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News: Auch Schlafen ist eine Art von Kritik, vor allem im Theater. (George Bernhard Shaw)
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Autor Thema: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)  (Gelesen 72601 mal)

threerivers

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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #30 am: 06. November 2011, 13:22:22 »

Und welche ist denn nun besonders frühblühend und besonders winterhart? Sprich für die kälteren Gebiete in D?

Hopi kann man vergessen, das ist bei mir ein nichtblühender Halbstrauch :P

Die Hopi gehört bei uns dazu und die blüht bei uns sogar oben auf der Alb - in über 600m Rau und windig ist es dort.
Die beiden haben seit 3 Wochen bereits ihr Herbstkleid.
Meine sind gerade erst dabei es anzulegen sind weitgehend grün und blühen ab.
Über und über blühend waren die wieder.
Es ist dieses Hellrosa nicht meine Farbe ...

Und da sind wir beim nächsten Punkt:
Es gibt zig, wirklich seitenweise, Lagerstroemien-Hybriden.
Wenn ich da meine Datenbank Pflanze für durchgehe und nachsehe wo dabei steht "früher uns sehr reicher Flor" dann dauert Suchen das "Ewigkeiten".
Es geht doch auch um soviele andere Eigenschaften, wenn man wählt und bekommen muss man die doch auch.
also kann man dann nur bei den wenigen seines Händlers nachsehen, was DER unter dieser Rubrik anbietet und ratzfatz kann man das abhaken.

Ein weiteres Problem: Die Tonto gehört angeblich in die Rubrik, liest man die Beschreibungen und genau die zickt bei mir - (Es ist meine Hopi)
Dazu kommt - ich bin gerade sehr in Zeitnot bin -muss weg zum Sonntagskaffee und mir pressiert es.

Gruß
threerivers
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threerivers

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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #31 am: 06. November 2011, 20:20:00 »

--text wird nochmals überarbeitet -
« Letzte Änderung: 06. November 2011, 20:30:21 von threerivers »
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Mediterraneus

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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #32 am: 07. November 2011, 07:28:14 »

Auf der Alb? Frechheit ;) :o

Ich hab meine Hopi auch sehr klein ausgepflanzt. Wie groß sollten die Pflanzen beim Pflanzen sein?
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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #33 am: 07. November 2011, 08:58:02 »

Auf der Alb? Frechheit ;) :o

Ich hab meine Hopi auch sehr klein ausgepflanzt. Wie groß sollten die Pflanzen beim Pflanzen sein?

Die Hopi blüht meist erst nach 2 Jahren und dann immer mehr (Also ein Standjahr solltest schon Geduld haben) .
Die auf der Alb (> 600m) blühten (viel Sonne) schon im 2ten etwas.
(Ja Du hast Recht, wie kann man nur! - Und das noch am Rande eine Kinderspielplatzes, doch durch große landwirtschaftliche Gebäude nicht ganz ungeschützt)
Ich wollte es selbst nicht glauben! dass die schon im ersten Jahr blühen - aber Hanne ist eine Künstlerin.
Doch zu den andern :
Die andern kommen jetzt.
Eine Hopi, die als Reserve im Kübel verblieb, die blüht und blüht und und würde es auch jetzt noch, wäre es nicht so neblig und feucht. Blütenansatz über und über. Sie sollte abschließen!!!

In kälterer Lage, denke ich, sollten Die Büsche 1 Jahr zum Einwachsen bekommen, gut durch den ersten Winter gebracht werden und dann sollten die beginnen zu zeigen was sie drauf haben. Wobei man sagt, dass gerade bei roten Sorten die Intensität mit dem Alter steigt.
Also der Reihe nach: sofort blühten bei mir Hopi sehr reich - Zuni (laufend aber magerer) - Tusacarora (1x im Hochsommer) die Natchez (als erste - nach Entfernen der großen Blütenstände/Samen Nachblüte), die Pink Velour (schüchtern)
Keine Blüte bzw Kospen die sich nicht mehr öffneten, hatte die bei mir schön und stark wachsende Lipan.
Alle andern setzten nicht an. Im breit ausladenden buschigem Wuchs gefallen uns die Acoma auf der Mauerkrone: - nicht zu hoch wachsend mit der üblen Erde dort gut zurecht kommend und filigraner Abschluss...

