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News: Manche Leute sind gerade noch aufgeklärt genug, um an Gespenster nicht zu glauben, aber immerhin imZweifel, ob nicht vor hundert Jahren noch welche existiert haben. (Arthur Schnitzler)
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21. Oktober 2017, 10:29:58
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News: Manche Leute sind gerade noch aufgeklärt genug, um an Gespenster nicht zu glauben, aber immerhin imZweifel, ob nicht vor hundert Jahren noch welche existiert haben. (Arthur Schnitzler)

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Autor Thema: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)  (Gelesen 72743 mal)

threerivers

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #360 am: 05. August 2017, 23:30:40 »








Dieses aktuelle Bild wurde nach dem Unwetter aufgenommen und zeigt nur den oberen Teil des jungen Baumes, da ich nicht ausreichend Platz habe.
Es ist ein Sämling - die dieses Jahr fast alle meine Hybriden ausstechen.

Würde gerne mehr zeigen aber:

"Bilder werden automatisch verkleinert, wenn eine Kantenlänge 800px überschreitet oder die Dateigröße 250kb übersteigt. 1 Bild pro Antwort möglich."

Da ich Wert auf halbwegs vernünftige Aufnahmen lege und dies mehr denn je, mag ich dieses Zusammenstutzen meinen Bildern nicht antun.
Ältere Aufnahmen (2014)  sind in der Galerie zu finden:

Aus alter Zeit (2014):




Eine Übersicht



Straßenseite / Nordost



140809 17 Lagerstroemia indica RR



2014 0809 13  Lagerstroemia indica RR



Natchez, Zuni, Osage


Nun, die Gehölze nahmen mittlerweile zu an Alter und Größe.

Warum die Sämlinge besser dastehen? Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen:
Meine von mir gehätschelten Hybriden habe ich mit viel Mühe - so groß die auch waren - mit Vlies eingepackt -
Darunter wurde es im sonnigen Spätwinter warm und die trieben an. 3 Tage mit -9°C, -10°C, -9°C und sie waren z.T. bis zum Boden herab erfroren.

Die Myrtles die ich nicht geschützt habe, die haben nicht zu früh ausgetrieben und kamen somit mit den wechselnden Temperaturen im zeitigen Frühjahr deutlich besser zurecht .
Die Maßnahmen, die ich von Maine her kenne, die sind mir hier zu aufwendig. Das Arbeiten mit Vlies dergestalt, dass sich die Luft drunter aufheizen kann, das war mein Fehler. Am deutlichsten sichtbar wird's an den großen Pflanzen, die sich all diesen Vorsichtsmaßnahmen durch die schiere Größe entzogen haben. Auch die Sämlinge, die nur zu Testzwecken und damit letztendlich zum Erfrieren ausgepflanzt und nicht geschützt wurden, die stehen all der dt. Fachliteratur Hohn sprechend z.T. jetzt schon recht prächtig blühend da.  Dies in dieser kalten Gegend auf 530-540m bzw. auf 600m Höhe. Die späteren Sorten sind voller Knospen und werden sich bald dazugesellen.
Dass man in den ersten Jahren oft glaubt, das Hobby stecken zu müssen, dass ist in ungünstigen Lagen sicher normal.
In Meißen/Dresden, in Rothenburg/Tbr. und im Bereich Freiburg gab es diesen Ärger gerade auch bei den Jungpflanzen nicht.

Eigenartigerweise klappte es auch hier in der Gegend im Garten einer Freundin problemlos, obwohl sie keinen grünen Daumen hat.
Das ist vielleicht das Plus, dass sie eben nichts tut.
Dass man in trocknen Sommern jüngere Gehölze gießen muss, das sei erwähnt, auch wenn die Literatur das verneint.
Sie vertragen keinesfalls Staunässe, haben es aber gerne wenn ausreichend Wasser geboten ist.
Das ist sehr wichtig wenn der Boden kein weitreichendes Wurzelwerk erlaubt.
Ja wenn die erst mal alt sind und ein ausreichend großes Wurzelwerk aufbauen konnten, dann mag das stimmen, dass sie sogar für aride Gebiete geeignet sind, aber hier in dem betonharten Boden dauert das lange Jahre.

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christian69231

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #361 am: 11. August 2017, 16:03:32 »

Der gestrige Dauerregen hat meinen CM insbesondere den Dynamite`s den Rest gegeben. An jeder Pflanze sind zwischen
10 und 15 Blütentriebe komplett abgebrochen (lagen auf dem Boden) ohne die Abgenickten die jetzt senkrecht nach unten hängen.
Ich könnt grad heulen. Wie kann man das verhindern?

