Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
News: Wir sind uns immerhin einig, dass Mais nicht das Nonplusultra menschlichen Eingreifens ist. (Mediterraneus)
Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
19. Juli 2021, 09:03:50
Erweiterte Suche  
News: Wir sind uns immerhin einig, dass Mais nicht das Nonplusultra menschlichen Eingreifens ist. (Mediterraneus)

Neuigkeiten:

|31|1| Verbascum diamantinum. Die berüchtigte Flex-Königskerze!  :o  (Dunkleborus)

Seiten: 1 [2]   nach unten

Autor Thema: Römersteinbruch St. Margarethen  (Gelesen 4165 mal)

Günther

  • Gast
Re:Römersteinbruch St. Margarethen
« Antwort #15 am: 03. Juni 2011, 18:24:02 »

OT:
Geologen finden auch in Wien so allerhand, sogar Ammoniten...
Gespeichert

ManuimGarten

  • Gast
Re:Römersteinbruch St. Margarethen
« Antwort #16 am: 03. Juni 2011, 18:35:19 »

Cool! Wo denn? Beim U-Bahn Bau? ;D

Fotos von den Einschlüssen... das ist nicht soo leicht. Die deutlich sichtbaren Fischlein und Schnecken sind auf handlichen Stücken im Büro und Aufenthaltsraum des Steinbruche ausgestellt und lt. deren Auskunft nicht soo häufig zu finden.

Am Brunnen sieht man solche Sachen:



Auf einer Platte gab es etwas größeres ovales, das ich für eine Muschel halte. Der Handwerker hat es wohl wegen des damit verbundenen Spaltes (Sprengwirkung von gefrierenden Wasser?) nach unten verlegt. So ähnlich sah es vom Material aus, aber die Form wie eine Muschelschale:



Hier noch ein Einschluß auf den älteren Platten der Halbsäulen (fiel mir erst nachher auf, dass die Oberfläche dort gröber ist :-[):


Aber das kann Brigitte wohl besser identifizieren. :D
Gespeichert

Günther

  • Gast
Re:Römersteinbruch St. Margarethen
« Antwort #17 am: 03. Juni 2011, 18:59:45 »

Cool! Wo denn? Beim U-Bahn Bau? ;D


Im Westen gabs - jetzt zugeschüttet und überbaut - einen kleinen Steinbruch, der als Ammonitenfundstelle bekannt war. Mit viel Glück kann man in der Nähe auch jetzt noch an der Oberfläche was finden.
Im Lainzer Tiergarten gibts einen Nummuliten-Aufschluß, und Fucoiden im Flysch sind fast überall zu finden.
Geologen wissen wohl noch mehr.
Gespeichert

Martina777

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5141
Re:Römersteinbruch St. Margarethen
« Antwort #18 am: 06. Juni 2011, 09:21:56 »

Sehr schön, der Stein, Manu. Foto Nr. 1 ... könnten das Korallen sein?

Viel Freude noch damit! Und danke für die tollen Fotos!
« Letzte Änderung: 06. Juni 2011, 09:25:39 von Martina777 »
Gespeichert

Knusperhäuschen

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 8017
  • Hochtaunus, Hessen
Re:Römersteinbruch St. Margarethen
« Antwort #19 am: 06. Juni 2011, 10:23:24 »

Wunderschön, Manu!

Da könnte ich gleich meinen Estwing-Hammer packen und losrennen! Solch einen Steinbruch mit fossilführendem Kalksandstein hätte ich auch gerne direkt vor der Haustür!

Man muss sich vorstellen, dass vor etwa 15 bis 16 Millionen an dieser Stelle ein flacher Meeresgolf war, er war ein randlicher Bereich des Paratethys genannten Meeres, das sich zu der Zeit zwischen dem sich vom Atlas/Pyrenäen bis zum Himalaya auffaltenden alpinen Gebirgsgürtel und dem eurasischen Festland bildete.

In diesem flachen Gewässer lebten viele Organismen, deren Überreste durch Calcit verfestigt jetzt diesen Kalksandstein bilden.
Die Matrix des Grundgesteins wird aus kalkigen Gehäusebruchstücken von kalkkrustenbildenden korallinen Rotalgen gebildet, das sind z.B. diese rundlichen Formen am Brunnen, da sind sie nicht so zerbrochen und sogen. Foraminiferen, das sind kleine, gehäusebildende Einzeller, in dieses Grundgestein mischt sich dann noch an Überresten, was sonst noch so in diesem Meer schwamm, Austern, Jakobs- Pilger- und Kammmuscheln, Muschelkrebsen, Röhrenwürmern, Fischskeletten, Haifischzähnen usw.,

sozusagen ein versteinertes Aquarium :D !

Lieben Dank fürs Hinführen :D !
Gespeichert
Warum bin ich eigentlich gerade nicht im Garten?

Günther

  • Gast
Re:Römersteinbruch St. Margarethen
« Antwort #20 am: 06. Juni 2011, 11:10:08 »

Fahr z.B. nach Mannersdorf und schau beim Zementwerk vorbei. Dort gibts immer wieder nette Versteinerungen, die die Arbeiter zur Seite legen und auch (meist) gegen Schmattes hergeben.
Mit Glück und guten Worten kannst Du auch offiziell in unbenutzte Teile des Steinbruchs hinein (dort gibts auch Kristalle...), aber auch im Ton gibts immer wieder Muschelschalen.
Gespeichert

Martina777

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5141
Re:Römersteinbruch St. Margarethen
« Antwort #21 am: 07. Juni 2011, 11:18:30 »

Danke für den Tipp, Günther!
Gespeichert

riesenweib

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 8923
  • schwarzerde | basisch | feucht | windig
    • :)
Re:Römersteinbruch St. Margarethen
« Antwort #22 am: 08. Juni 2011, 01:12:33 »

...
Man muss sich vorstellen, dass vor etwa 15 bis 16 Millionen an dieser Stelle ein flacher Meeresgolf war, er war ein randlicher Bereich des Paratethys genannten Meeres, das sich zu der Zeit zwischen dem sich vom Atlas/Pyrenäen bis zum Himalaya auffaltenden alpinen Gebirgsgürtel und dem eurasischen Festland bildete.

In diesem flachen Gewässer lebten viele Organismen, deren Überreste durch Calcit verfestigt jetzt diesen Kalksandstein bilden.
Die Matrix des Grundgesteins wird aus kalkigen Gehäusebruchstücken von kalkkrustenbildenden korallinen Rotalgen gebildet, das sind z.B. diese rundlichen Formen am Brunnen, da sind sie nicht so zerbrochen und sogen. Foraminiferen, das sind kleine, gehäusebildende Einzeller, in dieses Grundgestein mischt sich dann noch an Überresten, was sonst noch so in diesem Meer schwamm, Austern, Jakobs- Pilger- und Kammmuscheln, Muschelkrebsen, Röhrenwürmern, Fischskeletten, Haifischzähnen usw.,

sozusagen ein versteinertes Aquarium :D ! ...

schöne schilderung :)
Gespeichert
will bitte jemand meine tippfehler? Verschenke sie in mengen. danke ;-)
Seiten: 1 [2]   nach oben
 

Garten-pur.de Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutzerklärung

Forum Garten-pur | Powered by SMF, Simple Machines
© 2001-2015 garten-pur. All Rights Reserved.
Garten-pur.de