Neben all den Sorten hier werden gerade weitere im Kübel aufgepäppelt, damit die im kalten Klima ausreichend widerstandfähig gepflanzt werden können.
Sorten denen ich hier (ausgepflanzt) nicht so traue, obwohl die stark wachsen:
Osage und Watermelon Red. Eine Tuscarora gar wird aus diesem Grund auch immer im Kübel bleiben.
Mir fehlt aus der Reihe der derzeit erhältlichen und begehrenswerten eigentlich nur die Arapaho - aber ich habe nun den vorgesehen Platz vergeben - zu riskant ist mir die Dame.
Der Winter entscheidet was nachrückt.
Auswendig weiss ich nicht mehr, was die andern aus der Myrtleguppe haben - und die spricht man besser erst wieder im Frühjahr an. (Augen zu und durch - im Albklima).

Meine Erfahrungen betreffen einen Landstrich mit sehr heissen, übel heissen Sommern und sehr kalten Wintern mit Temperaturen auch mal unter -30 Grad. Dort bekommt man halt Fichtenzweige lastwagenweise und packt ein un daktzeptiert den Rest.

Mit dem Alb- und Donau-Klima bin ich hinsichtlich dieser Pflanzen nicht so vertraut und so liegen hier im Herbst des Gärtners Nerven blank - Wenn, dann ist es die Holzreife, die mir Sorgen bereitet - dann, wenn die ersten Fröste zu früh kommen.
Hatten ja Glück bisher (nur mal -6 Grad kurz!)



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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #34 am: 07. November 2011, 13:04:37 »

ok, d.h. du hast die im Winter alle mit Fichtenzweigen eingewickelt, wenn ichs richtg verstehe.

Meine Hopi besteht aus einem 40 cm hohen Ästchen. Eigentlich schon seit 2 Jahren. Im Winter friert sie bis zum Boden, dann kommt wieder ein 40 cm Ästchen.
Das befriedigt meine Wünsche nicht so ganz :-\
Die Feige nebendran hat da besser abgeschnitten ;)
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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #35 am: 07. November 2011, 15:52:10 »

ok, d.h. du hast die im Winter alle mit Fichtenzweigen eingewickelt, wenn ichs richtg verstehe.

Meine Hopi besteht aus einem 40 cm hohen Ästchen. Eigentlich schon seit 2 Jahren. Im Winter friert sie bis zum Boden, dann kommt wieder ein 40 cm Ästchen.
Das befriedigt meine Wünsche nicht so ganz :-\
Die Feige nebendran hat da besser abgeschnitten ;)

Nein, da würde ich auch ins Grübeln kommen ...So n kleines Pflänzchen (hääte ich auch nie und nimmer ausgepflanzt – nicht hier oben!)

Da es da viele Möglichkeiten gibt woran das sonst noch liegen könnte will ich mal alles umreißen.
Vielleicht zeigt sich dann wo Du anders vorgehen kannst.

Vorweg –
So eine kleine Pflanze kann man ja kaum erwerben (?) – Ist das wirklich eine Hopi?
Oder stimmt bei der ph-Wert des Bodens oder die Feuchtigkeit nicht? Es mag vielleicht einige wenige Crapemyrtles geben, die Ton vertragen (das sollte bei der Beschreibung stehen!), die meisten nicht ….

