Das die Ameisen das selber regeln wenn wir es ihnen nicht völlig unmöglich machen zeigen die meisten Nester die ihr so baut.
Trotzdem gibt es reichlich Arten die nicht lange aushalten.
Das da die Luftfeuchtigkeit für Eier und Larven eine wichtige Rolle spielt zeigt sich schon wenn Du ein Gipsnest austrocknen lässt und die Larven in der Watte des Tränkebehälters zu finden sind. hat sicher nichts mit der Luftfeuchtigkeit zu tun sondern weil es da so schön kühl ist.

Wieviele Arten lassen ihre Eier oder Larven einfach so offen an der wärmsten Stelle liegen? Schon eine kleine Traube Ameisen erhöht die Luftfeuchtigkeit erheblich, geschweige die ausgetüftelte Konstruktion von Gängen und Kammern in denen die Klimatisierung (sprich
optimale Feuchtigkeit)oft deutlich besser ist als in unseren Wohnungen.
Das soll nicht wichtig sein für Ameisen?

Ein Guru wären für mich allenfalls Leute wie der Herr Professor Hölldobler. Das der sich öfter in Ameisenforen rumtreibt glaube ich eher nicht. Das Du Dich mit der Haltung der gängigen einheimischen und auch ausgefallenen tropischen Arten auskennst glaube ich Dir gern.
Das Arten wie Formica rufa eine etwas ausgefuchstere Klimaregelung hat und die Entwicklungsstadien da empfindlicher sind weisst Du sicher. Je größer ein Habitat ist umso ausgeglichener ist das Klima.
Alle pilzzüchtenden Arten angefangen von Lasius fuliginosus bis zu den Atta Arten müssen die relative Feuchtigkeit im Bau in einem engen Rahmen halten schon damit ihr Pilz nicht von weniger empfindlichen Arten verdrängt wird. Egal welche chemische Unterstützung sie dafür entwickelt haben. Das zeigen die Gänge im natürlichen Nest deutlich.
In der Haltung stirbt der Pilz ja relativ häufig ab wie ich bei den Haltungen an den Unis und Zoos öfter mal mitbekommen habe.