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Autor Thema: Obstclub / Vermischtes  (Gelesen 259379 mal)

Gänselieschen

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Re:Obstclub
« Antwort #90 am: 14. Juni 2011, 14:20:12 »

Also eine Schnitttechnik - hat nichts mit der Unterlage oder einem wurzelechten Baum zu tun??

Langsam dämmert es ;D
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Konterkater

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Re:Obstclub
« Antwort #91 am: 14. Juni 2011, 21:54:42 »

Nein, die Schnitttechnik hängt im wesentlichen von der Wuchsstärke eines Baumes ab, oder von der Frage, ob der Baum ein Hochstamm ist oder nicht.

Und ob die Früchte am einjährigen Holz zu finden sind oder am mehrjährigen Holz.

Von Hochstämmen einmal abgesehen, gibt es keine allgemiene Schnittechnik, sondern sie ist von Baumsorte zu Baumsorte häufig verschieden.
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Gänselieschen

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Re:Obstclub
« Antwort #92 am: 17. Juni 2011, 09:56:49 »

Aber der Baum wird doch nicht von allein ein Hochstamm, sondern jemand hat ihn auf eine bestimmte Stammhöhe gezogen - geschnitten - und von dort mit dem Kronenaufbau begonnen - das meine ich - der ist doch nicht in Stammhöhe veredelt oder so ??? ???

Oder besser: Wie wird ein Baum ein Hochstamm oder ein Halbstamm?? Und warum wächst der Halbstamm stärker als eine normale wurzelechte Züchtung?

L.G.
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Zuccalmaglio

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Re:Obstclub
« Antwort #93 am: 17. Juni 2011, 13:37:18 »

In der ganzen Diskussion zeigt sich in mehrfacher Hinsicht, wie wichtig der präzise Umgang mit den richtigen Begrifflichkeiten ist.

Es gibt Hochstämme (Stammhöhe ca. ab 1,80 m+), die sind fußveredelt (= unten/am gebräuchlichsten) oder aber solche die kopfveredelt sind (kurz vor dem ersten (Leit)astabgang veredelt. Das macht man z.B. bei Sorten, denen man selbst nicht genug zutraut, ausreichend stark- oder geradewüchsig zu sein, um einen vernünftig starken oder geraden Stamm auszubilden.
Darüberhinaus gibt es noch Hochstämme, die aus 3 verschiedenen Pflanzen bestehen, mithin 2 x veredelt sind. Zum einen Fußveredelung mit einer Zwischensorte auf eine Unterlage. Diese Zwischensorte dient aufgrund ihrer allg. Robustheit oder ihrer starken Wüchsigkeit oder wegen anderer Eigenschaften (z.B. frost- oder krebsfest) als sogenannter Stammbildner. Auf diesen Stammbildner wird dann als Kopfveredelung die eigentlich gewünschte "Edel"sorte aufveredelt.

Unabhängig davon werden Hochstämme als solche erzogen, in dem sie aufgeastet werden. Das ist unabhängig davon, ob gar nicht, 1x oder 2x veredelt wurde. Es werden Jahr für Jahr nur die obersten Kronentriebe belassen und die unteren entfernt. So wird der Baum (Stamm) immer höher.

Und natürlich gilt dieses Erziehnungsprinzip entsprechend abgestuft auch für Halbstämme oder Büsche, die sich vom Hochstamm u.a. durch die Stammhöhe bis zum Leistastabgang unterscheiden.
Hochstämme so gut wie immer und Halbstämme überwiegend werden auf starkwüchsigen Unterlagen erzogen. Büsche auf schwächeren bis mittelstarken Unterlagen.
Das ist aber primär unabhängig von der Kronen- und Stammform.

Das Halbstämme grundsätzlich stärker wachsen als wurzelechte (= nicht veredelte) Bäume kann wohl kaum einer beurteilen (woher hast du diese Aussage?)
Das kommt wohl sehr auf die verwendete Unterlage an.
Ich kenne zu Vergleichen von wurzelechten Bäumen zu veredelten so gut wie keine vergleichenden Aussagen zur Wuchstärke.

Und ganz zum Schluß: In der zeitgenössischen Praxis von Baumschule oder Gartencenter gibt es beim Kernobst so gut wie keine wurzelechten Angebote. Beim Steinobst sind sie sehr selten.
Für die Zukunft mag die Forschung da andere Resultate zeitigen. Aber im Augenblick taugt das nur für theoretische Überlegungen.
Die, zugegeben, interessant sein könnnen.

