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Autor Thema: robuste Apfelbäume für Sandboden  (Gelesen 17877 mal)

Sandbiene

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #15 am: 26. September 2020, 16:32:10 »

Ich hole mal den Link von Wurzelpit hierher.

... hier gibt's eine Liste mit Info, welche Apfelbäume für Sandboden geeignet sind:

https://www.hoffmann-obstbaumschule.de/wp-content/uploads/2016/01/Sortenliste-Bioland-Obstbaumschule.pdf

Ich habe mir die lange Liste der dort genannten sandverträglichen Sorten notiert und muss mal versuchen, einige davon zu verkosten.
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Aromasüß

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #16 am: 26. September 2020, 18:39:46 »

Beide Listen sind die bekannten für Sandboden. Aber die Nutzer beider Listen stehen vor dem Problem, dass Sandboden nicht gleich Sandboden ist!

Typ 1) Es gibt den sehr mageren (nährstoffarmen) und außerdem trockenen Sandboden. (Wegen der Trockenheit wächst wenig und deshalb bleibt es bei der - eiszeitlich entstandenen - Humusarmut, ein ewiger Kreislauf.) Während der Sommertrockenheit trocknet der Boden auch in der Tiefe aus (sog. "Wechselfeuchte"), ein kritischer Zustand für die Bäume.

Dieser Sandboden ist mit der Geest in Norddeutschland vergleichbar. Deshalb die Liste der Baumschule Hoffmann bei Bremen, auch wenn es dort erheblich mehr regnet, die Luft ist feuchter und das Klima ist milder, vom Meer bestimmt; es ist nicht kontinental. Nur soweit es um die Geest geht, sind einige wenige Angaben aus der Liste der Baumschule Hoffmann auch für Sandböden in Berlin-Brandenburg zu gebrauchen (die meisten aber nicht!).

Auf Sandboden des Typs 1 gedeiht kein Tafelobst, wenn sich zur Dürrezeit keine minimale Wasserversorgung sicherstellen lässt (z. B. in der Dürrezeit durchdringend Gießen regelmäßig 1 x die Woche oder Tropfschlauch). Zum Erhalt der Bodenfeuchte werden die Baumscheiben abgedeckt (Mulch). Eine wirksame Bodenverbesserung (kein Baumarkt, kein Dünger) hilft den Bäumen am meisten.

Typ 2) Es gibt den Sandboden auf Wasseradern oder mit hohem Grundwasserstand. Er ist dann meist auch humusreicher, und während der Sommertrockenheit sind die Bäume stets minimal mit Wasser versorgt.
Deshalb befinden sich in der Sandbodenliste des Apfelmanns eine ganze Reihe von Bäumen, die einen feuchten Boden benötigen. Sie sind für Sandboden Typ 2 geeignet, aber keinesfalls für Typ 1.

3) Übergänge, Abgrenzungen: Immer wieder kommen Lehmadern oder lokale lehm- und tonhaltige Böden zwischen den Sandböden vor. Hier kann es sich um Böden von mittlerer Güte handeln, die keine leichten Böden mehr sind. Es gibt auch Übergänge.

Diese Gegebenheiten sind für den einzelnen Garten genau zu bestimmen, erst danach sollte die Grübelei mit den Listen beginnen...  ::)
Bei einer Bodenanalyse spielt der Humusgehalt eine große Rolle. In unserer Gegend ist er niedrig; im Land Brandenburg liegt er durchschnittlich unter 2% (Typ 1), kann aber im "humosen" Einzelfall auch bei 6% und höher liegen (Typ 2 und 3).

 8)
Glücklicherweise verfügen wir über eine aktuelle Pomologie, die unter anderem in unserer Gegend entstand. Sie kann uns beim Lesen dieser Listen gut unterstützen. Für jede Sorte ist verzeichnet, ob und unter welchen Bedingungen sie auf "leichtem" Boden oder "trockenem" Standort gedeiht. Fehlen diese Merkmale, so gedeiht die Sorte dort auch nicht. Öfters rät sie aber ausdrücklich von bestimmten Standorten/Sorten ab: "Handbuch Obstsorten" (Hg. v. G. Friedrich/Herbert Petzold, Stuttgart 2005/2008) - noch lieferbar!

