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News: Jedem sein eigener kleiner Kreuzzug.  ;)  ;D  (oile)
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|6|2|Bahnfahrten in Deutschland sind lustig - vor allem wenn man nicht im Zug sitzt. (Biotekt)

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Autor Thema: Stachelbeeren  (Gelesen 93202 mal)

Tester32

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #720 am: 13. Januar 2021, 19:21:02 »

Meine Karlin hat leider auch Haare, es muss sich also um eine andere Sorte bei Dir handeln.

Meine Karlin war auch ziemlich haarig. Und sie schmeckte wie Gras mit Arzneimitteln, ein eigener, starker, aber für mich unangenehmer Geschmack.

@Callis:

Vermehren über Absenker geht deutlich leichter als mit Stecklingen. Im Frühherbst die Spitze einbuddeln, über Winter treibt sie Wurzeln aus und im nächsten Sommer kannst sie irgendwann von der Mutterpflanze trennen, wenn an der versenkten Stelle eigene Triebe rauskommen. Wahrscheinlich geht das auch zu anderen Jahreszeiten.
« Letzte Änderung: 15. Januar 2021, 23:24:11 von Tester32 »
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Rib-isel

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #721 am: 13. Januar 2021, 21:51:12 »

Karlin ist eine behaarte Sorte.
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thuja thujon

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #722 am: 13. Januar 2021, 22:32:42 »

Meine Steckholzquote ist auch nicht die beste, aber ich meine zu glauben, das je früher ich stecke, desto mehr wurzeln an.
In manchen Jahren 90%, in manchen auch nur 5 oder 10. Ich hatte auch schon Totalausfall und mache wenigstens alle 2 Jahre frische Stachelbeeren. Auch als Ersatz für Ausfälle, und wenn es die nicht gibt, wird eben verschenkt.

3 Augen lang, 2 in der Erde, das obere an der Erdoberfläche und ein Zapfen von 2cm stehen lassen, unten schräg angeschnitten.
Ob ich sie schräg in einen Graben lege oder senkrecht stecke, ich weiß nicht obs wirklich ein Unterschied macht. Der Winter und die Frühjahrstemperaturen haben wohl mehr Einfluss.
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Callis

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #723 am: 15. Januar 2021, 20:08:33 »

Ich glaube der wichtigste Tipp ist, dass man schneiden soll, bevor die Sträucher sich schon intensiv um die Blütenansätze des neuen Jahres "gekümmert" haben, dadurch verschwenden sie Kraft.

Also könnte man direkt nach der Ernte ältere Triebe bodennah rausnehmen, aber auch noch im frostfreien Winter, bevor die Knospen schwellen - und das ist bei allen Beerensträuchern recht zeitig. Daher könnte man dem Sommerschnitt schon fast den Vorzug geben.

Danke, Gänselieschen. Also könnte ich die Stachelbeere auch jetzt im Winter an frostfreien Tagen schneiden.
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Callis

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #724 am: 15. Januar 2021, 20:13:06 »

Ich schneide im Winter, das genug Schubkraft für Neutriebe im Frühjahr da ist.

Zu den Stecklingen oder Steckhölzern:
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,41434.0.html

Meine sind letzte Woche gesteckt worden, nach dem Schnitt.

Oh, wie peinlich. Ich hatte völlig vergessen, dass ich vor fast 10 Jahren schon mal gefragt hatte. ::) Inzwischen habe ich seit 5 Jahren einen anderen Garten und das Problem erneuert sich.
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Callis

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #725 am: 15. Januar 2021, 20:16:42 »


@ callis
  Man kann zwar Stachelbeeren aus Stecklingen ziehen, aber bei mir hat es auch bei mehreren Versuchen nicht geklappt.
  Die für mich beste Methode, die fast immer von Erfolg gekrönt ist, ist die Vermehrung über Absenker.

Inzwischen habe ich meinen Strauch wieder besichtigt (der Garten ist nicht an meiner Wohnung) und tatsächlich auch einen bewurzelten Absenker gefunden, den ich dann im Frühjahr abtrennen werde. Mit den Stecklingen werde ich es trotzdem mal versuchen, einfach aus Neugier. :D

Dank auch an Tester für die Absenkermethode.
« Letzte Änderung: 15. Januar 2021, 20:19:08 von Callis »
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Callis

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #726 am: 15. Januar 2021, 20:24:18 »

Meine Steckholzquote ist auch nicht die beste, aber ich meine zu glauben, das je früher ich stecke, desto mehr wurzeln an.
...

Wann ist denn 'früher'?
Zitat
3 Augen lang, 2 in der Erde, das obere an der Erdoberfläche und ein Zapfen von 2cm stehen lassen, unten schräg angeschnitten.
Ob ich sie schräg in einen Graben lege oder senkrecht stecke, ich weiß nicht obs wirklich ein Unterschied macht. Der Winter und die Frühjahrstemperaturen haben wohl mehr Einfluss.