Ich meine, daß evtl. Vorteile von wurzelechten Bäumen immer auch von deren negativen Eigenschaften mit begleitet werden.
Dem kann ich durch Verwendung einer Unterlage, die bestimmte Eigenschaften mitbringt, gegensteuern.
« Letzte Änderung: 17. Juni 2011, 13:39:46 von Zuccalmaglio »
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Martina777

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Re:Obstclub
« Antwort #94 am: 17. Juni 2011, 16:19:48 »

Hier werde ich zu gegebener Zeit noch viel nachlesen.

Kurze Zwischenfrage: Bei mir im Garten hat sich wild am Boden ein Weinstrauch etabliert. Klein, vermutlich von dem Weinstock an der Grenze (das Grundstück ist noch verwildert und erst in einen Garten zu verwandeln.)

Ich erinnere mich dunkel, dass Wein veredelt sein muss, wg. Gesundheit und auch deswegen, um den kommerziellen Weinbau nicht durch unveredelte Sorten zu gefährden. Stimmt das?

Durch die Diskussion um wurzelechte Unterlagen kam ich auf das Thema und auf die Frage, ob ich den Wein bergen/schützen soll, derzeit wird sonst eher drübergelatscht. Wäre wenn, dann nur als Experiment zu betrachten, und: Ich werde später einige Weinstöcke pflanzen - also einen Schädlings- oder Krankheitsverbreiter möchte ich nicht.

Danke für Infos!
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Apfelfreund

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Re:Obstclub
« Antwort #95 am: 17. Juni 2011, 16:37:51 »

Hallo Martina,

Deinem Profil zu Folge schätze ich, daß die Weingegend von Dir nicht all zu weit weg ist. Obwohl eine wilde Rebe sicher nicht zur Verwüstung der Weinberge führen wird, solltest Du doch verdedelte Reben nehmen. Außerdem wirst Du von dem wilden Wein vermutlich keine tollen Trauben bekommen. Bestelle Dir am besten ein paar Weinreben und erfreue Dich daran.

Zur Sortenwahl kannst Du Dich auch in den entsprechenden Weinthreats austoben und sehr gut beraten lassen!! Schnell wirst Du feststellen, daß Du zu wenig Platz hast und die wilde Rebe ist dann sowieso im Weg!!
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Ich freue mich auf jede Eurer Antworten und es ist mir eine Freude Euch zu antworten

Martina777

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Re:Obstclub
« Antwort #96 am: 17. Juni 2011, 16:45:15 »

Danke, Apfelfreund, ich sehe das genau so wie Du, wir planen ja kleine Weinterrassen, und da werde ich sehr auf die Sorten achten (und die Infos hier genauerst erstöbern.). Selbst kenne ich eine Sorte, "Regent", die auch im neuen Garten stehen soll, die hat mich echt hier überzeugt.

Was ist es denn, warum die unveredelten Weinstöcke vermieden werden sollen?
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sandor

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Re:Obstclub
« Antwort #97 am: 17. Juni 2011, 17:03:47 »

Hallo Martina,

da Stichwort heißt "Reblaus" (googeln)
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Martina777

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Re:Obstclub
« Antwort #98 am: 17. Juni 2011, 17:17:07 »

Danke! Mach ich. :)
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Gänselieschen

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Re:Obstclub
« Antwort #99 am: 20. Juni 2011, 12:56:05 »

@ Zuccalmaglio - vielen Dank für Deine Erklärung :)

Es ist dann im Groben schon so, wie ich dachte.

Die Aussage, dass ein Halbstamm kräftiger wächst als z.B. ein Hochstamm (weiß jetzt wirklich nicht mehr genau ob auch von wurzelecht die Rede war) findet sich etwas weiter oben. Sonst wäre ich garnicht auf die Idee gekommen, so etwas zu fragen.

Es ist also immer eine Frage der Unterlage - egal welche Baumform - und das der Schnitt über Halb oder Hochstamm entscheidet stimmt dann insoweit also doch. Je nachdem, wo ich die erste Astgabelung zulasse, ist die Stammhöhe gegeben. Mit Schnitttechnik habe ich wahrscheinlich den Konterkater in die Irre geführt. Aber Erziehung ist es schon, wenn ich unten so lange alles entferne, bis mir die Stammhöhe zusagt.

Wahrscheinlich sind Hoch- oder Halbstämme in der Regel jedenfalls älter, als andere junge Obstbäume, die veredelt wurden und dann sofort verkauft werden können.