Verkostung auf einem interessanten alten Apfelhof. Er liegt auf Sandboden zwischen den Typen 1 und 2 und bietet seine Produkte an: Apfelhof Wähnert - online bestellen oder vor Ort: 7.11.2020 | Hoffest, Schaupressen, Apfelverkauf

Mein Sortentipp bei dieser Gelegenheit wiederholt: Breuhahn -> nutze dazu die Suche des Forums Garten-pur

 :(
Auch von meiner Seite alles alles Gute an den Apfelmann! Wer ihn kennt: Er freut sich über E-Mails.
« Letzte Änderung: 26. September 2020, 19:11:26 von Aromasüß »
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_NatureLove_

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #17 am: 26. September 2020, 19:16:39 »

Auf meiner Wunsch-Verkostungs-Liste steht der Breuhahn Apfel auf jeden Fall drauf. :-)
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ringelnatz

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #18 am: 26. September 2020, 20:25:33 »

Auf meiner Wunsch-Verkostungs-Liste steht der Breuhahn Apfel auf jeden Fall drauf. :-)
Habe ihn letztes Jahr beim Apfelhof Wehnert in Hoppenrade gekostet. Wirklich ein toller Apfel. Trotz der Spätfröste letztes Jahr hatten sie von Breuhahn (und Kaiser Wilhelm) reichlich da, sonst eigentlich nichts... :o
Schlussendlich habe ich ihn mir bei Baumschule Fischer in Schorfheide geholt. Die hatten wohl auch die Reiser von Wehnert geholt. Krone war 2 jährig nach Kronenveredelung (mit Zwischenveredelung auf Sämling).
Hat ok ausgetrieben, recht spät, dann ca. 60 cm je Leittrieb, wobei ich eigentlich fast mit mehr gerechnet hätte. Hoffe nächstes Jahr knallt er dann richtig los! Boden ist Flussand im Kleingarten, also schon relevanter Humusanteil. Pflanzloch hab ich noch mit altem "überlagertem" Kompost aufgebessert. Grundwasser außerhalb der derzeitigen Dürre bei ca. 2m (laut Karten), zur Zeit sterben alle alten Apfelbäume, wegen des gefallenen Grundwasserspiegels.
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Sandbiene

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #19 am: 26. September 2020, 21:57:03 »

Beide Listen sind die bekannten für Sandboden. Aber die Nutzer beider Listen stehen vor dem Problem, dass Sandboden nicht gleich Sandboden ist!

Das ist mir auch schon aufgefallen. ;) Die anderen Puristen aus dem Berliner Raum und Umland waren immer etwas, sagen wir mal, froh über ihren Sandboden, nachdem sie den meinen gesehen hatten. Hier ist definitiv Typ 1, die Staubvariante.

Zitat
Mein Sortentipp bei dieser Gelegenheit wiederholt: Breuhahn

Diese Liste finde ich nur etwas kurz und würde sie gern irgendwie erweitern. Ich bin der Werbung gefolgt und werde das Buch mal durchstöbern. Aber natürlich gibt es ja noch viel mehr Apfelsorten, als darin dargestellt werden und man fragt sich dann immer, ob dabei nicht genauso geeignete Sorten sind, die einem vielleicht sogar besser schmecken. Schwierig, schwierig, vor allem, da man ja die betreffenden Sorten von einem ähnlichen Standort verkosten müsste, wie der eigene Garten ihn hergibt.
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Sandbiene

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #20 am: 26. September 2020, 22:03:35 »

Als ich den Topaz pflanzte, habe ich mal ein Bild gemacht (Bodenprofil). Immerhin war es zu der Jahreszeit gut feucht und das Pflanzloch ist nicht zusammengerieselt. ;)

Auf Sandboden des Typs 1 gedeiht kein Tafelobst, wenn sich zur Dürrezeit keine minimale Wasserversorgung sicherstellen lässt (z. B. in der Dürrezeit durchdringend Gießen regelmäßig 1 x die Woche oder Tropfschlauch). Zum Erhalt der Bodenfeuchte werden die Baumscheiben abgedeckt (Mulch). Eine wirksame Bodenverbesserung (kein Baumarkt, kein Dünger) hilft den Bäumen am meisten.

