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Autor Thema: Obstclub  (Gelesen 141450 mal)

Gänselieschen

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Obstclub
« am: 08. Juni 2011, 13:54:45 »

Falls es schon ein Querschnittsthema gibt - ich habe keines gefunden - dann hören wir diesen Faden gleich wieder auf.

Grund für das Thema ist, dass ich bei meiner doch recht großen Fläche, mit meinen Obsternten recht unzufrieden bin und daran was ändern möchte.

Die alten Bäume im Bestand sind ungepflegt bzw. ausgewachsen und segnen langsam das Zeitliche und tragen nicht 'mehr' richtig. Die im Zeitraum vor 5-10 Jahren gepflanzten Bäume - Zwetschge, Klarapfel, Sauerkirsche - sind - bei ehrlicher Betrachtung nix geworden, auch wenn tw. noch Hoffnung besteht.

Eine ganz junge Reneklode und ein junger Boskoop sind nicht gut gewachsen - Ertrag bleibt abzuwarten.


Ich könnte mir vorstellen nochmal einen scharfen Schnitt zu machen und eine Obstwiese richtig neu anzulegen. Der Platz wäre ca. 12 x 12 m, aber jetzt noch mit Baumbestand - s.o. der nicht zufriedenstellt. Bei einer Neuanlage müssten dann aber wahrscheinlich auch die Bäume mit weg, die noch Hoffnung haben, weil der Platz richtig aufgeteilt werden muss.

Im alten Bestand und ziemlich gut am Rand verteilt stehen Boskoop, Goldparmäne, Augustapfel (rot) Name vergessen, Sauerkirsche mit Monilia.

Wie habt Ihr Eure Ostgärten angelegt und Entscheidungen über Erhalt oder Neupflanzung von Bäumen gefällt?

Ach so, ich habe noch nie mit Chemie etwas gegen Ostschädlinge gespitzt - befallen sind die Bäume natürlich auch mit allerlei ungesunden Sachen.

L.G.
Gänselieschen




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Konterkater

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Re:Obstclub - Sauerkirschen
« Antwort #1 am: 08. Juni 2011, 14:34:24 »

Guten Tag und hallo Gänselieschen,

da hast Du einen schönen Bereich thematisiert, da auch ich vor der Frage stehe, wie ich in den nächsten fünf Jahren den Garten umorganisiere, da ich von Jahr zu Jahr mehr Verantwortung für dieses wundervolle Land übernehmen darf.

Bei meinem Herzstück "Sauerkirschen" habe ich geplant, um die fünfzehn Bäume zu pflanzen mit einem Abstand von 3 Metern in jede Richtung - ein bißchen knapp vielleicht, aber ich denke, das wird schon fluppen.

Aber bin ich noch auf der Suche nach den richtigen Sorten. Ich probiere alle Sorten aus, die mir interessant erscheinen, um dann in zwei Jahren zu wissen, welche Bäume bei der Großanlage zum Zuge kommen werden.

Dabei hat sich gezeigt, daß Sorten sehr standortorientiert sind. Während auf unserem eigentlich sehr guten Lehm-Tonbelag die Safir bei mir Schwierigkeiten hat, kann Zuccalmaglio diese Erfahrungen bei sich nicht bestätigen.

Daher ist es wohl nicht zu vermeiden, die einzelnen Sorten auf dem eigenen Boden auszuprobieren, auch mit der Option, "durchgefallene" Sorten wieder auszupflanzen.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2011, 14:47:56 von Konterkater »
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Marsch_Düne

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Re:Obstclub
« Antwort #2 am: 08. Juni 2011, 14:37:14 »

Hallo Gänselieschen,

womit bist Du genau unzufrieden?

Fruchten sie zu wenig?

Kennst du die Unterlagen deiner Obstbäume?
Auf schwachwüchsigen Unterlagen sollten die Bäume mit 5-10 Jahren eigentlich gut fruchten oder wenigstens damit beginnen. Auf starkwüchsigen Unterlagen wäre es nicht ungewöhnlich, das sich die Bäume Zeit lassen.

