Ich finde es überhaupt unjätbar - bei mir durchzieht es zusammen mit Gundermann den gemähten Wiesenteil und lacht vermutlich über jeden Dezimierungsversuch. Entenschnabelfelberich wuchert hier auch, wird aber von Rudbeckia fulgida und Honorine Jobert in Schach gehalten. Lysimachia punctata habe ich an den Grundstücksrand in den Schatten verbannt, dort breitet er sich zwar auch langsam aus, kann aber keinen Schaden anrichten.L. nummularia finde ich hier gar nicht leicht zu jäten: Überall Wurzeln, die sich gut festhalten oder abreißen!![]()
News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet? (Gelesen 10769 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
- Landpomeranze †
- Beiträge: 1679
- Registriert: 13. Apr 2005, 21:18
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Das hört sich ganz nach Goldfelberich an.
In einem gepflegten Staudenbeet finde ich ihn auch verzichtbar. gelb muss man überhaupt gut kombinieren, damit es gut und nicht nur beliebig bunt wirkt.Meiner hält sich gut im Pflanzstein, ist da gezwungen auch da zu blühen, wo die Wurzeln sind
und gelegentlich schneide ich ein paar Blütenstiele für Sommersträuße raus. Im Foerstergarten haben sie, glaube ich, L. ciliata mit einem weiß panaschierten Goldfelberich (wahrscheinlich Alexander?) kombiniert, das passt auch gut.
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
- Gänselieschen
- Beiträge: 21843
- Registriert: 9. Jun 2005, 12:18
- Region: Ost - Brandenburg
- Höhe über NHN: ca. 40 m ü. NHN
- Bodenart: Sand Sand Sand Sand
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
-
Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Habe grad mal geschaut - es gibt ja wirklich sehr schöne Sorten vom Felbericht - aber meist für feuchte nährstoffreiche Plätze - der Lysimachia atropurpurea hätte es mir ja angetan..L.G.
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Ja die lieben Wucherer, meist wuchern sie da, wo sie nicht sollen und dort, wo sie gerne wuchern dürften, tun sie es nicht.L. ciliata, also die gelbe Form, hab ich keines gepflanzt. Hat bisher noch nirgends gepasst.Die Sorte Firecracker hatte sich nach dem Pflanzen gleich so ungebührlich ausgebreitet, dass ich sie gleich wieder aus dem Staudenbeet verbannt habe. Seitdem taucht immer wieder mal ein Stück davon im Garten auf. L. nummularia hab ich eingeschleppt und es gefällt mir sehr gut. Leider wächst es immer dahin, nämlich zur Sonne, wo ich es nicht so gut gebrauchen kann. Könnte ein schöner Bodendecker sein, wenn er mehr Schatten vertragen würde. Und in meinem Garten die einzige beettaugliche Lysimachia.L. clethroides hab ich vor vielen Jahren gekauft. Also tatsächlich Geld dafür bezahlt. Seitdem versuche ich es von seinem ursprünglichen Pflanzort auszurotten. Bisher erfolglos. Die vermehrten Wurzelstücke wurden dann an einem neu zu bepflanzenden Hügel angesiedelt. Das war ziemlich erfolgreich. Sie haben dort jegliches Unkraut unterdrückt. Und sie geben in der Menge ein schönes Bild ab mit ihren nach einer Seite driftenden Blütenschweifen. Leider neigen sie dazu, alles, was ich noch dazugesellschaften möchte radikal zu überwuchern. Sie sind also bei mir äußerst konkurrenzstark. Aber an diesem Platz äußerst dekorativ und in seinem Ausbreitungsdrang höchst erwünscht. Am Rand mähe ich sie einfach mit dem Rasenmäher ab, das hält sie in Grenzen.L. atropurpurea hab ich noch nicht gepflanzt. Ist das auch ein Wucherer?