Grüße Christian 
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kpc

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #362 am: 16. August 2017, 10:29:36 »

Im Beitrag #188 beschrieb ich, dass meine L. indica x fauriei ' Muskogee' immer erst in Knospe geht wenn es zu spät ist und die Blüte dann ausfällt.
So war es dann auch 2016 wieder. In diesem Jahr ist ein 'Wunder' geschehen. Schon Anfang August stand der Baum in Knospe und jetzt in Vollblüte.
Die erste richtige Blüte seit mindestens 11 Jahren. Ich möchte gern den Grund für die jetzige Blüte wissen. Wenn das immer so wäre ..  :) :) :)
Das Einzige was in diesem Jahr besonders war, war die Regenverteilung. Bis Ende-Juni war es extrem trocken. Seither ist es sehr naß. Von Anfang-Juli bis jetzt über 200mm Regen.
Habt ihr eine Idee ? Könnte starkes Wässern im Sommer zukünftig helfen ? Oder ist es das Alter des Baumes ?
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christian69231

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #363 am: 17. August 2017, 13:02:16 »

Dass es das Alter des Baumes ist glaube ich eher nicht. Ich denke dass dieses Jahr das Zusammenspiel; warmer Mai, Juni und Juli und anschließend der viele Niederschlag, einfach im Gesamtpaket  gepasst hat. Habe an meinen CM schon festgestellt dass wenn von Anfang Mai bis Mitte Juni die Sonnentage zu wenig sind der Blütenansatz einfach spärlicher ausfällt als in sonnenreichen Frühsommern.
 
Gruß
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threerivers

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #364 am: 17. August 2017, 14:08:51 »

Es ist immer die wärme und vor allem die Sonne.

Dort wo die Pflanzen zu lange schwächere Triebe gebildet haben, sollte man die -->  kurz vor dem Austrieb! <--- zurückschneiden. sollte! Ich habe dies aus Zeitgründen versäumt und dann halt die langen Triebe angebunden. Jetzt nach der ersten schweren Blüte (die Watermelons sind ja seine Farbbälle) habe ich den Schnitt nachgeholt. Sollte man vielleicht nicht nachmachen, denn ich vermute, die werden jetzt dort neu treiben und vielleicht schlechter aushärten. Jeder Schnitt wird ja wahrgenommen - So auch im Winter, wo ein Schnitt sofort anregt und die Frostfestigkeit augenblicklich deutlich und messbar mindert.
Das ist wissenschaftlich belegt mit genauen Angaben zu Schnitzzeit und entsprechender Herabsetzung in Fahrenheit und Celsius
Kurz, ich halte mich halt auch nicht an alle Spielregeln die ich für eine andere Region als richtig erkannt habe.
Eigentlich sollte ich im Alb-Donaukreis und in dieser zugigen Höhenlage gar keine haben, aber nach den ersten Jahren mit Anlaufschwierigkeiten blüht es jetzt mächtig und ersten Frühblüher wie die Natchez, die Razzle Dazzle und die Watermelons die sind bereits beim abblühen, schieben aber laufend Blüten nach. Die verblühten Rispen schneide ich ab, wenn ich es zeitlich schaffe
Von den dunkellaubigen blüht derzeit nur eine und der Jacarandabaum hat dieses Jahr gar keine Blüten angesetzt; vermutlich weil der den betonharten Boden hier nicht aufbrechen kann.
Bleibt die Feststellung: die Einzelblüte der Hybriden ist der der Indica meist deutlich an Schönheit überlegen.

------
Ich habe es schon gesagt, die Vorgabe
"Upload-Einschränkungen: Bilder werden automatisch verkleinert, wenn eine Kantenlänge 800px überschreitet oder die Dateigröße 250kb übersteigt. 1 Bild pro Antwort " verleitet mich nicht Bilder so eingedampft und komprimiert zu zeigen, dabei sollte Speicherplatz heute ja kein Thema sein.
Das in aller Ruhe und Gelassenheit.
Ich mag nur nicht dafür immer meine übelsten Aufnahmen heraussuchen müssen, die, um dies es nicht schade ist.
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kpc

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #365 am: 18. August 2017, 13:46:41 »

Es ist immer die wärme und vor allem die Sonne.
Schade, das wollte ich nicht hören.:(  Für mehr Wasser könnte ich im nächsten Jahr sorgen, aber für Sonne und Wärme .....
Was mich überrascht hat ist der große Unterschied in der Knospen-/Blütezeit. In allen vergangenen Jahren ging die Pflanze ab Mitte September langsam
in Knospe. Bei den Temperaturen dauerte die Weiterentwicklung bis zu den allerersten geöffneten Einzelblüten bis Mitte Oktober.
Dann war Schluß, entweder durch den ersten Frost oder es ging einfach nicht weiter. Z.Zt. steht sie in Vollblüte, also praktisch 2 Monate früher.
Das hätte ich wirklich gerne jedes Jahr. Der Schnitt beschränkte sich bisher immer auf das Entfernen von Trieben die nach innen wuchsen bzw. sich kreuzten.
Lange geile Zweige gibt es nicht. Auch mit der Last der Blüten hängt da so gut wie nichts. Z.Zt. sieht alles so aus wie man es sich wünscht.
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Gartenlady

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #366 am: 19. August 2017, 12:18:53 »


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Ich habe es schon gesagt, die Vorgabe
"Upload-Einschränkungen: Bilder werden automatisch verkleinert, wenn eine Kantenlänge 800px überschreitet oder die Dateigröße 250kb übersteigt. 1 Bild pro Antwort " verleitet mich nicht Bilder so eingedampft und komprimiert zu zeigen, dabei sollte Speicherplatz heute ja kein Thema sein.