L.G.
Gänselieschen
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Zuccalmaglio

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Re:Obstclub
« Antwort #100 am: 20. Juni 2011, 21:06:37 »

@gänseblümchen,

ja, so ist es.

Eine kleine Relativierung: Gleiche Sorte auf gleicher Unrterlage. Hochstamm und Halbstamm. Die Wuchsstärke (Triebigkeit oder Triebkraft) der beiden Kombinationen ist gleich. Nur wird in der adultem
Phase die Krone des Hochstammes tendenziell etwas kleiner bleiben. Aber das sind Marginalien
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Mediterraneus

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Re:Obstclub
« Antwort #101 am: 21. Juni 2011, 07:09:01 »

Jetzt verwirr sie doch nicht noch mehr! :-X ;)
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Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

Zuccalmaglio

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Re:Obstclub
« Antwort #102 am: 21. Juni 2011, 08:12:58 »

o.k., hast ja recht
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Gänselieschen

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Re:Obstclub
« Antwort #103 am: 23. Juni 2011, 14:10:59 »

Hat mich nicht verwirrt - ich nehme es nur eben recht genau - und diese vielen tw. unsauberen Formulierung führen dann einen Laien erst richtig in die Irre.

Das die Krone eines Hochstammes kleiner bleiben wird, als bei dem Halbstamm ist klar - die Gesamthöhe des Baumes hängt von der Unterlage - oder dem durch die 'echte Wurzel' gegebenen Erbgut ab.

Ist insgesamt schon ne Menge für mich rumgekommen in der Diskussion - ich verstehe natürlich inzwischen überhaupt nicht mehr, wie ich mir quasi fünf Bäume in den Obstgarten pflanzen konnte, ohne bei einem Einzigen zu wissen, ob er wurzelecht ist oder auf einer Unterlage wächst.

1. Klarapfel ?
2. Sauerkirsche - wahrscheinlich keine Unterlage
3. Zwetschge 'Hanita' ?
4. Große grüne Reneklode ?
5. Roter Boskoop - hier ist die Unterlage deutlich sichtbar - ein dicker runder Gnubbel, der genau ebenerdig gekommen ist bei der Pflanzung. Der Stamm darauf ist deutlich dünner.

Mein Elan zur Neuanlage ist grad bissel abgeflacht - habe 'entdeckt' das die Sauerkirsche verhältnismäßig mehr dran hat als im letzten Jahr.

Auf der Wiese im Herbst für Licht sorgen - soviel ist sicher. Hanita weg - auch sicher, aber die anderen Bäume - ich glaube die bekommen noch ein Jahr. Ich möchte einfach sicher gehen, nach meinen letzten Schnittmaßnahmen, ob nicht doch im kommenden Jahr der erhoffte Ertrag kommt - vor allem beim Klarapfel - der älteste meiner selbst gepflanzten Obstbäume.


Wie haltet Ihr es mit den Baumscheiben von Obstbäumen:

Keine
unbepflanzte
bepflanzte - wenn ja womit

??

Danke

L.G.
Gänselieschen
« Letzte Änderung: 23. Juni 2011, 14:12:01 von Gänselieschen »
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Mediterraneus

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Re:Obstclub
« Antwort #104 am: 23. Juni 2011, 14:44:19 »

Eine gute Schülerin, lob! ;D

Gänselieschen, es ist auch schöner, wenn so eine Obstwiese aus mehreren Generationen von Bäumen besteht. Alte, mittlere und frisch gepflanzte.

Die Alten mitunter auch für die Tiere, weniger wegen dem Ertrag. In hohlen Stämmen können viele Tiere leben, der Specht kommt und viele anderen Tiere auch. Die Mittleren stehen in vollem Ertrag, und die jungen Bäuem sorgen für die Zukunft der Wiese.

Deshalb macht es gar nichts, wenn du nach und nach erneuerst.
Hau die Krücken raus und ersetze sie. Wenn du nicht sicher bist, lass den Kandidaten stehen (und erneuere ggf. später)

LG vom Mainviereck

Ach ja. Baumscheiben: Bei jungen Bäumen die ersten ca. 5 Jahre auf jeden Fall empfehlenswert. Ich mulche die mit Rasenschnitt.
Man kann aber auch bepflanzen, allerdings sollte die Bepflanzung keine große Konkurrenz zu den Baumwurzeln sein
« Letzte Änderung: 23. Juni 2011, 14:46:26 von Mediterraneus »
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Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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