Schöne Grüße
claudia
claudia
- Treasure-Jo
- Beiträge: 9501
- Registriert: 19. Feb 2009, 22:46
- Kontaktdaten:
-
Klimazone 8a (100 m ü.NN)
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
@Landpromeranze,Dein Konzept ist hervorragend! (siehe Petra Pelz und Co...)Lysimachia (ich meine hier ganz besonders L. ciliata oder clethroides) kann oder sollte man zusammen mit anderen konkurrenzstarken Stauden (inkl. Gräser) an geeigneten frischen oder feuchten Standorten pflanzen! Diese können die Lysimachia ganz ordentlich in Schach halten:Konkurrenzstarke Stauden auf frischen lehmigen Böden: Helianthus (einige wuchern bekanntlich selbst), Heliopsis, viele Gräser (z.B. Miscanths, Panicum, ...), div. Rudbeckia, Aster novae-belgii (und andere), Vernonia, Hemerocallis, Euphorbia pallustris, Eupatorium, einige robuste Herbstanemonen, u.v.a.Pflanzt man diese Lysimachien aber zusammen mit botanischen Weicheiern, wie Rittersporn, Echinacea, Phlox, und Co, dann werden diese zur leichten Beute der muskulösen Lysimachia.Eine andere Strategie ist es, Lysimachia an trockenere Standorte zu verbannen. Da wuchern sie deutlich weniger. Da können sie aber unter der Trockenheit leiden, weniger gut blühen oder gar in heißen Sommern ausfallen.GrußJoP.S.: Auch ich praktiziere die erfolgreiche Landpomeranze-Pelz-StrategieIch finde es überhaupt unjätbar - bei mir durchzieht es zusammen mit Gundermann den gemähten Wiesenteil und lacht vermutlich über jeden Dezimierungsversuch. Entenschnabelfelberich wuchert hier auch, wird aber von Rudbeckia fulgida und Honorine Jobert in Schach gehalten. Lysimachia punctata habe ich an den Grundstücksrand in den Schatten verbannt, dort breitet er sich zwar auch langsam aus, kann aber keinen Schaden anrichten.
Liebe Grüße
Jo
Jo
- netrag
- Beiträge: 2884
- Registriert: 22. Apr 2005, 18:10
- Wohnort: an der Schorfheide / Uckermark
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
-
Wer aufgibt hat schon verloren. Friedensfähig statt kriegstüchtig!
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Lysimachia nummularia wächst bei mir unter einem Süßkirschbaum.Habe mal einen 12-er Topf mit der Pflanze gekauft.Bedeckt nun schon mehrere Quatratmeter.Habe sandigen Boden,gegossen wird selten-nur wenn die Pflanzenfläche meint zu vertrocknen.Blüht trotzdem jedes Jahr sehr reich auch im Schatten unter dem Baum.
Die Regierung hat auf das Volk zu hören und nicht das Volk auf die Regierung. (Friedrich Schorlemmer, DDR-Bürgerrechtler)
Herzl.Gruß aus der Schorfheide
netrag
Herzl.Gruß aus der Schorfheide
netrag
- Treasure-Jo
- Beiträge: 9501
- Registriert: 19. Feb 2009, 22:46
- Kontaktdaten:
-
Klimazone 8a (100 m ü.NN)
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
...diese Lysimachia ist wirklich nochmal ganz besonders.Lysimachia nummularia wächst bei mir unter einem Süßkirschbaum.Habe mal einen 12-er Topf mit der Pflanze gekauft.Bedeckt nun schon mehrere Quatratmeter.Habe sandigen Boden,gegossen wird selten-nur wenn die Pflanzenfläche meint zu vertrocknen.Blüht trotzdem jedes Jahr sehr reich auch im Schatten unter dem Baum.
Liebe Grüße
Jo
Jo
- Staudo
- Beiträge: 36019
- Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
- Wohnort: Südbrandenburg
- Höhe über NHN: 84
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Ich glaube nicht, dass das Pfennigkraut in der Lage ist zu vertrocknen. Es kriecht übrigens auch Teiche und ist daher sehr schön für naturnahe Gewässer zu verwenden.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
- wallu
- Beiträge: 5795
- Registriert: 7. Dez 2007, 16:58
- Höhe über NHN: 200 m
- Bodenart: Flache Humusauflage auf Tonschiefer
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Ich habe Lysimachia atropurpurea letztes Jahr gesät und im Herbst ans neu gestaltete Bachufer gesetzt. Sie soll ja ziemlich rumzicken und auch nur kurzlebig sein, aber bis jetzt stehen die Pflanzen mit kräftigen Blattrosetten proper da, ohne Winterschutz und trotz -13°C im Dezember (da lag allerdings viel Schnee). Ich hoffe im Sommer auf schöne dunkelrote Blüten.........Kennt denn jemand L. atropurpurea aus eigener Erfahrung?
