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News: Manche Leute sind gerade noch aufgeklärt genug, um an Gespenster nicht zu glauben, aber immerhin imZweifel, ob nicht vor hundert Jahren noch welche existiert haben. (Arthur Schnitzler)
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Autor Thema: Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?  (Gelesen 135868 mal)

maliko

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #45 am: 18. Oktober 2012, 10:13:16 »

Hobbymäßig etwas planen und Gartengestaltung berufsmäßig ausüben - das ist ein Unterschied.
"etwas dafür verlangen" ?
Professionelle Gartenplaner haben in der Regel eine mehrjährige Ausbildung (Gärtnerlehre, Studium). Ihre Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf den Gestaltungsplan aus der Vogelperspektive, sondern umfasst auch konstruktive Elemente, Geländegestaltungen....Dinge, die mit Risiken verbunden sind (Treppen). Es sind entsprechende Versicherungen abzuschließen. Es sind Sozialabgaben zu leisten..... 1000 Dinge. Denen die Honorare kaum entsprechen. Und dazu kommt die seit Jahren eher angespannte Auftragslage. Es ist ein schwieriges Brot.
Oft sind potentielle Kunden erstaunt, dass ihr Garten eben nicht für "eine gute Flasche Wein" geplant werden kann. Wo es doch die Freundin der Freundin umsonst gemacht hat. >:(

Es gibt durchaus talentierte Hobbygärtner, die wirklich gute Ideen auf den Weg bringen. Und Gärtner, die voll daneben liegen (wir haben entsprechene threads). Aber bitte bleibt doch etwas bescheiden und selbstkritisch !

Ich bin jedenfalls froh, meinen Schwerpunkt anders gesetzt zu haben und mein Brot nicht primär mit Gartengestaltung verdienen zu müssen - weil der Markt zu eng und die Arbeit so umfänglich, so detailreich und anspruchsvoll ist, dass sie honorarmäßig kaum abzudecken ist.

Ich glaube, ich hab mich etwas in Rage und OT geschrieben. Sorry. Aber das bleibt jetzt so stehen. Bitte denkt einmal drüber nach.

maliko
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maliko

hymenocallis

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #46 am: 18. Oktober 2012, 10:43:36 »

Hobbymäßig etwas planen und Gartengestaltung berufsmäßig ausüben - das ist ein Unterschied.
"etwas dafür verlangen" ?
Professionelle Gartenplaner haben in der Regel eine mehrjährige Ausbildung (Gärtnerlehre, Studium). Ihre Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf den Gestaltungsplan aus der Vogelperspektive, sondern umfasst auch konstruktive Elemente, Geländegestaltungen....Dinge, die mit Risiken verbunden sind (Treppen). Es sind entsprechende Versicherungen abzuschließen. Es sind Sozialabgaben zu leisten..... 1000 Dinge. Denen die Honorare kaum entsprechen. Und dazu kommt die seit Jahren eher angespannte Auftragslage. Es ist ein schwieriges Brot.
Oft sind potentielle Kunden erstaunt, dass ihr Garten eben nicht für "eine gute Flasche Wein" geplant werden kann. Wo es doch die Freundin der Freundin umsonst gemacht hat. >:(

Es gibt durchaus talentierte Hobbygärtner, die wirklich gute Ideen auf den Weg bringen. Und Gärtner, die voll daneben liegen (wir haben entsprechene threads). Aber bitte bleibt doch etwas bescheiden und selbstkritisch !

Ich bin jedenfalls froh, meinen Schwerpunkt anders gesetzt zu haben und mein Brot nicht primär mit Gartengestaltung verdienen zu müssen - weil der Markt zu eng und die Arbeit so umfänglich, so detailreich und anspruchsvoll ist, dass sie honorarmäßig kaum abzudecken ist.

Ich glaube, ich hab mich etwas in Rage und OT geschrieben. Sorry. Aber das bleibt jetzt so stehen. Bitte denkt einmal drüber nach.

maliko

Ich sehe das genau wie Du und denke deswegen auch nicht ernsthaft darüber nach - ich kenne den Profi-Job zu gut (wir sind mit einem recht erfahrenen befreundet) und weiß genau, daß die technische Seite der Gestaltung unglaublich viel Know-How und Erfahrung benötigt. Gerade Geländeveränderungen, Ent- und Bewässerungen, großflächige oder tiefe Fundamentierungsarbeiten, Teichbau etc. sind etwas, bei dem auch wir nur als Hilfskräfte den Profi unterstützen können. Abgesehen davon hätte ich nicht die Nerven, mich mit der ahnungslosen aber anspruchsvollen Kundschaft herumzuärgern, die jeden modernen Mist im Garten haben will (siehe auch den Fäng Schui Threat).

