Hallo Mary,
grundsätzlich kannst Du ohne eine Vorkultur von Lupinen o. ä. pflanzen. In der Regel wird sog. Mutterboden aufgeschüttet, der aus den oberen 30 (-max. 50) cm eines Bodens stammen sollte. Manchmal wird aber auch Aushub als Oberboden verwendet, der nahezu kein Humus und kein Bodenleben (Bodenbakterien, Würmer....) enthält.
In beiden Fällen kannst Du den Boden verbessern durch Tiefenlockerung (mind. 50 cm tief). Dies sollte dann durchgeführt werden, wenn der Unterboden, auf den die Muttererde aufgebracht wurde, durch Bauarbeiten stark verdichtet war. Ansonsten besteht die Gefahr, dass eine Staunässeschicht entsteht und damit eine häufige Ursache für den Tod gepflanzter Gehölze (und nässeempfindlicher Stauden).
Besonders im zweiten o. g. genannten Fall ist die Verbesserung des Bodens durch Einbringen von Humus und Kompost erforderlich bzw. sehr nutzbringend. Humus kann in Form sog. "Bodenaktivatoren" oder "Humin" (diverse Hersteller) eingebracht werden (Mengenangaben siehe Herstellerhinweise). Zusätzlich reifen Kompost ca. 2-3 cm aufbringen (enthält auch Humus, Bodenlebewesen und org. und anorg. Nährstoffe) und diesen flach (max.! 10-20 cm tief) einfräsen. Schwere Böden (Ton- oder schwere Lehmböden) können (bzw. sollten idealerweise) durch Sand verbessert werden. Ca. 5 - 10 cm Sand aufbringen und einfräsen. Ich mache das in diesen Fällen so, dass ich zuerst den Sand flächig aufbringe, mit dem Rechen verteile, dann kommt der Kompost auf den Sand, dann wird in einem Vorgang alles eingefräst. Damit hast Du optimale Bedingungen für die meisten Gartenstauden geschaffen. Je nach Nährstoffbedarfe der Stauden, sollte mal mehr, mal weniger Kompost verwendet werden. (Beetstauden: eher mehr Kompost, Freifläche oder Steppen eher wenig) Bei der Pflanzung von Gehölzen wird ohnehin das Pflanzloch gezielt vorbereitet bzw. die Pflanzerde ggf. mit Sand und Kompost verbessert.
Bei der Anlage von Rasen verwende ich bei schweren Böden mehr Sand und eine geringere Menge Kompost.
Einige Schattenstauden gedeihen besonders gut auf sog. reifen Böden (reife Waldböden). Da erfordert es einige Jahre Geduld bzw. immer wieder Laubhumus oder Kompost, um mit der Zeit die opt. Standortbedingungen zu schaffen.