Viele meiner Obstgehölze sind jetzt im vierten Jahr und zeigen erste nennenwerte Erträge.
Die Sauerkirschen tragen seit dem Pflanzjahr. Nicht viel aber für eine Woche Kirschen naschen reicht es.
Die schwachwüchsigen Äpfel tragen seit sie ein Jahr alt sind. Allerdings habe ich die ersten Jahre nicht ausgedünnt, daher alternieren Klarapfel und 'Jonagold' (ist er vielleicht gar nicht).
Nur der Boskopp, der schon als Jungbaum im Garten stand als ich ihn übernahm, blüht nicht einmal trotz seiner mind. 6 Jahre. Da er kräftig wächst, ist es vielleicht eine Sämlingsunterlage. Also nicht verwunderlich, er braucht halt noch Zeit.
Die Zwetschen tragen seit sie ein Jahr alt sind und es wird jedes Jahr mehr. Nur die Mirabelle hat nicht ein einziges Mal geblüht. Sie braucht wohl noch etwas. Der Baum wächst und gedeit gut.
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Konterkater

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Re:Obstclub - Apfelbaum (gesunde Bäume)
« Antwort #3 am: 08. Juni 2011, 14:42:02 »

Da ich möglichst biologisch vorgehen will, werde ich mich vor allem für gesunde Bäume entscheiden.

Bei den Apfelbäumen stehe ich da vor einer schwierigen Entscheidung.

Nachdem ich mich für einen Rubinola-Hochstamm entschieden habe, der wohl in diesem Herbst gepflanzt wird, steht die Frage nach dem richtigen zweiten Baum.

Da die Rubinola ein Septemberapfel ist, der nicht lange gelagert werden kann, aber vorzüglichen Apfelsaft ergeben soll, sollte es ein Winterapfel sein, der auch im Hinblick auf die Bestäubung paßt.

Hier bieten sich an die Sorten Topaz und Reanda. Wenn es im Hinblick auf den Geschmack geht, kann die Entscheidung eigentlich nur Topaz lauten.

Allerdings ist Topaz feuerbrandgefährtdet und bei den Auswirkunken des Klimawandels ist mir da nicht ganz wohl in der Haut.

Die Reanda soll geschmacklich durchschnittlich sein, allerdings heißt es, daß der Baum sehr gesund ist, so daß er für einen biologischen Anbau sehr geeignet sein soll.

Im Moment würde ich mich für einen Reanda- Halbstamm als Zweitbaum entscheiden.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2011, 14:47:14 von Konterkater »
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Konterkater

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Re:Obstclub - Pflaumenbäume
« Antwort #4 am: 08. Juni 2011, 14:43:42 »

Hier kann ich nur schreiben, daß meine Wahl auf die Sorten Katrinka und Toptaste fallen würden, die ich allerdings auch noch ausprobieren müßte.
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Konterkater

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Re:Obstclub: Neuanfang
« Antwort #5 am: 08. Juni 2011, 14:44:46 »

Ich würde an Deiner Stelle, vollkommen neu anfangen und alle Bäume entfernen, wenn die Bäume wirklich lediglich Anlaß zur Hoffnung geben.

Aber gerade Apfelhochstämme lassen sich bis zu zehn Jahren Zeit, bis sie tragen, dafür leben sie länger und sind auch gesünder als die kleineren Baumvarianten.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2011, 14:52:17 von Konterkater »
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Gänselieschen

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Re:Obstclub
« Antwort #6 am: 08. Juni 2011, 15:09:14 »

Schön - das Thema ist es wohl auf jeden Fall wert.

Irgendwie hätte ich auch Lust auf einen totalen Neuanfang mit den richtig ausgewählten Sorten - es tut aber schon der Gedanke weh auch die Bäume zu enfernen, die vielleicht noch ne Chance verdient hätten.

Was mich stört: der fehlende bzw. geringe Ertrag, schlechter Wuchs/Kronenaufbau bei den beiden Jungbäumen. Ich schließe nicht aus, dass die Schuld bei mir liegt.

Ich kenne keine der verwendeten Unterlagen - weiß auch nicht z.B. bei der Sauerkirsche und dem Klarapfel, ob das Halbstämme sind - wie hoch werden denn Halbstämme dieser Arten??

