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|9|5|Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge. (Wilhelm Busch)

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Autor Thema: Ballentücher bei Container-Gehölzen  (Gelesen 10114 mal)

pearl

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #30 am: 15. April 2011, 18:36:11 »

danke, Staudo, dass du mich aufklärst, so von Neandertaler zu Cro-Magnon-Mensch. ;D
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BuckarooBanzai

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #31 am: 17. April 2011, 16:15:49 »

Naja Containerware ist in der Richtung schon gut das ich als Landschaftsgärtner einen Garten auch im Sommer fertig erstellen kann oder z.B. letztes Jahr als das Frühjahr so kurz war.

Oft wird Showgetopft weil Containerware meist teurer ist als Ballenware und gerade im Baumarkt damit beschissen werden kann. Containerware wird eigentlich schon im Container gezogen und eigentlich nie vom Freiland in den Conatiner umgetopft hat halt mit der Qualitätsbewertung des BdB zu tun.
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Erst muss sich der Gärtner mit dem Spaten mühen dann kann der Baum im Garten blühen.

Franklinia

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #32 am: 17. April 2011, 17:22:41 »

Hall, ich glaub ich habe jetzt jeden Artikel gelesen, und kann (muß) hierzu folgendes sagen:
1. Die Holländer verwenden noch stets Kunststofffasertücher, in D nicht mehr zugelasssen nach BdB Norm.
2. Viele Pflanzen werden zuerst balliert, und dann in Töpfe gesteckt (gefriemelt,gepframpft) weil der "Kunde Gartencenter" es so wünscht, es gibt keine Einschlagflächen mehr !
3. Jutefasertücher verrottten wirklich schon nach Wochen. Wir verwenden sie zehntausenfach per Jahr.
4. Mischgewebe verwenden wir, weil viele Kunden es wünschen. ist die Baustelle nich fertig, können sie diese Pflanzen einschlagen und auch noch nach Wochen mit festem Ballen verpflanzen. Gewebe ist längs Jute und quer Kuststoff gewebt.
weitere Fragen gerne , Gruß, Franklinia
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raiSCH

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #33 am: 17. April 2011, 17:27:14 »

@ Franklinia: Die Punkte 1,2 und 4 finde ich schlimm, Nr. 3 ist tröstlich - lose, nackte Wurzeln scheint es gar nicht mehr zu geben (wenigstens bei uns), dabei werden z.B. sogar die Magnolien aus Neuseeland so nach Europa exportiert, weil Ballen- oder Containerware nicht ausgeführt werden darf!
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Paulownia

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #34 am: 17. April 2011, 18:12:23 »

2. Viele Pflanzen werden zuerst balliert, und dann in Töpfe gesteckt (gefriemelt,gepframpft) weil der "Kunde Gartencenter" es so wünscht, es gibt keine Einschlagflächen mehr !

Meinst du das jetzt nur auf Holland bezogen, oder auch bei uns?
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LG Margrit
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Querkopf

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #35 am: 17. April 2011, 18:22:25 »

Hallo, Franklinia,

danke für deine Informationen.
...Die Punkte 1,2 und 4 finde ich schlimm, Nr. 3 ist tröstlich...
Ja.

Dann lässt das, was ich im Eingangsposting und in #3 geschildert habe, wohl drauf schließen, dass die Baumschule, von der meine Pflanzen kamen, z. T. zugekaufte Gehölze weitergereicht hat. Ein Grund mehr für eine kritische Mail (die ist bisher noch nicht geschrieben): Zukauf ist ja völlig okay, aber der Betrieb muss offenbar seinen Lieferanten schärfer auf die Finger gucken.

... 2. Viele Pflanzen werden zuerst balliert, und dann in Töpfe gesteckt (gefriemelt,gepframpft) weil der "Kunde Gartencenter" es so wünscht, es gibt keine Einschlagflächen mehr ! ...
Wäre eine Erklärung für meine Drehwurzelpatientin: Chamaecyparis obtusa 'Nana' gibt's auch in vielen Gartencentern - vielleicht beliefern manche Produzenten auch Baumschulen und juckeln ihnen dann "Gartencenter-Qualität" unter?

In einem Punkt muss ich meine Kritik übrigens abschwächen: Die Pflanze, die wg. Minimalstwurzelwerk vermutlich nicht mehr lebt, könnte auch einen Frosttod gestorben sein - Sciadopitys verticillata wird von Bärtels in WHZ 7a eingestuft, das ist bei Topfüberwinterung knapp, selbst an sehr geschütztem Ort und mit zeitweilig dicker Schneedecke. Andererseits: Direkt daneben stand ein Cephalotaxus fortunei 'Prostrata', lt. Bärtels WHZ 7b (!!) - und dem geht es gold...

Künftig also guckenguckengucken ::). Sofort.