Es gibt aber auch Gärten, die ohne soviel Aufwand auskommen, weil sie kleiner sind, ebenes Gelände haben und keine aufwändigen baulichen Maßnahmen gewünscht werden. Die kann man auch als ambitionierter Laie ansprechend gestalten - vorausgesetzt, man hat sich schon einige Zeit mit der Materie beschäftigt. Aber selbst das ist zeitlich sehr aufwändig und wäre mit einem Stundenhonorar nicht abzudecken. Ich mach das deswegen nur für enge Freunde und nur in beschränktem Rahmen. Die Umsetzung der technischen Seite wird dabei auch delegiert - beim Pflanzen helfe ich noch aktiv mit - das macht mir einfach zu viel Spaß.

LG

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Gartenplaner

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #47 am: 18. Oktober 2012, 12:23:40 »

Hallo allerseits,
hallo Hymenocallis,  :)
wie schon geschrieben, du "verdirbst" mir keinesfalls den Tag - durchdachte und fundierte Anmerkungen sind gern gesehen.

Aber ich denke mal, dass hier auch unterschiedliche Geschmäcker zum tragen kommen - für dich macht ein Weglassen von 30% deiner Ideen erst eine ausgewogene, gute Gestaltung aus - ich würds, wenns für mich privat wäre, möglicherweise noch zu "leer" finden....oder aber, ich würde es auch als genau richtig so empfinden.......das kann ich nicht beurteilen  :)

Ich bin in meinem Garten ja auch nicht der Beschränkung unterworfen, einen Kunden nicht zu überfordern mit skurrilen Ideen - ich kann mich austoben!
Und wenns mir so gefällt, muss das nicht allgemeintauglich sein - ich würde auch niemanden bequatschen, etwas Schräges in seinen Garten zu bringen, wenn es demjenigen nicht entspricht und/oder er den Mut dazu nicht hätte  :D


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
« Letzte Änderung: 05. September 2018, 15:16:40 von Gartenplaner »
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hymenocallis

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #48 am: 18. Oktober 2012, 12:33:10 »

Aber ich denke mal, dass hier auch unterschiedliche Geschmäcker zum tragen kommen - für dich macht ein Weglassen von 30% deiner Ideen erst eine ausgewogene, gute Gestaltung aus - ich würds, wenns für mich privat wäre, möglicherweise noch zu "leer" finden....oder aber, ich würde es auch als genau richtig so empfinden.......das kann ich nicht beurteilen :)
Klappt nur mit Ausprobieren - und Weglassen ist auch nicht einfach; oft muß man länger tüfteln, um zu sehen, welches Teil/Detail unverzichtbar ist und welches eigentlich schon zu viel. Ich übe schon ein paar Jahre.

Meine Kommentare waren maximal als Anregung gedacht - eventuell eine Perspektive, die für Dich so noch nicht wahrnehmbar ist. Ich wurde diesbezüglich auch von außen sensibilisiert - zuerst war ich sehr dagegen, inzwischen bin ich immer öfter dafür.

LG

PS: Wir haben auch einen asiatischen Gartenteil in einer Art 'Hofsituation' realisiert. Buddha gibt es dort auch keinen. ;)
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Martina777

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #49 am: 18. Oktober 2012, 12:47:46 »

Buddha gibt es dort auch keinen. ;)

Buddhas kann man u.a. auch dadurch von ihrer übertriebenen emotionalen oder optischen Last befreien, indem man mehrere, gerne auch teils abgewittert oder halb kaputt, kombiniert. Aber ich geb zu, ich liebe einen entspannten gerne auch selbstironischen Pippi-Langstrumpf-Stil und suche mehr die Brüche als die Harmonien. Bloss sind für mich Brüche eher Zitate oder Hinweise - und da erkenne ich in dem hier gezeigten Garten sehr vieles in diesem Sinn.

Den Garten zur Bühne und zum Mausoleum machen :D

Nebenbei finde ich, den Garten seiner Kindheit umzugestalten, ist nochmal eine eigene Sache.
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hymenocallis

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #50 am: 18. Oktober 2012, 12:55:55 »

Bloss sind für mich Brüche eher Zitate oder Hinweise - und da erkenne ich in dem hier gezeigten Garten sehr vieles in diesem Sinn.
Die Menge machts - oder eben auch nicht.