Der kleine Boskoop muss bleiben - aus sentimentalen Gründen. Er hatte im allerersten Jahr zwei Riesenfrüchte, im zweiten Jahr bestimmt 20 Riesenfrüchte - die wurden Opfer einer Rehattacke - da gingen gleich die Äste mit hinüber. Seit dem sieht der Baum schlimm aus, wie ein Spalierbaum, hat eine Krankheit nach der anderen und trägt nicht mehr. Wahrscheinlich war es alles zu früh und ich hätte die Früchte entfernen müssen. Er hatte nur noch einen richtigen Ast - den Haupttrieb - den habe ich in diesem Jahr dann auch noch gekappt - machte überhaupt keinen Sinn - da oben wollte er Früchte ansetzen.

Der Klarapfel hat auch im zweiten oder dritten Jahr richtig doll getragen und danach nicht mehr. Ich habe auch regelmäßig geschnitten - den würde ich auf jeden Fall nochmal im nächsten Jahr beobachten, ob er richtig Fruchtholz bildet. Der steht auch außerhalb der Wiese, fast im Bauerngarten. Die Krone gefällt mir gut so, nach dem diesjährigen Schnitt - aber er dies Jahr fast nicht geblüht - kein Fruchtholz mehr da.

Zwetschge 'Hanita' hat auch kaum ordentlich getragen, immer Krankheiten, Astbruch - ich weiß aus dem Forum, dass es sortentypisch ist - die würde ich jedenfalls fällen - vielleicht dann auch Katinka oder Toptaste.

Die Sauerkirsche hat immer kleine, oft kranke Früchte und wenig. Ist allerdings eine moniliaresistente Sorte - allerdings hat sie dies Jahr auch etwas Monilia. Aber den Baum könnte ich auch fällen und eine Sorte pflanzen, die für den Sandboden bei mir richtig empfohlen wird.

Apfelbäume würde ich nicht neu pflanzen - hier steht noch ein richtig alter Boskoop - in guten Apfeljahren kann ich soviel einwecken und verarbeiten, dass es bis zum nächsten guten Jahr reicht - dazu Klarapfel - das reicht mir eigentlich.

Einen nicht zu riesigen Birnbaum könnte ich mir noch vorstellen - resistent gegen Birnengitterrost und einen Pfirsich - Halbstamm.

Weichen müssten auch einige Ziergehölze, die zu üppig geworden sind: Pfaffenhütchen, Flieder und wenn es unbedingt sein muss auch noch die Eberesche.

Die hat auch ne verkorkste Geschichte. Gekauft als 'Essbare Eberesche' einem übereifrigen Sensemann zum Opfer gefallen und von ganz unten neu ausgetrieben. Ein sehr hoher Baum, schön gewachsen, ganz gerade - typisch Eberesche - aber der Fruchtbehang extrem oben und ich habe noch nie etwas geerntet - weiß also noch nicht, ob die Bitterstoffe stark sind oder nicht - das wäre das Ausschlaggebende. Der Baum steht allerdings sehr blöd für eine gute Planung.

L.G.
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cydorian

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Re:Obstclub
« Antwort #7 am: 08. Juni 2011, 15:20:05 »

Wie habt Ihr Eure Ostgärten angelegt und Entscheidungen über Erhalt oder Neupflanzung von Bäumen gefällt?

Sachen, die vergreist sind und/oder nicht standortangepasst, fliegen raus. Es bringt nichts, Jahre mit päppeln und abwarten zu verschwenden.

Ein zugrundeliegendes Problem hast du benannt, an dem ich auch knabbere: Man hat Fläche und Bäume, aber irgendwie reicht das Obst trotzdem jedes Jahr nicht. Irgendwas ist immer. Dieses Jahr hatten wir Frost. Nur Birnen, Zwetschgen und ein paar Kirschen haben überlebt, an den Birnen zeigte sich wie jedes Jahr Frostspannerfrass, so dass die Früchte verkrüppelt sind. Letztes Jahr war es besser mit dem Raupenfrass, daraufhin haben mir Vögel alle Früchte verpickt. Wir haben generell einen unheimlich starken Schädlingsdruck. Letzte Woche habe ich einen kleinen Jungbaum entfernen müssen, den ein Weidenbohrer ausgehölt hat, ein andere wurde von einem Wildschwein umgerissen, Blattläuse lassen jedes Jahr zuverlässig Neutriebe verkümmern, die San Jose Schildlaus ist jährlich an den Äpfeln und so weiter und so fort.