Zum Glück endete Dein erster Satz nicht vor dem Komma. Zu Dürrezeiten gieße ich die Bäumchen in der Tat, aber vielleicht nicht genügend oder ich fange zu spät damit an. :-\ Bisher haben alle Bäume etwas Lehmboden mit in die Pflanzgrube bekommen + Kompost bzw. die Vorläufer davon. Wenn man sich die Bäumchen bei mir so anschaut, reicht das definitiv nicht. Inzwischen dünge ich sogar jedes Jahr. So wächst immerhin das Gras rund um die Baumscheibe etwas kräftiger als sonst auf der Wiese. Gemulcht ist auch. Da es hier nur wenige Regenwürmer gibt, muss man Grasmulch noch nicht einmal erneuern innerhalb einer Gartensaison. :-X

« Letzte Änderung: 26. September 2020, 22:09:50 von Sandbiene »
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cydorian

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #21 am: 26. September 2020, 22:13:18 »

Hier noch mehr über Apfel auf Sandboden: https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,65808.0.html

Eine mehr denn je wichtige Frage ist: Kann bewässert werden? Wenn ja, sind auch alle anderen Probleme mit Äpfeln auf Sandböden lösbar, Humusgehalt und Nährstoffe. Auch auf hohen Grundwasserstand kann man sich vielerorts kaum mehr verlassen, jedenfalls wenn man nicht gerade nahe an einem Gewässer ist.
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Sandbiene

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #22 am: 26. September 2020, 23:02:28 »

Jetzt bin ich dem Link gefolgt und habe ganz viel gelesen. Damit ist die Liste der zu verkostenden Sorten etwas länger geworden. :D Was meint Ihr, hätte auch Jakob Lebel eine Chance (hab ihn noch nicht verkostet)?

Im Sommer habe ich die Bäumchen gegossen, sogar mit Schlauch eine Weile gewässert und das bei der schlimmsten Hitze alle zwei Tage. Ich habe aber nie gemessen, wieviele Liter Wasser das pro Baum ergab. Ich kann ja im nächsten Jahr mal versuchen, meine Gießzeit zu stoppen und dann anhand der leeren Regentonne testen, wieviele Liter Wasser in der Zeit aus dem Schlauch sprudeln.
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Aromasüß

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #23 am: 27. September 2020, 11:32:59 »

Hallo Sandbiene, es freut mich sehr, dass Du an diesem Thema dran bleibst!

Jakob Lebel - ist richtig auf der Sandboden-Sortenliste, aber gehört eher auf die Obstwiese als in den Garten: ein auf armen und eher trockenem Sandboden in ganz Deutschland bewährter Spätherbst- und Speiseapfel der Obstwiesen.

Schmeckt vom Baum mild erfrischend (ohne Geschmacksrichtung, ohne ausgeprägtes Aroma). Das Aroma soll sich erst in der Nachreife bilden, aber ich aß sie alle vorher auf. Etwas Stippe störte mich nicht. Kann z. B. auf Wähnerts Apfelhof probiert werden.

Für die meisten Gärten ist der Baum viel zu groß (sehr breite Krone, sehr starkwüchsig), zumal er nur alle 2 Jahre trägt (alterniert ausgeprägt), dann aber massenhaft. Die Frucht muss, bevor sie auf dem Lager zu viel Stippe bekommt, schnell verbraucht werden. (Daher für Selbstversorger zum Frischessen leider nicht mehr anbauwürdig, wie Herbert Petzold in seinem 'Handbuch' schreibt.)

Einst war Jakob Lebel eine ertragsstarke und anspruchslose Hauptwirtschaftssorte der Streuobstwiesen (sogar zur "Reichsobstsorte" ernannt). Seine Äpfel wurden vor allem in der Küche und von Bäckereien verwertet, aber auch frisch gegessen. Sie hielten bis Januar. - "Eine Sorte für die Landwirtschaft in rauen Lagen" und auf "minderen Böden", schrieb Nach der Arbeit.


Andere Frage: Welche Erfahrung hast Du mit dem Topaz gemacht? Auf trockenen armen Sandboden ist er ungewöhnlich.
« Letzte Änderung: 27. September 2020, 11:47:47 von Aromasüß »
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Sandbiene

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #24 am: 27. September 2020, 18:05:52 »

Andere Frage: Welche Erfahrung hast Du mit dem Topaz gemacht? Auf trockenen armen Sandboden ist er ungewöhnlich.

Ich habe ihn ja erst im Spätherbst 2018 gepflanzt. 2019 ist er sehr gut gewachsen und sah gesund aus. In diesem Jahr hatte er ganz normal ausgetrieben, hat aber bereits Anfang Juli erste gelbe Blätter bekommen und ist dann über den Zeitraum von mehreren Wochen allmählich abgestorben. Wie ich jetzt weiß, weil die Unterlage abgestorben war (Bittenfelder Sämling).
Bei der Apfelverkostung im Herbst 2018 hatte ich Topaz gekostet und fand ihn sehr gut. Die anderen Sorten hatten mir nicht so zugesagt bzw. waren je nach Standort im Geschmack sehr unterschiedlich und wären auf meinem Sandboden nicht zu ihrer Höchstform gelangt (es hatten mehrere Leute Äpfel zur Verkostung mitgebracht und sie haben ihren jeweiligen Standort gut beschrieben).
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Sandbiene