Nebenbei finde ich, den Garten seiner Kindheit umzugestalten, ist nochmal eine eigene Sache.
Je nachdem, ob man ihn angenehm oder unangenehm in Erinnerung hat. Ich würde den Garten meiner Kindheit roden und völlig neu erschaffen.

LG
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Gartenplaner

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #51 am: 18. Oktober 2012, 14:32:28 »

Buddhas kann man u.a. auch dadurch von ihrer übertriebenen emotionalen oder optischen Last befreien, indem man mehrere, gerne auch teils abgewittert oder halb kaputt, kombiniert. Aber ich geb zu, ich liebe einen entspannten gerne auch selbstironischen Pippi-Langstrumpf-Stil und suche mehr die Brüche als die Harmonien. Bloss sind für mich Brüche eher Zitate oder Hinweise - und da erkenne ich in dem hier gezeigten Garten sehr vieles in diesem Sinn.

Den Garten zur Bühne und zum Mausoleum machen  :D

Nebenbei finde ich, den Garten seiner Kindheit umzugestalten, ist nochmal eine eigene Sache.

Hallo Martina,
ich habe mal in einem Gartengestaltungsbuch eine kleine Armee von quietschbunten Gartenzwergen gesehen, die in Reih und Glied durch einen waldartigen, efeubedeckten Gartenbereich marschierten - und es hatte was  ;D
Ich weiß nicht, wie es in die restliche Gestaltung integriert war, aber ich stehe solchen "Knalleffekten" erst einmal nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, wenn sie eine überlegte Aussage haben  :)

Ich bin nun recht zwiespältig, was japanische Gärten in Europa angeht - sprich ohne den kulturell-religösen Hintergrund.
Und als ich den Yoga-Frosch entdeckte, musste ich erst einmal herzhaft lachen - und dachte dann, dass das genau der ironisch-sarkastische Kommentar zu einem japanoiden Gartenbereich wäre  :D
Dass es sehr plakativ ist, ist mir klar - aber ich mag ihn  ;)

Den Edelstahlobelisk mit seinen "Grabmal"-Assoziationen habe ich genau deswegen im Eibenhain direkt gegenüber der Dorfkapelle und dem Friedhof platziert - vom Garten aus sieht man dort unser Familiengrab.
Für mich versinnbildlicht er die Frage, was nach dem Tode kommt.
Er spiegelt alles in seiner Umgebung, auch einen selber, wenn man direkt davor steht.....

Den großen Sandstein-Obelisken hingegen sehe ich eher als Zitat eines Zitats - Renaissance und Landschaftsgarten zitierten die klassische Antike mit Obelisken, ich zitiere wiederum dies  ;D

Eigentlich ist dieser Garten nicht der Garten meiner Kindheit - da der eine Teil der Gemüsegarten von unserem Untermieter war und der größte Teil eingezäunt als Schafsweide diente, durfte ich dort nie so richtig spielen.
Dafür war ich extrem viel im verwilderten Garten meiner Großeltern, hab dort irgendwann den Sandkasten zum Blumenbeet umgebaut, mein Großvater baute mir am entferntesten Ende ein Gartenhäusschen, wo ich dann auch ein Gärtchen drum herum anlegte und meiner Fantasie liess ich in den verschiedenartig zugewucherten Gartenteilen freien Lauf.
Aber ich versuche jetzt in meinem Garten einerseits räumliche Situationen aus jenem Garten wieder aufleben zu lassen - ich hatte eine zeitlang eine "Höhle" unter einem großen, breitwachsenden Wacholder, was das Vorbild für den Eibenhain wurde, und andererseits Pflanzen, die mir schon als Kind im großelterlichen Garten auffielen, wieder anzupflanzen.

Vielleicht kennt jemand das Buch "Beseelte Gärten - Der Garten als Ausdruck des Selbst" von Julie Moir Messervy.
Sie listet unter anderem 7 archetypische Raumsituationen auf, sei es in der Landschaft oder in Gärten, die einen als Kind beeindrucken und die auch Erwachsene als besonders empfinden, wenn man sie bewusst gestaltet.
Das hat mich sehr darüber nachdenken lassen, welche Orte ich als Kind mochte - und sie mich auch wieder als Gartenräume nachbauen lassen.  :)

Viele Grüße,

Gartenplaner


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« Letzte Änderung: 05. September 2018, 15:17:03 von Gartenplaner »
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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #52 am: 18. Oktober 2012, 18:52:28 »

Bin schon wieder auf's Neue beeindruckt, und habe noch nicht mal alle Bilder intensiv gesehen.
Trotzdem schon zwei Fragen - der Belag in der Ruine - Glas?? und diese Ziegelsteine am Obelisken - war das Gefälle schon, gemauert, gelegt, soll da mal irgendwie Wasser, oder kommt dort die Grotte hin.

