Sollte sie wirklich neben den Mahlzeiten ständig Trockenfutter zur Verfügung haben?
Zu Beginn meiner Katzenhaltung habe ich viel Lektüre durchgearbeitet; dort wurde das so empfohlen, und ich habe es auch praktiziert. Bin inzwischen bei Katze Nr. 4 und 5, und es gab bei dieser Fütterungsart noch nie Probleme mit Übergewicht. Daher würde ich diese Methode weiterempfehlen.
Auch aus einem anderen Grund:
Bekannte haben ihre Katzen nur zu festgelegten Zeiten und sehr knapp (meiner Meinung nach zu knapp) gefüttert, weil die tägliche Mäuseration miteinkalkuliert wurde.
Eine der beiden fraß oft bei der Nachbarskatze im Westen, die andere wurde richtig fresssüchtig und lud sich im Süden, Norden und Osten ein. Sie konnte sich bei offenstehender Gartentür blitzschnell einschleichen und fraß innerhalb von Sekunden alle bei uns rumstehendenTrocken- und Feuchtfutternäpfe blitzeblank, dann kam der Küchentisch dran, und auch vor den Küchenabfällen machte sie nicht halt.
Auf unsere besorgte Nachfrage hin wurde nur abgewunken: Futterration erhöhen sei sinnlos, oft komme sie gar nicht zum Fressen nach Hause, und manchmal ließe sie das Wenige auch noch stehen....leider kann man nicht mehr klären, ob eine andere Fütterungsmethode ihr Verhalten geändert hätte. Da Sina/Lina wahrscheinlich nicht in optimalem Pflegezustand zu Euch kam, nehme ich an, dass sie sich jetzt allmählich ihrer Normalfigur annähert. Vielleicht ist sie einfach vom Typ her so gebaut, dass sie rundlich wirkt; Bea hatte ja schon auf BKH-Einfluss getippt.
Wenn sie allerdings nicht nur aus Neugier einen Zwieback, sondern "fast alles" frisst, könnte sich evtl. doch ein beginnendes Problem abzeichnen... da würde ich ihr doch lieber reichlich Trockenfutter geben, damit sie ein Gefühl dafür entwickelt, wann sie genug hat. Selbst auf die Gefahr hin, dass sie sich am Anfang überfrisst.
Vielleicht erzählen die anderen noch, wie sie es handhaben. Wer z.B. einen Hund hat, kann ja nicht ständig Trockenfutter bereitstellen - oder doch?