Größe:
Meine 1-jährigen Indica haben jetzt im ersten Herbst z.T. bereits Höhen von mehr als 160 cm erreicht und die kleineren, die breiter wachsenden ( wie gesagt - 1. Jahr - direkt aus dem Samenkorn!) sehen auch nicht mickrig aus. Vielleicht kann ich ein Bild einstellen. Muss mir das mal ansehen hier…


Winterschutz in Zone 5 (Nicht bei uns)
Dort wo ich die Kreppmyrten kennen und schätzen lernte (Zone 5, also extrem kalt - aber die Sommer sehr heiß . Dieses Jahr noch spät im Oktober +28 Grad!! 8-10 Tage später Schnee) wird der Boden hoch und dick gemulcht.

Das hält (sicher auch durch Verrottungswärme) den Boden warm.
Dann wurden Fichtenzweige mit drumherum gesteckt und die Zwischenräume mit Laub gepolstert.
Andere im Viertel hatten Drahtgitter rundherum und die gefüllt. Das hat sich aber schon wegen der Wildtiere auch bei andern Pflanzen so eingebürgert.

Das in Deutschland zu tun wäre sicher eher schon etwas, um den Nachbarn zu erheitern - aber in Münsingen könnte das dennoch eine Lösung sein.

Nein, das halte ich bei uns für eine harte, schon etwas ältere Hybride nicht für notwendig.

Nun zur Pflanze in kühler Gegend in unserem doch mehr atlantisch geprägtem Klima:
(Besitzer dieser Pflanzen in Karlsruhe oder Köln und Mainz usw, die können das Folgende überlesen/vergessen):

Vorweg: Ich kann nur beschreiben was ich hier tue und was ich selbst und was ich früher von meinen Nachbarn usw gelernt habe, was ich also pflanzentechnisch - hier bei uns - für richtig halte, doch allwissend bin ich nicht.
Ich bin mit dem Lernen noch lange nicht am Ende

Ich gehe davon aus und ich hoffe es, sehr dass es hier genügend andere gibt von denen ich hier lernen kann oder die mit ihren Erfahrungen wenigstens das bestätigen was ich tue.

Selbst mit Aussagen, dass etwas da oder dort nicht klappt, kann ich das Bild vervollständigen.

Also Punkt 1:
Man braucht sehr kräftige, gesunde Jungpflanzen. (Ich kann gerne mal zeigen wie die ausgesehen habe, die ich mir in Deutschland von Steinegger senden ließ oder die Axel von flora mediterranea (Au Hallertau) erhalten hat. Das waren ja herrliche, blühfertige Pflanzen!
(Der leider verstorbene Hartmut „Unmuzzeld“ hatte außerdem sehr gute Erfahrung mit der Härte der Indica-Auslesen aus Frankreich gemacht. Indica ! – Man möchte es kaum glauben. (planfor.fr - sehr billig - klein aber hohe Transportkosten - Aufpäppeln rentiert sich, meinte Hartmut).

Der Standort muss vollsonnig sein! – Gemeint ist es wie es hier steht! Ohne Abstriche!
Das ist wie bei einer Rebe die wirklich gedeihen soll. Wer das nicht bieten kann, sollte sich nicht wundern. (Es gibt für wirklich warme Lagen ein paar Ausnahmen, die da ein wenig mitspielen!)

Daraus folgt:
Ich würde eine kleine Pflanze erst einmal im gut drainierten
Kübel (warm und vollsonnig!!) halten, bis die "was hergibt".

Klar brauchen die Wasser, aber nie sumpfnass im Pott und nie Wasser im Untersetzer! Nie!
Wenn die Wurzeln erst einmal anfangen Schaden zu nehmen, hat man seine liebe Not und das kann ganz schnell gehen.
Erst wenn wir eine brauchbare Pflanze haben

Auspflanzen
Ist die Pflanze kräftig und im Kübel gut durch den Winter gekommen, dann im Frühjahr sofort nach den Spätfrösten pflanzen. (Sie kann dann durchaus im Winterquartier schon ausgetrieben haben. Da muss man die aber auch rechtzeitig an die Sonne gewöhnen oder bedeckten Himmel oder Vlies wählen.)

