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Autor Thema: Lebender Mulch: Bodendecker und Lückenfüller in Staudenpflanzungen  (Gelesen 17127 mal)

Windsbraut

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #30 am: 30. März 2011, 22:05:10 »

Habt Ihr noch einige gute Vorschläge für sonnige Flächen?

Also sonnig - obwohl immer für Schatten/ Halbschatten empfohlen - nenne ich dir nochmal die Waldsteinie. Bei uns am Südhang, sonnenexponiert, schwerer Lehmboden - und die Dame wächst und blüht, dass es eine Freude ist. Goldene Teppiche - fängt gerade an.
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Windsbraut

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #31 am: 30. März 2011, 22:06:15 »

Sehr dauerhaft mit geschlossener Pflanzendecke haben sich bei mir hauptsächlich Aegopodium podagraria und Ranunculus repens erwiesen.
Mein Geschmack kann sich nur noch nicht richtig daran gewöhnen :-\

"Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Baumarkt oder lesen Sie "Mein Schöner Garten" "

Oh Giersch!? ??? Ob das nicht mehr Fluch als Segen ist?

Ich glaube, es war nicht wirklich als Empfehlung gemeint........... das andere ist Kriechender Hahnenfuß ..... ;D
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Danilo

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #32 am: 30. März 2011, 22:08:31 »

Gemessen an der Fläche, die seine Blattrosetten zwischen anderen Stauden in allen erdenklichen Gartensituationen einnehmen, kann ich Digitalis purpurea nicht unerwähnt lassen. Die Sämlinge laufen als ausgesprochene Lichtkeimer bereitwillig zwischen Stauden auf und bedecken schnell und zuverlässig den Boden. Ich pflanze sie auch bewusst in anfängliche Lücken in den Beeten, lasse sie je nach Situation aber nicht überall blühen. Die gleiche Rolle spielen filzblättrige Verbascum-Arten wie V. thapsus.
In sonnigen Bereich leistet neben Myosotis auch das gewöhnliche Bellis perennis seine Bodendeckerdienste. Da nicht vom Rasen bedrängt wie sonst üblich, bildet das Gänseblümchen in Beeten durch kurze Ausläufer schnell kleine Matten und samt sich reichlichst aus. Nachteil: Wird wie Myosotis später etwas unansehnlich.
Es gibt viele kurzlebige Stauden, die sich ähnlich nutzen lassen. Natürlich Pseudofumaria lutea und P. alba. Pulmonaria-Arten, auch sonnig, wenn sie ab Sommer durch hohe Stauden beschattet werden, Ajuga und Geum ebenso.
« Letzte Änderung: 30. März 2011, 22:12:50 von Danilo »
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Treasure-Jo

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #33 am: 30. März 2011, 22:12:24 »

..auf kargem Boden dient bei mir Euphorbia cyparissias 'Fens Ruby' als Lückenfüller, ohne lästig zu werden. Die Wildform macht sich aber auf etwas nährstoffreicheren Böden zu schnell und weitläufig breit.
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Jo

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #34 am: 30. März 2011, 22:14:07 »

@Danilo,

wie immer prima Ideen! Danke.

LG

Jo
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Danilo

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #35 am: 30. März 2011, 22:16:20 »

Campanula persicifolia, Polemonium caeruleum und Linum perenne hätt ich noch. :)
Mit denen hab ich seinerzeit z.B. die 'Johanniswolke' großgezogen. Wurden irgendwann einfach vom Knöterich geschluckt.

Aber nicht ohne Remontierschnitt, wenn Selbstaussaat unerwünscht ist. ;)

Nein, ich glaube, das geht zu sehr vom Bodendecker hin zum Lückenfüller, ich muss mal etwas tiefer suchen. ;)
« Letzte Änderung: 30. März 2011, 22:19:38 von Danilo »
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cydora

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #36 am: 30. März 2011, 22:21:17 »

Vergißmeinnicht hatte ich als geschlossene Decke im Vorgarten im Mittelbeet. Dadurch hätte ich beinahe Salvia nemorosa verloren, der dem nicht gewachsen ist. Ebenso andere weniger durchsetzungsfähige Stauden. Da muss man also ziemlich aufpassen. Ich lasse da nun nur noch einzelne Pflanzen stehen.