Viele Grüße aus der Rureifel
-
Pewe
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Manchmal L. nummularia aus, als wäre es vertrocknet. Beim nächsten Regenguss erwacht es zu neuem Leben. Ich mag es sehr gern - sowohl auf Fläche als auch im Topf oder Kasten. Bei Bedarf ist es hier leicht zu entfernen. L. atropurpurea und clethroides sind erst letztes Jahr gesetzt, mal sehen.'Firecracker', seit 2 Jahren hier, hat sich ein wenig verbreitet, bislang akzeptabel, leider aber eher 'strippenweise', dürfte dichter sein.Gespannt bin ich auf L. ephemerum, der demnächst hier einzieht.Vor Jahren hatte ich mal den normalen Feld/Wald/Wiesenfelberich - L. punctata? - der war die Pest, allerdings seinerzeit in Lehmboden, und mir über.Ich glaube nicht, dass das Pfennigkraut in der Lage ist zu vertrocknen. Es kriecht übrigens auch Teiche und ist daher sehr schön für naturnahe Gewässer zu verwenden.
- wallu
- Beiträge: 5795
- Registriert: 7. Dez 2007, 16:58
- Höhe über NHN: 200 m
- Bodenart: Flache Humusauflage auf Tonschiefer
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Der heimische Gilbweiderich - Lysimachia vulgaris - wächst bei mir am Bachufer. Sehr gesittet; keine Tendenz zum Wuchern bislang.Einen gewaltigen Ausbreitungsdrang hat dagegen Lysimachia thyrsifolia entwickelt: Vor drei Jahren ein Exemplar ans Teichufer gesetzt, hat es sich in beiden Richtungen ca 5 Meter weitergearbeitet; ob durch Ausläufer oder Aussaat kann ich nicht sagen.
Viele Grüße aus der Rureifel
-
blommorvan
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Lasimachia punctata kommt bei mir nur noch dorthin, wo ich auch mit dem Rasenmäher arbeiten kann. Einmal hatte ich ihn ins Beet gepflanzt und hatte später viel Mühe, ihn wieder zu entfernen. Hatte fast gierschähnliche Qualitäten.
- wallu
- Beiträge: 5795
- Registriert: 7. Dez 2007, 16:58
- Höhe über NHN: 200 m
- Bodenart: Flache Humusauflage auf Tonschiefer
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Ein anderer Wucherer ist Lysimachia nemorum, der heimische Hain-Gilbweiderich. Er hat nette kleine gelbe Blüten, aber treibt Ausläufer wie das Pfennigkraut.
Viele Grüße aus der Rureifel
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Wallu, L. nemorum kenne ich gar nicht. Gibt es hier nicht und ich komme viel zu wenig in den Harz!
Bei unserem Garten am schattenarmen Südhang im Trockengebiet bietet sich die andere Strategie eindeutig an!
Sicherheitshalber kombiniert mit konkurrenzstarken Stauden. Das Gute ist: Mit solchen unkaputtbaren Pflanzen kann man nach Herzenlust experimentieren, es bleibt immer noch ein Trieblein für den nächsten Versuch übrig!
botanische Weicheier...Pflanzt man diese Lysimachien aber zusammen mit botanischen Weicheiern, wie Rittersporn, Echinacea, Phlox, und Co, dann werden diese zur leichten Beute der muskulösen Lysimachia.Eine andere Strategie ist es, Lysimachia an trockenere Standorte zu verbannen. Da wuchern sie deutlich weniger. Da können sie aber unter der Trockenheit leiden, weniger gut blühen oder gar in heißen Sommern ausfallen.
Bei unserem Garten am schattenarmen Südhang im Trockengebiet bietet sich die andere Strategie eindeutig an! Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
Re:Lysimachia - Wucherer im Staudenbeet?
Hier ein Bild von L. vulgaris zusammen mit Stachys palustris an einem Altwasser der Elbe - ein herrlicher Anblick im Hochsommer!Der heimische Gilbweiderich - Lysimachia vulgaris - wächst bei mir am Bachufer. Sehr gesittet; keine Tendenz zum Wuchern bislang.Einen gewaltigen Ausbreitungsdrang hat dagegen Lysimachia thyrsifolia entwickelt: Vor drei Jahren ein Exemplar ans Teichufer gesetzt, hat es sich in beiden Richtungen ca 5 Meter weitergearbeitet; ob durch Ausläufer oder Aussaat kann ich nicht sagen.
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli