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News: Im Abschied ist die Geburt der Erinnerung. (Salvador Dali)
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|23|6|Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.  (Hermann Hesse) 

Sommerblühende Phlox-Cultivare: Komplette Checkliste
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Autor Thema: Farn und Hosta  (Gelesen 8119 mal)

claudia

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Farn und Hosta
« am: 18. Januar 2005, 09:21:16 »

Da hat sich durch eine Umsetzaktion im Herbst eine Lücke aufgetan, die gefüllt werden muss. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das ein Platz für Hostas in Kombination mit Farnen ist!
Der Pflanzplatz ist ein ca. 1m breiter Streifen mit Morgensonne bis ca 11 Uhr. Später liegt der Platz im Hausschatten (nicht aber im Regenschatten). Auf der Rückseite des Streifens ist ein Lattenzaun. Der Boden ist tiefgründig frisch. Der Streifen wird ab und zu von einer Säuleneibe unterbrochen.
Jetzt bitte ich euch um Ideen, Pflanzvorschläge, gelungene Kombinationen, geglückte Kompositionen der beiden Partner!
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Schöne Grüße
claudia

macrantha

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #1 am: 18. Januar 2005, 09:58:53 »

Hallo Claudia,
bei diesem Thema bekommst Du sicherlich einige Vorschläge und gelungene Photos (was ich von den meinen nicht behaupten kann).
Da Farne und Hostas erst recht spät austreiben, finde ich eine Unterpflanzung wichtig, die ab Mai wieder verschwinden darf. Das könnten z.B. Frühlingsblüher wie Chinodoxa sein (normalblaue Scilla sind an "meiner" schattigen Stelle zu dunkel, um sich gut abzuheben) und Waldmeister, der hier wuchern darf. Nach seinem giftgrünen Austrieb und den Blüten im Mai wird er ohnehin stellenweise sehr unansehlich (aber dann bedecken ihn die Hostablätter). Neben Aruncus dioicus (hübsch zu den derben Hostablättern ist sicher auch Aruncus aethusifolius), viel Wurmfarn und einer Hortensie fühlen sich auch Vergißmeinnicht wohl (samen sich zahlreich aus und verschwinden ja ohnehin wieder im Mai/Juni), Veilchen und sogar der Hirschzungenfarn (obwohl er Kalk mag, ist er in meinem leicht sauren Boden frischgrün und bringt auch im Winter Farbe).
Interessanterweise gedeihen auch normale Lilium-Hybriden sehr gut - muß man ausprobieren - bringen auch im Sommer Farbe. Im Herbst bietet Fuchsia magellanica Blütenglöckchen in rosarot und die Bleiwurz (Ceratostiga plumbagoides) Farbtupfer. Dann gibt es noch ein paar Blattschmuckpflanzen wie z.B. Einbeere (aber im Winter ist mein Erinnerungsvermögen doch sehr lückig...)
LG
macrantha
« Letzte Änderung: 18. Januar 2005, 10:00:21 von macrantha »
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claudia

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #2 am: 18. Januar 2005, 12:23:14 »

Danke macrantha für deine Vorschläge. Die Unterpflanzung ist sicherlich ein eigenes Thema, weil man ja nicht monatelang nur nackte Erde sehen will!
Ich würde mich auch über - villeicht nur aus deiner Sicht - nicht so gelungene Fotos freuen! Nur immer her damit!

Vielleicht kann ich noch ein paar konkrete Fragen anhängen?
Mit welcher Hosta soll man z. B. Adiantum pedatum kombinieren? Sollen die schwarzen Stängel des Farns mit einer entsprechenden Farbe bei der Hosta zusammengesellt werden? Red Oktober? Oder ist die Kombination des frischgünen Laubes des Farns mit einer wachsbereiften blauen Hosta eine Augenweide?
Welche Hosta nimmt das Farbspiel des Athyrium nipponicum Metallicum am besten auf? Passt dazu nur eine Einfarbige? Oder gibt es eine, die das Farbspektrum aufgreift oder ergänzt?
Muss man Dryopteris erythrosora unbedingt mit einer gelblaubigen Hosta vergesellschaften? Oder kommt hier nur eine dunkelgrüne in Frage? Und welche Blattstruktur soll die dann haben?
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Schöne Grüße
claudia

Christiane

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #3 am: 18. Januar 2005, 15:14:26 »

Claudia,
ich wäre bei den Grüntönen nicht so zaghaft. Ich finde, dass die Kombination Hosta und Farn eigentlich immer wirkt, weil filigrane Wedel auf eine Blattschmuckstaude treffen. Ich würde - um diesen Eindruck zu verstärken - Hostasorten mit mittelgroßen bis großen Blättern wählen und gerne auch Farne mit panaschierten Hostas kombinieren.

Bei den Farnen bevorzuge ich wintergrüne, weil ich dann ebenfalls im Winter etwas von unseren Farnen habe. Bei den Hirschzungenfarnen möchte ich Dir im besonderen Maße die gewellten Formen ans Herz legen, wie Asplenium scolopendrium "Crispum Moly" oder "Crispa". Außerdem haben sich bei uns die Polystichum-Farne als sehr dekorativ und unproblematisch erwiesen. Unser Polystichum polyblepharum hat beispielsweise wunderschön glänzende Wedel (Er muss aber gegen Spätfröste etwas geschützt werden, ist dann allerdings völlig unproblematisch!), Polystichum setiferum "Greenlace" hat sehr fein aufgeteilte Wedel, die mich immer wieder aufs Neue begeistern und nicht vermuten lassen, wie robust dieser Farn wirklich ist. Wintergrün und sehr ansehnlich ist auch Dryopteris affinis "Rumpelstilsken", den ich mit der Hosta "Tokudama Aureonebulosa" kombiniert habe.

Den von Dir erwähnten Athyrium niponicum "Metallicum" habe ich vor einiger Zeit mal ausgepflanzt. Leider hat er sich ziemlich schnell verabschiedet und die Wedel waren sehr Windbruch gefährdet. Das sollte Dich nicht von einem Versuch abhalten, ich würde aber eine geschützte und nicht so windige Ecke für diesen Farn auswählen.

Eine Riesenauswahl an Farnen findest Du bei der Farngärtnerei Dirk Wiederstein und der Gärtnerei Schoebel:

http://www.farn-gaertnerei.de
http://www.gaertnerei-schoebel.de

LG
Christiane
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sarastro

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #4 am: 18. Januar 2005, 16:47:29 »

Polystichum gehören in jedem Falle zu den gartenwürdigsten Farnen, die meisten sind eingewachsen sehr trockenheitsresistent. Bei Asplenium scolopendrium sollte der Gartenbesitzer auf luftfeuchte, schattige Plätze achten, da werden sie am schönsten. Auf jeden Fall werden Farne leider zu wenig beachtet. Dabei sind sie sehr langlebig und verkörpern etwas, was man als Urweltenkraft bezeichnen kann.
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subrosa

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #5 am: 18. Januar 2005, 17:06:41 »

hallo sarastro,

kurze Nebenfrage zu Schattenstauden:
stimmt es, daß du am 10.02. zu diesem Thema einen Vortrag in Reutlingen hältst? Wenn ja, würde mich das sehr freuen, da ich nur 5 min vom üblichen Veranstaltungsort entfernt wohne.

herzliche Grüße
Alois :)
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sarastro

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #6 am: 18. Januar 2005, 17:07:51 »

Du liegst richtig! ;)
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macrantha

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #7 am: 18. Januar 2005, 18:57:02 »

Hallo Claudia,
ich muß gestehen, so wie Du Dir Gedanken machst, habe ich seinerzeit nicht getan...
Adiantum pedatum (ich bin ganz entzück von ihm) steht bei mir an anderer Stelle in einer bestimmt 2 m² großen Haselwurzfläche (auf die ich sehr stolz bin). Ich finde das dunkelgrün glänzende Blatt zusammen mit den filigranen hellgrünen Blättchen bezaubern - vor allem da dieser Farn ja nicht so hoch wird - meine Hostas würden den schier erschlagen ... also vielleicht noch etwas Haselwurz in die Fläche integrieren?
Desweiteren steht seit 2 Jahren ein Regenbogenfarn in dieser Fläche (hatte bis jetzt keinerlei Probleme) und ich finde, er kommt eigentlich nicht genug zur Geltung. Heute würde ich ihn eher mit etwas Hellerem kombinieren - vielleicht Luzula oder einem niedrigen Carex (panaschiert) - oder sehr niedrig bleibende einfarbige Hostas (damit das Farbenspiel von dem Farn auch richtig wirkt).
Polystichum setiferum steht ebenfalls am Rand der Fläche - geschützt und schattig und immer noch glänzend grün - ich kann ihn ebenfalls empfehlen.
Des weitern mag ich meinen Onoclea sensibilis seeehr gerne - selbst im Sommer ist er frischgrün und zart - gefiele mir gut zu blauen und dunkelgrünen Hostas.
In Verzückung falle ich immer wieder, wenn ich in einem anderen Garten Osmunda cinnamomea austreiben sehe - Platz braucht man schon, aber diese braunfilzigen, entrollenden Wedel sind einfach zauberhaft.
So weit erst mal (ich liebe Schatten)
macrantha