Eibensämlinge finde ich immer mal wieder im Garten - mit einer Eibenhecke einen Bereich abtrennen und gestalten - ..... gefällt mir die Idee.

L.G.
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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #53 am: 18. Oktober 2012, 22:25:40 »

Hallo Gänselieschen,
der Weg zur Ruine und in der Ruine ist hellblauer Glassplitt - wie ich schon schrieb, wollte ich bei der Schrägheit der Ruine "dick auftragen" und ein Weg in einer Farbe, die man mit Splitt nicht hinbekommt, dazu noch das Glitzern bei Sonne.....und ich wollte das Material einfach auch mal ausprobieren  ;)

Aber was meinst du genau mit Ziegelsteinen am Obelisken - die Mauer ein Stück davor?
Wenn du die Mauer meinst - das Gefälle und ein kleiner Geländeversprung an der Stelle, der einen ehemaligen Grenzverlauf wohl anzeigt, waren da, aber ich habe Boden auffüllen lassen, bis ich eine ebene Fläche hatte - unter anderem auch, um die Grotte nicht komplett in den anstehenden Boden eingraben zu müssen (wegen des hohen Grundwasserspiegels) und die Aufschüttung dafür mitnutzen zu können - und hab die Vorderkante des dadurch entstehenden Plateaus wiederum mit einer Trockenmauer abstützen lassen.
Die Mauer ist  nur gelegt, nicht gemörtelt, es ist ein harter Kalkstein/Dolomit, Meskalith genannt.
Und die Grotte, bzw. der Eingang dazu, soll direkt hinter die beiden großen Findlingssteine am vorderen Ende der Trockenmauer - im Post #16 auf dem siebten Bild wäre der Eingang an der Stelle wo man nackten Boden hinter den beiden Findlingen sehen kann in der Böschung  8)


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« Letzte Änderung: 05. September 2018, 15:17:20 von Gartenplaner »
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Martina777

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #54 am: 19. Oktober 2012, 08:27:59 »

Hallo Gartenplaner,

obwohl ich mit Gartenzwergen nichts anfangen kann, hätte ich viele, und viel Platz, könnte ich mir den Zwergenmarsch sehr gut vorstellen! Genau das gefällt mir auch immer mehr, einfach die schrägen Ideen mal "machen" ....

So sehr ich die hohe Kunst von Mixed Borders z.B. achte und schätze, aber mir pers. wäre das zu "Rosamunde-Pilcher-mässig" (für mich, nur für mich! In anderen Gärten sehe ich sie unglaublich gern) und für die momentane Zeit auch zu harmonisch. Da ich einen alten Garten wieder entdecke und manchmal originelle Wegereste meines Vorgängers finde und sie spontan integriere, merke ich sehr, wie der Garten einen leitet ...

Die Reduktion - wie Hymenocallis ausgeführt hat - hat schon was Gutes: Man beschäftigt sich nämlich zwangsweise damit, was genau den Eindruck erschafft. Das führt zu mehr Klarheit - wobei Du mit Deinem grossen Grundstück natürlich den Vorteil einer "grossen Spielwiese" hast und klotzen kannst und auch musst.
 
Hier gibts auch 2 alte Schuppen, der eine wird wohl über kurz oder lang irgendwas in die Richtung "Folly" werden. Eigentlich wollt ich ihn abreissen, dann taugte er gut zum Brennholz lagern (hat auch eine Betonbodenplatte) und langfristig ... mal sehen. So lange das schräge Dach intakt ist, macht er als Schuppen an sich noch Sinn. Aber er ist halt schon herrlich schäbig ;D - ich wusste gar nicht, wie sehr ich das mag.

Was mich betrifft - ich freue mich schon auf neue Fotos von Dir!
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2012, 08:28:38 von Martina777 »
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hymenocallis

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #55 am: 19. Oktober 2012, 09:17:59 »


Hier gibts auch 2 alte Schuppen, der eine wird wohl über kurz oder lang irgendwas in die Richtung "Folly" werden. Eigentlich wollt ich ihn abreissen, dann taugte er gut zum Brennholz lagern (hat auch eine Betonbodenplatte) und langfristig ... mal sehen. So lange das schräge Dach intakt ist, macht er als Schuppen an sich noch Sinn. Aber er ist halt schon herrlich schäbig ;D - ich wusste gar nicht, wie sehr ich das mag.