Bei Jungpflanzungen stellen sich bei 70% aller gepflanzten Sachen heraus, dass sie nichts werden. Ganze Sortengruppen entpuppen sich als untauglich. Sämtliche Süsskirschen zum Beispiel. Sieht man sich in der Gegend um, findet man nur Bäume mit sehr viel Totholz drin, Gummifluss, die Boden-Klimakombination sorgt für einen ständigen Zweigmoniliadruck, bei allen Sorten.

Nach Jahren bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass Obstbau ohne eine Kombination aus Pflanzenschutz und sehr viel Engagement (das ein Privater kaum leisten kann) unmöglich geworden ist. Das werden einige hier sicher anders sehen, für gute Gegenden mag das auch zutreffen. So eine Gegend scheint das bei dir aber nicht zu sein.

Mein grundsätzlicher Rat wäre, sich in deiner Gegend nach erfolgreichen Sorten und Anbautechniken umzusehen, um davon zu lernen. Eine andere Erfahrung ist, je schwieriger die Lage desto grössere und starkwachsendere Bäume zu pflanzen. Schwächerwachsende Unterlagen ergeben generell pflegeintensivere Bäume. Überdenke deine pauschalisierte Haltung zum Pflanzenschutz. Was ist für dich "Chemie"? Neemöl gegen Frostspanner? Backpulver gegen Regenfleckenkrankheit? Bodenverbessernde Massnahmen?
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Gänselieschen

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Re:Obstclub
« Antwort #8 am: 08. Juni 2011, 15:35:21 »

Das mit dem Überdenken werde ich Überdenken - so wie ich meine Einstellung zu einer ergänzenden Düngung überdacht habe. Rein Bio funktioniert einfach nicht gut. Jeder meiner Bäume hat den Befall seines typischen Schädlings. Wie Du schreibst - irgendwas ist immer.
Ich kenne bisher garkeine Schädlingsbekämpungsmittel. Regenfleckenkrankheit - was ist das??


Ich glaube nicht, dass meine Ecke hier ungünstig ist für Obstbau. Wir liegen zwar in einer Senke, aber das bietet z.B. auch Schutz vor Winden - kann aber auch mal im Vorfrühling eine Frostschneise bilden.

Verzichten will ich nicht auf eigenes Ost - ich will es besser machen als bisher. Welches Obst liebt eigentlich sandigen Boden?

Wahrscheinlich sollte ich wirklich den Schnitt machen. Das hieße Roden und Pflanzen im Oktober oder?? Oder Pflanzung im Frühling?? Je eher desto besser vielleicht?

Dann kann ich in den Sortenthemen mal nach den Favoriten für meine Zwecke schauen.

Ne Quitte wäre auch schön - die sollen recht dankbar und nicht empfindlich sein.

So wie meine Bäume jetzt stehen - ist alles blockiert auf Jahre - allein das muss der Grund sein, es neu zu machen. Vielleicht die Große Grüne Reneklode auch gleich nochmal mit raus.


L.G.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2011, 15:36:25 von Gänselieschen »
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Mediterraneus

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Re:Obstclub
« Antwort #9 am: 08. Juni 2011, 15:46:03 »