Schöne Grüße
Querkopf
« Letzte Änderung: 17. April 2011, 18:27:19 von Querkopf »
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"Konsequenz heißt auch den Holzweg bis zum Ende zu gehen!"
Online-Leserkommentar zu einem Artikel der österreichischen Zeitung "Der Standard" über Donald Trump, 30.04.2020

pearl

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #36 am: 17. April 2011, 22:52:51 »

Franklinia, danke für die Aufklärung. Gut zu wissen und noch besser der Schluss, der daraus gezogen werden kann. Immer auf den Anbieter achten. Besser ist handwerklich hochwertiges erkennen zu können und dann auch erwerben zu müssen.
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Franklinia

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #37 am: 18. April 2011, 21:24:30 »

Zitat

Meinst du das jetzt nur auf Holland bezogen, oder auch bei uns?
Zitat
Nö, auch bei uns , es fing mit den Weihnachtsbäumen an (nun, die sollten ja auch nicht weiterwachsen sonder schön standfest im Pott sein) Sind z.B. die Containerbetriebe bei best. Sorten ausverkauft, wird von den Händlern Freilandware geordert, und MUSS dann in Töpfe gesteckt werden. Ist eigentlich auch nicht so schlimm, wenn denn der Topf groß genug ist und die Ware zügig abfliesst im Center. Ist dies nicht der Fall, kann oftmals das wasser nicht so richtig an den Ballen und es gibt frühzeitig Trockenschäden. Geht mal im Frühjahr in die 08/15 Gartencenter/baumärkte und schaut euch die Einmeterthuja aus NL für € 3,95 an dann wisst Ihr was ich meine . Aber genug gemeckert jetzt, Schüss und Servus,Franklinia
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Frank

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #38 am: 18. April 2011, 22:10:02 »

3. Jutefasertücher verrottten wirklich schon nach Wochen. Wir verwenden sie zehntausenfach per Jahr.

Bei meinen Ballentücherfunden gehe ich nach dem Pflanzdatum (vor 30 Jahren und mehr) von Jute aus und muß sagen, daß ich die Fasern fast komplett immer noch gefunden habe. Die Gehölze waren nicht eingegangen sondern einfach am Standort zu groß geworden und mussten daher leider weichen. Ob man damals schon Mischgewebe oder Kunststoffe verwendet hat - ich dachte eher: Nein.

LG Frank
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pearl

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #39 am: 18. April 2011, 22:36:02 »

Geht mal im Frühjahr in die 08/15 Gartencenter/baumärkte

aber nicht doch!
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Staudo

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #40 am: 19. April 2011, 07:26:39 »

@ Frank, nee, da irrst Du Dich. Jute hält nur ein paar Wochen, länger nicht. Vielleicht waren es Kunstfasern in Juteoptik?
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Franklinia

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #41 am: 21. April 2011, 20:47:15 »

Bei meinen Ballentücherfunden gehe ich nach dem Pflanzdatum (vor 30 Jahren und mehr) von Jute aus und muß sagen, daß ich die Fasern fast komplett immer noch gefunden habe. Die Gehölze waren nicht eingegangen sondern einfach am Standort zu groß geworden und mussten daher leider weichen. Ob man damals schon Mischgewebe oder Kunststoffe verwendet hat - ich dachte eher: Nein.

LG Frank
Zitat
Hallo Frank, ist eigentlich richtig was Du schreibst, Deine Gewebereste sind noch zu identifizieren, denn vor 40, 30 oder auch 20 Jahren war es ganz normal das Acrylgewebe zu benutzen. Die Schäden (der Endkunde hat die Knoten nicht gelöst) waren dann zum Teil ernorm und man wechselte auf das jetzige Mischgewebe. Wir verwenden jedoch zu 99,5 % reine Jute, da unser Kundenkreis eben aus dem gwerblichen Ga-La-Bau bzw. weiterhandelnden Baumschulen besteht. Gruß, Franklinia, der nicht weiß wie man Zitate einbindet ;)
« Letzte Änderung: 21. April 2011, 20:48:54 von Franklinia »
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pearl

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Re:Ballentücher bei Container-Gehölzen
« Antwort #42 am: 22. April 2011, 21:39:25 »

3. Jutefasertücher verrottten wirklich schon nach Wochen. Wir verwenden sie zehntausenfach per Jahr.

Bei meinen Ballentücherfunden gehe ich nach dem Pflanzdatum (vor 30 Jahren und mehr) von Jute aus und muß sagen, daß ich die Fasern fast komplett immer noch gefunden habe. Die Gehölze waren nicht eingegangen sondern einfach am Standort zu groß geworden und mussten daher leider weichen. Ob man damals schon Mischgewebe oder Kunststoffe verwendet hat - ich dachte eher: Nein.

LG Frank
Hallo Frank, ist eigentlich richtig was Du schreibst, Deine Gewebereste sind noch zu identifizieren, denn vor 40, 30 oder auch 20 Jahren war es ganz normal das Acrylgewebe zu benutzen. Die Schäden (der Endkunde hat die Knoten nicht gelöst) waren dann zum Teil ernorm und man wechselte auf das jetzige Mischgewebe. Wir verwenden jedoch zu 99,5 % reine Jute, da unser Kundenkreis eben aus dem gwerblichen Ga-La-Bau bzw. weiterhandelnden Baumschulen besteht. Gruß, Franklinia, der nicht weiß wie man Zitate einbindet ;)

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