Wurzeln ausbreiten, nicht zu tief pflanzen, sie sollte nicht absinken und sie braucht jetzt auch genügend Feuchtigkeit. PH-Wert leicht im saueren Bereich.
Wer in kalter Gegend wohnt kann gleich einen kräftigen Stab mit dazu einsetzen – denn jetzt beschädigt man keine Wurzeln.


Düngen kann man nachlesen.
Wenn man es nicht lassen kann, dann sollte man mit Stickstoff sehr vorsichtig umgehen und Ende Juni damit stoppen.
Phosphor ist wichtig - auch etwas Kali (besser Kalimagnesia) ist’s
Im Gießwasser habe ich gelegentlich etwas Eisen – 2 Esslöffel auf 300l Wasser.
Wir düngen lieber gar nicht oder mit ¼ der angegeben Mengen und haben gesunde Pflanzen.
Ausgepflanzte haben sie ja den sich zersetzenden Mulch vom Winter + ein wenig (wenig) KMgO und Ende Mai ein wenig Phosphat.
Und den Rest sollten die Pflanzen durch ihr Aussehen ja auch dem Gärtner mitteilen.

Dann bekommt die einen vollsonnigen Platz, an dem sich kein Wasser staut! Notfalls ordentlich drainieren (dauerhaft) dann u.U. noch aufschütten und dann drauf setzen. Nicht tiefer pflanzen, sagt man (Literatur) - Axel (Würzburg) tut es und ist damit gut gefahren. (Pilzgefahr am Stammansatz – nie erlebt, sagt er)
Im Herbst des ersten Jahres kommt es auf den Standort an wie viel man tun muss

Herbst:
Mulchen, das sollte man immer (und das macht sogar der Botanische Garten Mainz bei seinen alten Lagerstroemien)
In vielen Gegenden und in einem geschütztem Eck wird man die Pflanze im Holz nicht weiter schützen müssen. – Bei uns kommt man im ersten Winter nicht umhin dies zu tun:

Winterschutz im ersten Jahr.
Ich habe dazu erst einmal die Pfähle, um die Pflanzen vorsichtig zusammenzubinden.
Dann habe ich die (Pfahl macht es möglich) so mit Vlies umwickelt, dass die Schneelast nicht auf der Pflanze ruht.
Ich hätte ich Tannenzweige nehmen können – Ein Versuch ist das jetzt nur.
Im zweiten Jahr sollte das ausgestanden sein.

Eines bleibt: Wenn bei uns die Fröste früh einsetzen, ich Salat und Paprika schützen, d.h. abdecken muss, werfe ich auch Vlies über die Kreppmyrten. Wegen -3 oder -4 Grad mache ich mir jedoch keinen Kopf, wenn die nicht noch ganz grün da stehen.
Das ist drüben so, dass die ersten kalten Nächte den Pflanzen signalisieren, dass die Zeit der Herbstfarben gekommen ist.

Hannelore auf der Alb ließ die Pflanzen einfach stehen und bisher reichte auch das bis jetzt (bis Anfang November ). Aber dieses Jahr ist nicht das Maß aller Dinge.

Frühjahr:
Einerseits sollten die Pflanzen ja luftig stehen (Pilzgefahr – Mehltau oder schlimmer Grauschimmel) andererseits sollen die vor den
Spätfrösten nicht austreiben. Da kann luftiges Schattieren auch mal Sinn machen.
Wichtig ist in solchen Lagen, dass man die nicht vor Mauern setzt, die Pflanze durch ihre Wärmestrahlung zum vorzeitigen Austrieb verführen.

________________________________________
Damit denke ich ist doch eine kleine Anleitung für Kreppmyrten am Rande der Alb entstanden.
Wenn beim Durchlesen doch etwas aufgefallen ist, woran es liegen kann, dass es „ klemmt“,
wenn man etwas gefunden hat was man mal versuchen will, dann würde es mich freuen das zu lesen und wer selbst hier etwas korrigieren kann und will, der ist herzlich eingeladen, das zu tun.
Hauptsache man gesteht mir zu, dass auch mich irren darf.
Ich bin Hobby Gärtner und kein Botaniker.
Threerivers
Ich versuche mal das Bild eines kleinen 1-jährigen Sämlings (Indica) in seinem 1 Herbstlaub hier einzustellen.


