuppen angebracht, ebenfalls mit zwei Öffnungen. Auch dieses Hotel dient im Winter zwar einigen Sperlingen als Nachtverbleib, wird aber im Sommer nicht angenommen.

Dafür gehen die Spatzen mit Vorliebe in einen von mir gebauten Schrottkasten, der ursprünglich mal eine zu groß geratene Halbhöhle war. Diese überdimensionale Wuchtbrumme, die auf einen Vermessungsfehler zurückzuführen ist und bei der ich die Öffnung mit Sperrholzplatten vernagelt habe, wurde im letzten Jahr sehr gut angenommen!

Zu meinem Erstaunen haben die Eltern fünfmal erfolgreich ihren Nachwuchs darin großgezogen, ohne dass ich das Nest zwischendurch reinigen oder entfernen musste. Sie haben es einfach wiederverwendet, und das, obwohl der Kasten gerade mal 1,20 Meter hoch hängt und ich ohne Hilfsmittel hineinschauen kann.

Man darf trotz aller Schönheit oder Hässlichkeit nicht vergessen, dass der Nistkasten vor allem eine Eigenschaft erfüllen muss: Praktisch sollte er sein!
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2010, 10:54:41 von neinties »
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04. Februar 2010 - erste Sichtung einer Wacholderdrossel am Futterplatz
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