Ich kenne echte Ruinen live - eine alte Mühle im Wald hinter dem Bauernhof, auf dem wir seit Jahren Urlaub machen und die inzwischen total verfallenen Gebäude in der Milli-Schlucht auf Kreta. Es waren beides mal Nutzbauten - die Natur hat sich das Gelände zurückerobert.

Eine ähnliche, vielleicht noch verwunschenere Stimmung im Garten zu erzeugen, wenn man echte alte Gebäudereste findet, halte ich für eine geniale Idee.

Gothic, aber auch Roman Follies sind künstliche Bauten, die in großen Gartenanlagen an genau geplanten Punkten dekorativ eingesetzt wurden - dort haben sie auch ihre Berechtigung, aber auch bei den großen Vorbildern wird der Effekt durch gotische/römische Bauteile (Spitzbögen, Saulenreste, etc.) erzielt und nicht durch daraufgestellte Deko-Elemente. Hat man genug Platz, kann man sich die auch heute in perfekt 'ruiniertem' Zustand kaufen und aufbauen - mit der richtigen Bepflanzung kann das nach einigen Jahren richtig klasse aussehen.

Ich halte eine Kombination beider Varianten für problemlos realisierbar - aber ob sie auch die beste/stimmigste Lösung ist?

Die Frage führt allerdings wieder mal zu der zentralen Frage: wodurch zeichnet sich gute Gartengestaltung aus? Welche Gestaltungen werden gelobt/geschätzt und welche in den Fäng-Schui Thread verbannt? Wenn man die Fotos ansieht, fragt man sich doch öfter, warum die eine Deko-Idee negativ als Kitsch und die andere positiv als bewußter Gag gewertet wird.

LG
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2012, 09:27:09 von hymenocallis »
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Martina777

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #56 am: 19. Oktober 2012, 09:29:17 »

Ich denke, die beste - stimmigste Lösung ist nur dann möglich, wenn man schon ein Gebäude hat, dessen Ruinencharakter man maximal verstärkt. Wenn man sowas mag. (Ich tu es, reine Geschmackfrage mMn)

Ich glaub, da hab ich mich falsch ausgedrückt oder die Follies in meiner gewünschten Bedeutung romantisiert - ich kenne zuwenige, wobei bei Neugestaltung halt immer auch der Zeitgeist mitspielt. Und wenn es nur Mörtel ist, der nicht bröckelt etc ... solche Details gehören für mich z.B. dringendst zu einer Ruine.
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Gänselieschen

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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #57 am: 19. Oktober 2012, 10:14:49 »


Aber was meinst du genau mit Ziegelsteinen am Obelisken - die Mauer ein Stück davor?
Wenn du die Mauer meinst - das Gefälle und ein kleiner Geländeversprung an der Stelle, der einen ehemaligen Grenzverlauf wohl anzeigt, waren da, aber ich habe Boden auffüllen lassen, bis ich eine ebene Fläche hatte - unter anderem auch, um die Grotte nicht komplett in den anstehenden Boden eingraben zu müssen (wegen des hohen Grundwasserspiegels) und die Aufschüttung dafür mitnutzen zu können - und hab die Vorderkante des dadurch entstehenden Plateaus wiederum mit einer Trockenmauer abstützen lassen.
Die Mauer ist nur gelegt, nicht gemörtelt, es ist ein harter Kalkstein/Dolomit, Meskalith genannt.
Und die Grotte, bzw. der Eingang dazu, soll direkt hinter die beiden großen Findlingssteine am vorderen Ende der Trockenmauer - im Post #16 auf dem siebten Bild wäre der Eingang an der Stelle wo man nackten Boden hinter den beiden Findlingen sehen kann in der Böschung 8)

Genau diese Stelle meinte ich - ist nicht dahinter diese Säule - ich dachte, dass Ding heißt Obelisk.
Also gelegt sind die Steine - ich habe vergessen zu sagen, dass mir das gut gefällt ;). Ziegelsteine z.B. habe ich auch noch und kann auch noch welche beschaffen - ich überlege ja immer, ob und was bei mir noch geht. Gefälle hat mein Grundstück auch - insbesondere der Teil, den ich intensiv nutze. Bisher habe ich dort eine Wiese für diverse Zwecke freigehalten. An einer Stelle ist richtig viel Gefälle, wenn man dort so etwas bauen wollte - das würde sicher gehen. Parkcharakter wird man allerdings nicht erreichen, dazu ist die Fläche zu klein.