Dann typisch die Blüte der Zuni - aber auch die muss sich als Pflanze erst entwickeln.


Wer mehr sehen will der sollte man mal nach Watermelon Red googlen oder Tonto, Dynamite, Red Rocket, Siren Red, usw usw auch die Tuscarora (siehe Abb penninckxplantes).
Mir aber fehlen in der Sammlung momentan noch die unglaublich harten kleinen Fili und Velma's Royal Delight und vielleicht auch die Cherry Dazzle.... Und ein ausziehbarer Garten.


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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #36 am: 07. November 2011, 17:28:57 »

Hallo threerivers.

Vielen Dank für Deine Ausführungen zu diesem Thema.

Ich finde Lagerstroemien auch sehr spannend.

Ich habe einige Sämlinge (Pink Velour, Hopi, Zuni, Dynamite) die nicht so recht zulegen wollten in diesem Sommer obwohl sie vollsonnig und luftig standen. Substrat ist sehr durchlässig , wenig aufgedüngt....
Kannst Du mir verraten in was für Substrat Du Deine Sämlinge pikiert/getopft hast dass die so üppig und schnell wachsen ?
Danke im Voraus :)
Gruß Tom
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threerivers

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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #37 am: 07. November 2011, 18:51:27 »

Das war Gartenerde vom Baumarkt Bahr und die mischte ich auf mit reinem Torf um den ph-Wert etwas abzusenken.

Wenn der ph-Wert im Topf zu alkalisch oder zu sauer wird, rührt sich nichts mehr.
Im Freiland habe ich die Probleme durch den Mulch (Gartenhäcksel) nicht.
Denke der Boden wird durch den Zerfall immer schön im leicht saurem Bereich gehalten.

Anfangs dachte ich um die Baumscheiben Torf zugeben zu müssen, aber das hat sich als falsch erwiesen.
Hier wäre wirklich ein gutes Merkblatt vom Vermehrer richtig und wichtig.
Es sind ja unglaublich schöne und wuchskräftige Pflanzen die man da erhält und die fielen denen ja auch nicht so in den Schoß.
Auf amerikanischen Seiten gibt es sicher auch umfangreiche "Anleitungen" aber ich mag heute nicht mehr danach suchen.


Wenn es mit dem Wachstum der Pflanzen hapert und die nicht überdüngt sind !! (das ist häufiger der Fall als umgekehrt), dann kann man ja mal mit etwas Dünger rangehen.
Da ich Deinen Boden nicht kenne hier mal ein Link:
http://www.profiflor.de/Literatur/garten/naehrstoff-text-npk-naehrsalze.htm

Früher hätte man für blühende Gehölz den Fertisal genommen - aber die Lagerstroemien werden bei Dir sich ein wenig mehr Stickstoff wünschen.

Du kannst auch mal Blattdünger versuchen - stärkt das Laub, wirkt Pilzbefall entgegen.
Ich weiss, dass dieser Rat nun wirklich nicht aus der Welt ist (Reben z.B.) - aber es klappt bei uns ja auch so.
Wenn man sich aber genötigt sieht mal nachzudenken, dann ist das oft die bessere Lösung, wenn man das fach- und sachkundig macht und wenn man die Wurzel anregen will weit hinaus zu suchen, weil vor Ort wenig im Boden ist. Der bleibt ja weitgehend unbelastet und der Verbrauch ist minimal.


