@goworo
ja, diese angaben hatten mich auch schon verwirrt.

ich kenne hermann fuchs + war auch schon in seinem garten. sicher bin ich mir jetzt nicht mehr, aber er gärtnert ja in der hofer gegend in nordbayern + da gibt's schönen lehm, der aber aus sauren gestein gebildet sein müsste, weil das auch eine schiefergegend ist. ich vermute mal, dass die lehmböden aus kalkgebieten für
Trillium ungeeignet sein dürften. weiß ich aber nicht wirklich, weil ich weder den einen noch den anderen lehmboden habe, sondern eigentlich den gleichen boden, den du schilderst....sandig-humos, aber nicht sehr sauer. nehme an, ohne je geprüft zu haben, etwas unter neutralwert (~5,5-6) so wie manche pflanzen wachsen bzw. eben nicht wachsen. bei mir wachsen bisher viele Trillium species sehr gut, ausnahme
Trillium undulatum, der es offenbar extrem sauer braucht (ph nicht über 4?).
Trillium rivale braucht m.e. unbedingt einen hohen mineralischen anteil in form von splitt. in reinem humusboden wächst er rückwärts. andere arten kommen bei mir im "einheitsboden" sehr gut zurecht (ausgangsboden braunerdiger sand der über die jahre durch starkes mulchen mit holzhäcksel sehr humos wurde)...
grandiflorum, erectum, albidum, kurabayashii, flexipes, cuneatum, rugelii, recurvatum, luteum, cernuum, catesbaei + evtl. die eine oder andere art aus der sessilen-gruppe, die noch unbestimmt ist.
es klappt also mit
Trillium sowohl in lehmböden als auch in sandig-humosen böden. wieviel kalk sie im boden vertragen weiß ich nicht, weil ich mit solchen böden keine erfahrung habe. wie sauer dein boden ist weiß ich nicht, aber wenn's scheinbar nicht so recht klappt, dann könnte er evtl. zu sauer für
Trillium sein. versuch doch mal einen kleinen pflanzbereich mit etwas dolomitkalk aufzukalken + schau mal ob es mit
T. grandiflorum dann funktioniert. der ist leicht zu bekommen. wenn du nur einen kleinen pflanzplatz vorbereitest "versaust" du dir auch nicht deinen boden mit dem kalk.