Im (Halb)schatten finde ich auch Waldsteinia ternata perfekt. Soll bei mir im Vorgarten das gesamte Seitenbeet abdecken. Da habe ich mit anderen Stauden noch keine Probleme gehabt. Es wächst schön unter allem durch und macht auch im Winter eine (einigermaßen) grüne, geschlossene Decke. Allerdings habe ich auch keine besonderen zarten Schätze da...

Epimedium 'Frohnleiten' habe ich dagegen komplett verbannt, weil es mit seinen harten Rhizomen (nennt man das so? Alzheimer...) sogar meine großen Polystichum-Horste durchbohrt hat und nicht mehr zu entfernen war >:(

Im Quittenbeet erfüllt die Funktion Lamium maculatum 'Pink Pewter'. Samt sich überall aus, ist an ungewollten Stellen leicht zu entfernen und sieht auch im Winter hübsch aus.

Im Schuppenbeet hatte ich das gelblaubige Pfennigkraut, es war mir da aber dann zu unruhig. Das hatte ich nach einer Stunde jäten komplett weg. Ich finde es eigentlich (wo es paßt) ideal, weil es auch leicht zu entfernen ist und keinen Schaden anrichtet.

Für kleine Flächen ist Schlangenbart (ich habe grünen) auch geeignet, er wächst halt sehr langsam.

Ich suche noch etwas für die Sonne zwischen hohen Herbstsedum...
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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #37 am: 30. März 2011, 22:23:35 »

Campanula persicifolia, Polemonium caeruleum und Linum perenne hätt ich noch. :)
Mit denen hab ich seinerzeit z.B. die 'Johanniswolke' großgezogen. Wurden irgendwann einfach vom Knöterich geschluckt.

Aber nicht ohne Remontierschnitt, wenn Selbstaussaat unerwünscht ist. ;)

Nein, ich glaube, das geht zu sehr vom Bodendecker hin zum Lückenfüller, ich muss mal etwas tiefer suchen. ;)

Nein, nein: Das Hauptthema ist lebender Mulch. Lückenfüller sind ebenso willkommen. Werde Threadtitel erweitern.
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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #38 am: 30. März 2011, 22:25:24 »

Ich suche noch etwas für die Sonne zwischen hohen Herbstsedum...
Da nutze ich z.B. Thymus doerfleri und niedrige Nepeta.
Aster tongolensis und A. alpinus funktionieren auch prima. Brauchen leider selbst ein Jahr Zeit um ihre Blattteppiche zu bilden. Macht sich daher am besten, wenn man einfach etablierte Pflanzen von anderswo in den Lücken des neuen Beetes verteilt. A. tongolensis verschwindet nach ein paar Jahren von selbst.
« Letzte Änderung: 30. März 2011, 22:28:24 von Danilo »
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Treasure-Jo

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker und Lückenfüller in Staudenpflanzungen
« Antwort #39 am: 30. März 2011, 22:26:14 »

"Ich suche noch etwas für die Sonne zwischen hohen Herbstsedum"


Cydora,

Vielleicht ein Hieracium und natürlich auch niedrige Sedum (S. reflexum, S. cauticola, S. spurium, S. floriferum...)