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Re:Winterhart Lrußagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #38 am: 07. November 2011, 19:03:10 »

danke vielmals, threerivers :)

ich gehe davon aus, dass der ph-wert nicht zusagt. würdest du jetzt noch umtopfen ?
die blätter sind bereits alle abgeworfen worden (nach kurzer und unspektakulärer herbstfärbung ---> vielleicht auch ein anzeichen für falschen ph-wert?).

gruß,
tom
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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #39 am: 07. November 2011, 19:08:55 »

Auf der Alb? Frechheit ;) :o

Ich hab meine Hopi auch sehr klein ausgepflanzt. Wie groß sollten die Pflanzen beim Pflanzen sein?
Ich vermute das war der fehler, die kommt so nicht hoch.
Ich würde mich danach richten was ich von jedem andern schönen Busch (auch Johannisbeer etc.) erwarte - eher ein wenig mehr.
Mein Rat: Nimm die Pflanze in einen schönen Kübel und wenn sie dann rausgewachsen ist, dann pflanze im Frühling.
 Dann ist allen geholfen.
Vergiss das Mulchen nie und packe sie im ersten Winter u.U. etwas ein.


Ich hoffe meine Hopis im Frühling vorstellen zu können. Da ich nicht weiss was der Winter draus macht (noch steht er vor uns) bin ich da erst mal sehr vorsichtig mit Größengaben.
Ich möchte keine Bauchlandung hinlegen.
(Noch habe ich 6 im Garten - aber zwei davon gehen im Frühling in ein anderes Grundstück.)
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Re:Winterhart Lrußagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #40 am: 07. November 2011, 19:59:08 »

danke vielmals, threerivers :)

ich gehe davon aus, dass der ph-wert nicht zusagt. würdest du jetzt noch umtopfen ?
die blätter sind bereits alle abgeworfen worden (nach kurzer und unspektakulärer herbstfärbung ---> vielleicht auch ein anzeichen für falschen ph-wert?).

gruß,
tom

Sicher würde ich.

Unabhängig davon aber meine ich die "Falsch"-Farbe liegt sicher an der Sorte: Die Hopi ist im Herbst herrlich orangerot
Sie beginnt mit

Vielleicht kannst es so machen:
Unten im Topf auf den Löchern ein wenig Vlies.
Dann ordentlich Seramis oä (Granulat) einfüllen dann ein Trennmittel drauf ( nicht verottender Vliesstoff oä) dann erste Deine Erde.
Jetzt nur so viel angießen wie erforderlich (feucht - nicht mass) aber nicht mehr einschlämmen.

Die Pflanze verbraucht jetzt kaum Feuchtigkeit und nasse Wurzeln sind der Tod
Da die Erde ja noch relativ warm ist, wurzelt die sicher noch gut ein.

Nimm den Topf nicht gar zu klein (aber sicher auch nicht zu groß) denn wegen Drainage verlierst ja auch Wurzelraum.
Nie Wasser im Untersetzer stehen lassen! Normalerweise würde ich sagen: Hell stellen, bis er alle Blätter verloren hat.
Du sagst das hat er. Also er kann weiterhin hell stehen bleiben oder nach einer Schonfrist (wegen der Wurzelbildung!) in die Garage abgeschoben werden.
Klar, ich neige dazu so einen Patienten unter Beobachtung zu halten und den nicht "abzuschieben", aber das wird wohl nicht immer zu vermeiden sein.

Für spätere Jahre:
Wenn man Lagerstroemia als Kübelpflanzen frühzeitig ans Fenster holt, bleiben die länger im Wuchs und blühen dann noch langsam ab - angeregt aus den Sonnenstunden vorher.

Wenn der Raum hell ist (durchaus kann er kühl sein) und nicht gar eisig kalt, dann treiben die auch früher als im Freiland aus ...
Aber das alles findest Du sicherebenfalls im nächsten Jahr heraus.
(Wetten dass ...??!!)



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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #41 am: 07. November 2011, 20:40:05 »

Danke nochmal, threerivers.