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden, welche Unterlage?
« Antwort #25 am: 28. September 2020, 23:06:26 »

Für einen robusten Apfelbaum im kargen Sand braucht man eine gute Unterlage. Meinen letzten Baum hatte ich ja auf Bittenfelder Sämling gekauft. Eigentlich eine gute Wahl, dachte ich. Da der Baum nun abgestorben ist* und ich zwischen bereits vorhandene (und kaum wachsende) Bäume neue Apfelbäume pflanzen will, grübel ich wieder über die passende Unterlage.
.
Für meinen Sandboden sind vermutlich nur starkwachsende Unterlagen geeignet. Nur welche kommt am besten mit dem Trockenheitsstress klar und ist robust und zäh?
.
Die Wüchsigkeit wird überall so angegeben:
MM 109 < M25 < M 11 < A 2 < Sämling (Bittenfelder, Grahams Jubiläumsapfel und Antonowka)
.
Ich würde ja am liebsten bei einer Sämlingsunterlage bleiben. In der Hoffnung, dass der nächste Apfelbaum die 2 m-Marke knackt (hat hier in 9 Jahren noch kein Apfelbaum geschafft). Aber auch bei den Sämlingsunterlagen gibt es verschiedene und ich finde kaum Informationen dazu. A2 und M11 scheinen gute Alternativen zum Sämling zu sein. Was sagen die Kenner?
.
.
* Mir schoss heute durch den Kopf, dass der noch junge Baum Opfer vom Hallimasch geworden sein könnte. Ich habe Fruchtkörper jedes Jahr keine 10 m entfernt vom Pflanzort (Dunkler Hallimasch).
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Tara2

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #26 am: 29. September 2020, 07:19:14 »

Soweit ich weiß stammt der "Knorzekopp" aus einer Gegend mit Sandboden. Also sollte der dann auch gehen?!?
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Aromasüß

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #27 am: 29. September 2020, 09:48:06 »

Hallo Sandbiene,

gibt es denn bei Dir einen Baum, der noch wächst? Wann hast Du das letzte Baumwachstum in Deinem Garten feststellen können?

Das wiederholte Sterben junger Bäumchen tritt in meinem Garten leider bei der Sauerkirsche auf (Ursache: Verkahlung, Zweigmonilia).

Und den Hallimasch-Baumpilz betreffend: Hast Du die Rinde des abgestorbenen Baums abgemacht und nachgeguckt?
(Fachartikel mit Fotos: hier und hier und hier)

Was die Unterlagen angeht (wenn denn eine Wasserversorgung bei Dir noch sichergestellt ist), so gilt Antonowka als noch robuster und genügsamer. (Die Baumschule Dr. Hoffmann, deren Sandboden-Expertise in diesem Thread bereits erwähnt wurde, veredelt unter anderem auf Antonowka.)

Aber zuerst sollte festgestellt werden, warum Dein Baum auf Bittenfelder einfach abgestorben ist (Wühlmaus? Blutlaus?). Hast Du Fotos? So verkehrt kann Bittenfelder nicht sein, dass seine Unterlage gleich zum Tode führt!  8)

Die Franzosen nehmen statt der Antonowka deren Kind, den Transparenten von Croncels, der sich ja auch auf kargem Nord-Brandenburger Sand als Straßenbaum behauptet, als Unterlage (Wuchsstärke wie A2, vitalisierend und alternanzmindernd). Doch damit kommen wir in den Bereich der Experimente.

Bei mir macht sich A2 bisher sehr gut (die Gartenbaumschule Schneider in Berlin-Kladow schwört darauf für kargen Sandboden); der Baum ist noch jünger als Deiner...  :D
« Letzte Änderung: 29. September 2020, 10:16:04 von Aromasüß »
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_NatureLove_

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #28 am: 29. September 2020, 12:36:12 »

Unterlage A2 würde ich selbst auch als Nächstes probieren. Hab sogar schon im Gartencenter bei mir in der Nähe Apfelbäume auf A2 gesehen. 😊
« Letzte Änderung: 29. September 2020, 12:37:45 von _NatureLove_ »
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thuja thujon

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Re: robuste Apfelbäume für Sandboden
« Antwort #29 am: 29. September 2020, 12:55:00 »

Ich würde den Bittelfelder vorziehen.
A2 soll im Alter deutlich zurückgehen vom Wuchs und auch nicht die Langlebigkeit haben.
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gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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