Ist mit Zapfen, das Ende oben über dem rausschauenden Auge gemeint? Und wie lang unter dem untersten Auge ehe schräg abgeschnitten wird?
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Wild Obst

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #727 am: 15. Januar 2021, 20:42:10 »

Ist mit Zapfen, das Ende oben über dem rausschauenden Auge gemeint?

So kenne ich das.

Und wie lang unter dem untersten Auge ehe schräg abgeschnitten wird?

Da achte ich nicht wirklich darauf und die Steckhölzer wachsen trotzdem an. Stachelbeeren wachsen jetzt vielleicht nicht ganz so einfach an wie Johannisbeeren, aber viel Unterschied ist nicht.
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thuja thujon

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #728 am: 15. Januar 2021, 20:49:46 »

Callis, jetzt wo du es schreibst fällts mir dann auch auf...  ;D

Mit früher meine ich eher Dezember als Februar. Hier gibts aber auch meist keinen Winter.

Zapfen, ja etwa 1cm über dem oberen Auge geschnitten, unten wenigstens 5 mm oder auch mehr.
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Callis

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #729 am: 16. Januar 2021, 12:44:05 »

Danke, thuja thujon.

Jetzt habe ich doch noch eine Frage zum Auslichtungsschnitt. Der Strauch hat dunkle und helle Äste/Triebe. Gehe ich richtig in der Annahme, dass die dunklen Triebe die älteren sind?
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Rib-isel

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #730 am: 16. Januar 2021, 12:45:12 »

Ja
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Callis

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #731 am: 16. Januar 2021, 12:47:44 »

Gut, dann werde ich mich nächste Woche mal ans Werk machen. Da soll es ja wieder wärmer werden.
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Ribisle

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #732 am: 16. Januar 2021, 16:36:11 »

Hallo Callis,
bei den Stachelbeeren sollte man mit geballter Faust in den Stock hinein langen können. Deshalb kann man die Stachelbeere als Strauch erziehen. Zwei bis drei Äste stäbt man und erhält damit Höhe. Bei den Stachelbeeren ist das stäben wichtig sonst hört das Höhenwachstum auf. Fruchthöhe bis zum ausgestreckten Arm. Gleichzeitig bilden sich dann Verzweigungen. Diese müssen erst im Alter von 2-3 Jahren geschnitten werden. Das Alter der Hauptstämme kann dann schon mal 11 Jahre (meist dunkle Farbe) haben  (siehe Bild). Die untersten Zweige werden abgeschnitten und die unteren werden mit einer Ballustrade gestützt; sodass die Früchte erst ab Kniehöhe anfangen. Diese Stachelbeere (Grüne Kugel) bringt Ertrag für 3 Personen.

Grüße Ribisle
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Callis

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #733 am: 16. Januar 2021, 17:27:09 »

Danke, Ribisel, das ist eine sehr gute Beschreibung. Und einen sehr eindrucksvollen Strauch hast du da. Wie hoch ist er? und wie alt?

Das mit der Ballustrade müsste ich mal ausprobieren. Denn tatsächlich suche ich mit dem Enkel die Stachelbeeren oft fast über dem Boden.
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Ribisle

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Re: Stachelbeeren
« Antwort #734 am: 17. Januar 2021, 11:09:09 »

Hallo Callis,
die Stachelbeere (grüne Kugel) aus Stecklingen gezogen ist ca. 14 Jahre alt und ca 1,60 m hoch. Weitere Mitteläste gehörten hoch gezogen. Die Ballustrade ist hier deshalb da, damit die mit schweren Früchten (ca. 2 € groß) behangenen Zweige nicht auf den Boden gelangen.
Die andere Sorte (Hinnonmäki) würde ich als Mittelast nur 5 - 6 Jahre alt werden lassen. Diese Sorte ist besser in einem Spalier aufgehoben.
Wenn beim basalen Auslichtungsschnitt der Stauden der Schnitt einen braunem Kern hat gibt es bei diesem wenige unschöne Früchte, weil er wenige oder keine Nährstoffe und Wasser transportieren kann.
Dieses Alter ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich. - Learning bei Doing.

Hier meine Faustregel bei Beerenschnitt. Fruchtbehang erst ab Kniehöhe bis nach oben ausgestreckter Arm. Der Hintergrund ist:
- bessere ergonomische Bearbeitung und Ernten (ohne Pflaster).
- auf den Früchten keine bodenbürtige Krankheiten und bessere Durchlüftung des Staude.
- ausgereiftere Früchte und bessere Einschätung deren Fruchtqualität.
- bessere Feldarbeit an der Staude.
- Besseres Anbringen einer Bewässerungs-Leitung oder händisch gezielteres Wässern.
- Anbringung einer Unterpflanzung von Zwiebelblüher (Schneeglöckchen), diese fördern eine zusätzliche Bewässerung der Stachelbeeren im Spätwinter und sind bei der Fremdbestäubung nützlich weil diese meist die erste Nahrung der Hummeln ist. Die Staude bekommt durch die Fremdbestäubung durch die Hummeln mehr Früchte.

Grüße Ribisle
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