Der thread hier ist dermaßen animierend, dass ich doch unbedingt wieder Brot backen möchte. Seit etlichen Monaten suche ich das Rezept, nach dem ich vor zig Jahren regelmäßig Brot gebacken hatte, bis mir das zu aufwendig wurde.
Endlich habe ich dieses Rezept gefunden: In einem von zwei Borotbackbüchern, wieso es sich so lange darin verstecken konnte ist mir ein Rätsel

Inzwischen habe ich die notwendigen Zutaten besorgt, nachdem eine Internetbäckerei lapidar in der Auftragsbestätigung geschrieben hatte, dass sie keinen Roggen haben und es sich deshalb verzögert, bin ich zum Bio-Bauer um die Ecke gegangen, bei dem ich ständig einkaufe, und siehe da, er hatte alles, einschließlich Backferment.
Inzwischen ist der Grundansatz fertig, den man für Backfermentbrot braucht, es kann also losgehen.
Es wird ein Vierkornschrotbrot aus frisch fein geschrotetem Weizen, Roggen, Gerste und Hafer, bei recht niedriger Temperatur in einem alten Le Creuset Bräter mit Deckel langsam gebacken. Hoffentlich kann ich es noch wie damals.
Jetzt ist es fertig und es zeigt sich, dass ich am Rezept noch arbeiten muss, es darf nicht an der Oberfläche gerissen sein. Das ist ein Zeichen von nicht genügender Gare. Im Rezept steht, dass man den Teig ohne Gehenlassen direkt nach der Zubereitung backen soll, das habe ich zwar nicht getan, aber nur halbherzig und offenbar nicht ausreichend gehen lassen. Backzeit: 1 Stunde bei 170° + 2 Stunden bei 160°, danach hat es den Klopftest bestanden.

Ich konnte mich natürlich nicht beherrschen und musste das noch warme Brot anschneiden. Es ist lecker, muss aber unbedingt noch etwas ruhen.