Ich glaube ich werde die eine oder andere noch umtopfen und den Rest in Ruhe lassen. Sie haben zwar kein starkes Wachstum gezeigt sehen aber auch nicht wirklich krank oder gestresst aus.... im Frühjahr bekommen sie alle ein geeigneteres Substrat. Überwinterung erfolgt frostfrei und hell.

so färbte mein Pink Velour Sämling 2010. Dieses Jahr war es eher ein schmutziges rot-braun.



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« Letzte Änderung: 07. November 2011, 20:41:36 von lo-fi99 »
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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #42 am: 07. November 2011, 20:50:59 »

Danke nochmal, threerivers.

Ich glaube ich werde die eine oder andere noch umtopfen und den Rest in Ruhe lassen. Sie haben zwar kein starkes Wachstum gezeigt sehen aber auch nicht wirklich krank oder gestresst aus.... im Frühjahr bekommen sie alle ein geeigneteres Substrat. Überwinterung erfolgt frostfrei und hell.

so färbte mein Pink Velour Sämling 2010. Dieses Jahr war es eher ein schmutziges rot-braun.
Das wird sicher richtig sein und nimm den Topf nicht zu gar zu klein.
Das Bild ist herzerwärmend schön in seinen Farben. Die Pflanze aber ist sehr klein.
So sah ich die noch nie im Angebot. Aus Deutschland?

Ein Freund hat die seine gerade voll gefärbt im Wintergarten stehen und meine färben sich erst.
Also dann auf ins nächste Frühjahr - ich freue mich auf Deine ersten Bilder.
Es grüßt threerivers.







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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #43 am: 07. November 2011, 21:55:31 »

--text wird nochmals überarbeitet -


Zur Einteilung nach Blütezeit ist das nochmalige Durchforsten meiner recht umfangreichen Datensammlung momentan mir zu zeitraubend, aber ich erinnerte mich an eine optisch vielleicht nicht ganz so ansprechende Seite, die aber doch etwas mehr Information zu dieser Fragestellung bietet eine Tabelle mit Angaben zur Blühdauer.
Wohlgemerkt, diese Angaben gelten natürlich nicht für Ingolstadt oder Hof, ganz allgemein nicht für unsere Sommer aber sie helfen abschätzen.
Da in den Staaten in den letzten Jahrzehnten die Pflanze immer weiter im Norden in die Gärten gebracht wurde, ändern sich derzeit - aus Erfahrung - immer häufiger die Angaben zur Frostfestigkeit - Die aber setzen auch auch einen langen, warmen Sommer voraus.
http://www.ag.auburn.edu/hort/landscape/crapemyrtle2.htm

Gerade auch die Angaben des Arboretum sind zunächst mal sehr konservativ.
Wenn man sich danach richtet kann eigentlich kaum etwas schief gehen.
Und den Rest meine ich ganz im Ernst:
und wer's wirklich wissen will, kann die diversen Sorten alle selbst testen, wenn die übrigen Voraussetzungen (Sonnig, Boden) geben sind.
Naja und wir alle profitieren dann ja von der Erfahrungen, wenn man sie uns nur mitteilt.

Klar, es gibt auch in Zone 5 Gärten, in denen die Crapemyrtle wie eine Staude gehalten wird: Sie friert zurück - kommt wieder - blüht - friert zurück usw
Aber das haben wir ja kaum zu befürchten, wenn wir richtig wählen.


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Re:Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #44 am: 08. November 2011, 07:23:56 »

Danke threerivers! ;D

Eine solch umfassende Info über Lagerstroemia findet man in keinem Fachbuch ;)

Ich habe schweren Boden, zudem Nordwesthang, wo die tiefstehende Sonne nicht so hinkommt.
Das ist schon der Punkt, an dem es hapert. Wusste nicht, dass die keinen schweren Boden mögen und sooo auf volle Sonne angewiesen sind.

Werde eintopfen und mir nen besseren Platz überlegen.

(Wenn das in der Nähe von Würzburg klappt, dann irgendwann auch bei mir, Würzburg ist 40 km östlich von mir ;) )
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