Interessantes Thema ;D

Als erstes muss ich mal loswerden, weil Konterkater soviele Re.-apfelsorten und Rubinolas und Topazes genannt hat. Das klingt mir sehr nach aktuellen Empfehlungen für Apfelsorten, die den typischen 0815- Supermarktapfelgeschmack haben. Darauf bin ich auch schon reingefallen, damals mit Rewena und Remo. Die sind alle beide Mist. Wachsen krüppelig und kaum vom Fleck, aber haben riesige Äpfel dran. Ein Stock mit Apfel dran. Toll. Und sowas wird empfohlen. Und nebendran wächst ein jahrzehntealter "Wintergoldparmäne" mit leckersten Früchten.
Es sollte einem zu Denken geben, wenn sich diese "Empfehlungen" alle paar Jahre ändern.
Die Zwetschge" Hanita" wurde auch mal hochgelobt, heute ist sie (außer im Geschmack) nicht zu gebrauchen.
Die einzigen Sorten, die BLEIBEN, sind die alten Obstsorten. Teilweise haben sie Schwächen, aber sie werden immer wieder angebaut und sind geschmacklich nicht zu toppen. Und regional schlagen sie die Supermarktler auf jeden Fall. Man muss sich halt mal kundig machen, was in meiner Region auf meinem Boden mit welcher Unterlage am besten wächst (z.B. Kleingartenverein, Nachbarn,Pomologen etc.)

Deshalb würde ich Altbewährtes pflanzen. Vielleicht zum Testen ein bis zwei neue Sorten.
Ich hab mir beispielsweise letztes Jahr als Ersatz für ne Hauszwetschge eine "Toptaste" zugelegt. Hochgelobt. Ich hoffe, sie hat keinen noch unentdeckten Haken ;)

Und ich würde von den "Veteranen" im Garten auf jeden Fall die gesunden Bäume lassen. Auch wenn ich nur alle 2 Jahre oder so ernte.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2011, 15:49:28 von Mediterraneus »
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Mediterraneus

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Re:Obstclub
« Antwort #10 am: 08. Juni 2011, 15:53:13 »

Noch zum Thema Pflanzenschutz:
Ich hab noch nie was gespritzt auf meiner Hochstamm-Streuobstwiese. Mindestens die Hälfte der Früchte fällt aufgrund Schädlingsbefall oder Trockenheit ab. Und immer bleiben massig Früchte übrig.
Der eine Baum hat in einem Jahr keine Früchte, dafür trägt der andere dann besonders gut.

Eigenes Obst muss schmecken. Nicht gut aussehen.
Wenn ich gemaltes Obst haben will (mit 0 Geschmack), muss ich es mir kaufen ;D
« Letzte Änderung: 08. Juni 2011, 15:53:49 von Mediterraneus »
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BigBee

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Re:Obstclub
« Antwort #11 am: 08. Juni 2011, 16:04:43 »

Schöne Idee, der Obstclub. Mein Jonagold (Unterlage unbekannt) 5 Jahre alt hat immer massig Fruchtansatz, fällt dann alles runter oder verfault am Baum ;D.

Hoffe hier dazuzulernen. :D
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Re:Obstclub
« Antwort #12 am: 08. Juni 2011, 16:11:16 »

Hallo Bumblebee,

Jonagold, ja mit Jonagold hast Du Dir einen Baum geangelt, mit dem Du wohl nur Probleme haben wirst.

Er gilt als noch schwieriger zu handhaben als die Cox Orange - und das will was heissen. Ich würde den Jonagold-Baum dieses Jahr noch fällen.
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BigBee

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Re:Obstclub
« Antwort #13 am: 08. Juni 2011, 16:15:37 »

Ups, das ist jetzt niederschmetternd. Echt keine Hoffnung? Ehrlich gesagt, hab ich schon mit dem Gedanken gespielt- aber ich habe Hemmungen, einen Apfelbaum zu fällen.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2011, 16:17:44 von Bumblebee »
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Konterkater

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Re:Obstclub
« Antwort #14 am: 08. Juni 2011, 16:15:42 »

Interessantes Thema ;D

Als erstes muss ich mal loswerden, weil Konterkater soviele Re.-apfelsorten und Rubinolas und Topazes genannt hat. Das klingt mir sehr nach aktuellen Empfehlungen für Apfelsorten, die den typischen 0815- Supermarktapfelgeschmack haben. ... Es sollte einem zu Denken geben, wenn sich diese "Empfehlungen" alle paar Jahre ändern.

Eine Frage habe ich:

Warum werden trotz der unendlich erscheinenden Zahl von bewährten Apfelbäumen neue Apfelsorten auf den Markt gebracht, obwohl die eine lange Zeit brauchen, bis sich diese eventuell auf dem Markt durchgesetzt haben?
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