Habe nur die Schreibweise von Onoclea sensibilis korrigiert, damit ihn unsere Suche auch findet. Liebe Grüße, Iris
« Letzte Änderung: 18. Januar 2005, 19:13:27 von Iris »
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Wenn Du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse. (Ringelnatz)

cimicifuga

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #8 am: 18. Januar 2005, 19:12:32 »

Oh oh!!!! Wieder mal ein Thema für mich :-X ;)
ein tolles Thema. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
D. erythrosora hab ich u.A. mit Hosta 'Elegans' kombiniert....Dieser Farn hat ausser dem wahsinns blattaustrieb auch den vorteil, dass er immergrün ist.

Schwarzstielige Farne könnt ich mir gut zu hellen Hostas vorstellen - am besten 'On Stage'
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cimicifuga

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #9 am: 18. Januar 2005, 19:14:59 »

Farne und Hostas passen prima zur Akelei (oder ist es umgekehrt? ;D)
Prinzipiell kann man mit einer Farn - Hostakombi wenig falsch machen. Das Laub ergänzt sich einfach prima - egal welche Farbe. Es sollen nur die Wuchshöhen und die Ansprüche ähnlich sein.
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sarastro

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #10 am: 18. Januar 2005, 19:15:51 »

Das war eine buchreife Aufnahme!
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cimicifuga

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #11 am: 18. Januar 2005, 19:28:47 »

welche? 8)
Leider denke ich viel zu wenig daran fotos zu machen - aber die blaue hosta mit dem farn springt einen so an - da muss man einfach knipsen ;)
« Letzte Änderung: 18. Januar 2005, 19:28:56 von cimicifuga »
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Katrin

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #12 am: 18. Januar 2005, 19:35:43 »

Im Blattstrukturenthread im Atelier sind noch Bilder von Cimis Vorgarten! Müssts mal hinschauen :)

Dieses Foto kennt ihr ja schon. Gerade entwerfe ich Listen, mit welchen Pflanzen man einheimische Farne kombiniert, also andersrum ;-) - ich stelle bei Gelegenheit mal was rein.
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"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

ich

cimicifuga

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #13 am: 18. Januar 2005, 19:54:43 »

Gerade entwerfe ich Listen, mit welchen Pflanzen man einheimische Farne kombiniert
Sag, is da fad? :o ;)
« Letzte Änderung: 18. Januar 2005, 19:55:04 von cimicifuga »
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Iris

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Re:Farn und Hosta
« Antwort #14 am: 18. Januar 2005, 19:55:25 »

Onoclea sensibilis mag ich auch, selbst wenn ich ihn vermehrungstechnisch etwas unsensibel finde. Meine Eltern haben ihn im steinigen "Bachbett" nicht mehr loswerden können. Adiantum pedatum empfinde ich dagegen wirklich als eher schüchternen, grazilen Gesellen.

Macrantha, der Hinweis, dass der Pfauenradfarn in großen Hostas eventuell versinken würde ist sehr gut! Ich kann mir das auch nur dann gelungen vorstellen, wenn man einen wirklich großen Horst von diesem Farn hat. Ich selber hatte meinen über mehrere Jahre gehätschelt und er wuchs nur sehr langsam (aber immerhin stetig). Zudem waren seine schmalen Wedel auf dunklen Stielen extrem bruchgefährdet. Ich werde ihn mir dennoch bei Gelegenheit wieder beschaffen - er war einfach zu schön!
« Letzte Änderung: 18. Januar 2005, 20:15:57 von Iris »
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Was juckt es die Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr kratzt?
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