Danilo,

welche Nepeta?
« Letzte Änderung: 30. März 2011, 22:35:35 von Treasure-Jo »
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marygold

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker und Lückenfüller in Staudenpflanzungen
« Antwort #40 am: 30. März 2011, 22:28:51 »

Für halbschattige Standorte würden sich auch Oxalis crassipes und Oxalis triangularis anbieten: Die Knöllchen breiten sich rasch aus und sind Dauerblüher. Man müsste halt bloß im Herbst daran denken, einige auszugraben.
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Danilo

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker und Lückenfüller in Staudenpflanzungen
« Antwort #41 am: 30. März 2011, 22:31:46 »

Ich lasse ganz normale N. x faassenii oder N. racemosa vagabundieren. Die samen sich eben aus wo es ihnen passt und verschwinden irgendwann einfach.
Klappt gut in Kombination mit besagtem Sedum, Aster amellus, größeren Stipa.
Für kleine Nachbarn finde ich den Zwergthymian gut geeignet,denn dem halten auch Mimosen wie Erodium und Geranium cinereum stand.
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Windsbraut

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #42 am: 31. März 2011, 08:46:41 »

Nein, ich glaube, das geht zu sehr vom Bodendecker hin zum Lückenfüller, ich muss mal etwas tiefer suchen. ;)

Nein, nein: Das Hauptthema ist lebender Mulch. Lückenfüller sind ebenso willkommen. Werde Threadtitel erweitern.

Oh, wenn's auch höher sein darf, empfehle ich auch Linaria purpurea, ich habe die Sorte "Canon Went" (die Sorte ist aber egal, mendeln ohnehin auf, man hat dann alle möglichen Schattierungen der Originalfarbe). Säen sich überall aus, stören nie, bedrängen nichts, und sind so zart, dass sie zu fast allem passen.
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macrantha

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker in Staudenpflanzungen
« Antwort #43 am: 31. März 2011, 09:03:09 »

Niemals, niemals nicht - Pfennigkraut, Lysimachia nummularia. Hat man es einmal, hat man es ewig. Kriecht in jede Nachbarpflanze hinein, reißt ab beim Herauspulen (Garant für's Wiederkommen) - eine Pest.

Bei dieser Antwort musst ich denken: und niemals nie nicht Ranuculus ficaria oder Walderdbeere! Das gelbblättrige Pfennigkraut habe ich sogar und freue mich noch über seine Verbreitung ::)
Aber gerade die Walderdbeere kann einen in die Verzweiflung treiben. Als wieder gut zu entfernenden Bodendecker würde ich sie wirklich nicht bezeichenen. Mit ihren langen, haardünnen Ausläufern setzt sie sich gerne mitten in andere Stauden hinein und ist nur noch im operationsgleichen Jäteaktionen zu entfernen (Pinzette nicht vergessen).
Ich habe ein ganzes Beet im Würgegriff dieser Pflanze (übrigens auch teilweise in der vollen Sonne auf Sandboden!)
Im Frühsommer bin ich begeistert über die süßen Beeren, im Spätsommer verzweifle ich über die 1000e Ausläufer.
Ranunculus ficaria steht jetzt auch flächendeckend im Beet und selbst wüchsige Stauden wie Lupinen und Trifolium ochroleuca muss ich freirupfen. :P

Ich bin skeptisch, ob ausläufertreibende Pflanzen überhaupt als Opferpflanzen (also welche, die irgendwann verschwinden oder die man wieder leicht entfernen kann) geeignet sind. Ich würde eher sowas wie Waldsteinia geoides oder Alchemilla molis verwenden. Die machen dicht, aber treibe nicht in alles Richtungen. Und zur Not entfernt man die Blüten/Samenstände frühzeitig.
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Wenn Du einen Schneck behauchst, schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn Du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse. (Ringelnatz)

Wiesentheo

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Re:Lebender Mulch: Bodendecker und Lückenfüller in Staudenpflanzungen
« Antwort #44 am: 31. März 2011, 09:50:10 »

Das wollte ich auch machen mit Waldmeister.Weiß aber noch nicht so recht,ob ich das nehmen sollte.
Ein guter Bodendecker ist auch wilder Wein.Da hab ich ein kleines Stück,wo ich doie ausläufer einfach wachsel lasse und den ab un zu so lege,dass alles bedeckt ;D
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Der Vorteil der Klugheit besteht darin,dass man sich dumm stellen kann. -  Umgedreht ist das schon schwieriger.
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