Woher hattest Du das Glas - auch die großen Elemente sehen phantastisch aus! Habe grad mal geschaut - bei ebay wird sowas angeboten, Gabionenbefüllung und auch Einzelbrocken, aber nicht gerade preiswert.

L.G.
Gänselieschen
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2012, 10:19:08 von Gänselieschen »
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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #58 am: 19. Oktober 2012, 10:43:12 »

Hallo Gänselieschen,
bei Grundstücken mit Gefälle kann man mit Terrassierungen - so nennt man das, was ich gemacht hab, also Erde aufschütten, bis man eine ebene Fläche hat - besser nutzbare Flächen im Garten erhalten.
Wichtig ist, vorher die obersten 20-30cm der Fläche, auf die man auffüllen will, abzutragen und woanders zwischenzulagern und nach dem Auffüllen dann als letztes wieder oben drauf zu verteilen - Mutter/Oberboden darf nicht überschüttet werden.
Je nachdem wie viel Erde du allerdings aufschütten lassen musst, bist du eine Ebene erhälst, bei mir waren es an der Kante der Mauer um die 1,2m, reichen Ziegelsteine definitiv nicht mehr nur aufgeschichtet aus, um den Erddruck abzufangen!
Die Meskalith-Steine sind ziemliche schwere Brocken von mindestens 20x30x30cm Größe - mit solchen Steinen kann man Trockenmauern bauen, mit Ziegelsteinen würd ich das nicht über 30cm hinaus machen!

Den Glassplitt hab ich im Big-Bag von der Firma http://www.decostones.de geliefert bekommen.
Es gibt mehrere Anbieter, die waren die günstigsten und sehr zuverlässig
Die haben eine breite Palette an Farben, die sie liefern können - hatten mir vorher auch 10 oder so Farbproben von ihren Glassplittsorten zugeschickt.
Ich hab da allerdings auch in meiner Funktion als Gartenarchitekt bestellt - sie beliefern auch Privatkunden, ich weiß allerdings nicht, wie dann die Konditionen sind.
Glasbrocken findet man bei manchen Natursteinhändlern oder Gartencentern/Garten-Landschaftsbaubetrieben, bei einem, wo ich noch glasklare Brocken letztens gekauft habe, kostet der Kilo um 1 Euro.

Viele Grüße,
Gartenplaner


Mail: obstwiesenpark(ät)gmx.de
« Letzte Änderung: 05. September 2018, 15:17:35 von Gartenplaner »
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Re:Die Entwicklung eines Gartens: von der Obstwiese zum Park?
« Antwort #59 am: 19. Oktober 2012, 11:12:44 »

Die Frage führt allerdings wieder mal zu der zentralen Frage: wodurch zeichnet sich gute Gartengestaltung aus? Welche Gestaltungen werden gelobt/geschätzt und welche in den Fäng-Schui Thread verbannt? Wenn man die Fotos ansieht, fragt man sich doch öfter, warum die eine Deko-Idee negativ als Kitsch und die andere positiv als bewußter Gag gewertet wird.

LG

Hallo Hymenocallis,
ich glaube, das ist die schwierige Gratwanderung jeder Gestaltung, die etwas ausprobiert und wagt und somit traditionelle Wege verlässt - erstens wird es dadurch schwieriger, einer breiten Allgemeinheit, die die klassischen Gestaltungen kennt und wertschätzt, zu gefallen, andererseits läuft sie Gefahr, in der Kitsch-und/oder-schlechter-Geschmack-Ecke bei Gartenzwergen und verquollenen weißen Betongußputten zu landen - sei es beim Gestalten selber oder danach beim Bewertetwerden  ::)

Bestes Beispiel aktuell - die Skulptur "Verity"von dem Engländer Damien Hurst, die jetzt in England für Aufruhr sorgt  ;D

Damit das keiner falsch versteht - ich sehe mich nicht als messianischer "Künstler", der die Gartengestaltungswelt umkrempeln möchte!
Ich finde nur kontroverse Gestaltungen für mich persönlich spannend und probiere Schritte in die Richtung in meinem privaten Garten aus - ob sie gelungen sind, liegt im Auge des Betrachters  ;)


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« Letzte Änderung: 05. September 2018, 15:17:50 von Gartenplaner »
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