Es gibt ein einfache Mittel zu verhindern, dass Bilder automatisch verkleinert werden:  Man macht es selber.

Wenn man die bequeme Methode des Dateianhangs vorzieht, dann sind Bilder auf 250K Dateigröße beschränkt, was bei einer Größe von 800 Px meistens ausreichend ist.

Wenn man diese Beschränkung auch nicht haben möchte, z.B. weil die Bilder sehr detailreich sind, dann gibt es die Möglichkeit Bilder in eine eigene Forumsgalerie zu laden, dabei gibt es keine Beschränkung bzgl. der Dateigröße.
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threerivers

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #367 am: 25. August 2017, 17:55:35 »

Auführlich - auch mit Bildern geantwortet - plötzlich sollte ich mich neu anmelden - alles weg ...
Na dann mal kurz, denn jetz fehlt mir die Zeit das zu wiederholen
also dann hier nur ein Link zum Schluss

https://lh3.googleusercontent.com/-jhRDn-l41W4/WZ_fxPvjDqI/AAAAAAAAFHA/OMAeXzgBdRMRkDn-yZTx41i9i1sIITBuwCJoC/w530-h353-p/2017%2B0824%2B-%2B11-45-06%2B-%2BILCE-6000%2B-%2B0009.jpg

Nachtrag v. 27.8.

Die steht als eine der jüngeren, aus der zweiten oder dritten(?) Generation,  auf der Terrasse. Die andern sind je nach Habitus und Wuchskraft (die differiert enorm) an die 4m hoch. Wer richtig wählt, der muss jedoch nie mit der Schere diese Gehölze herunterschneiden, was schnell eine Pflanze verhunzt. Die kleiner bleibenden stehen derzeit bei mir in Größen von "Stachelbeerbusch" bis mannshoch. Die Acomas aber wachsen sehr, sehr breit und überhängend, in der (jetzigen) Blüte jede ein weißer See.

Danke, dass ihr so geduldig die Bildbeschränkungen erklärend, mir unter die Arme greifen wollt. - Mich aber beißt das Thema viel weniger als aus meinen Zeilen herausgelesen werden kann. Ich will das auch nicht hochhängen aber immer wieder mal erwähnen, denn man könnte das ändern.
Meiner Ansicht nach sind qualitativ passable Aufnahmen (und keine Briefmarken) dort platziert wo man erklärt, sicher die bessere Lösung. Was auch immer dagegen spricht, eine Kostenfrage kann das heute nicht mehr sein.
« Letzte Änderung: 28. August 2017, 07:32:22 von threerivers »
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florian 6b MN

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #368 am: 29. August 2017, 10:15:16 »

Hier mein kleiner Erfahrungsbericht 2017 der Kreppmyrten in exponierter Lage im Allgäu auf 702 m Höhe, vollsonniger Südwesthang

Letzten Herbst gekauft, frostfrei überwintert, im März ausgepflanzt und im April aufwendig vor dem Spätfrost mit Noppenfolie und Grabkerzen geschützt, haben meine Pflanzen Hopi, Zuni und Lipan sehr schön ausgetrieben.
Hopi misst jetzt 1 m, Zuni 1,7 m und Lipan 1,8 m. Beim Pflanzen waren alle etwa 40 cm kleiner. Geschnitten hatte ich im Frühjahr dann die gut verzweigten Büsche nicht mehr. Ich war froh, um alles was austrieb nach dem Frost.
Bereits Ende Juni setzte bei Hopi die wundervoll leuchtende, reiche Vollblüte ein. Wirklich ein Hingucker und sie liegt mit der Blüte jetzt so ziemlich am Schluss. Reichlich Samenbildung. Toll !
Die Zuni begann mit der Blüte Anfang Juli und bringt jetzt immer noch neue Blütenrispen zur Blüte. Ein tolles lila, dass so nur sehr selten irgendwo zu sehen ist.
Seit Anfang August begann dann auch die Lipan genauso reich zu blühen in einem etwas helleren Farbton als Zuni - aber ebenso bezaubernd. Ich möchte die Sträucher im Garten nicht mehr missen - auch wegen der sehr langen Blütezeit.

Ich habe noch Fotos gemacht - die reiche ich dann wenn zeitlich möglich noch nach...

Allgemein:
Der Boden ist kräftig, gleichmäßig feucht und die Humusschicht geht mindestens 50 cm tief. Weiter habe ich nicht gegraben. Aufgrund der Hanglange auch keine Staunässe zu befürchten.
Der Juni lag hier um 4,5, der Juli 1,5 und der August schon wieder um 2,5°C über dem hier üblichen langjährigen Mittelwert. In anderen Jahren beginnen diese Pflanzen sonst bestimmt auch später mit der Blüte als heuer.
Wir hatten sehr viel Wind, Sturm und Gewitter. Es ist aber kein einziger der vielen Triebe abgebrochen, obwohl es sogar Sturmschäden im benachbarten Wald gab beim Gewitter am 18. August ...
Ich denke, wenn die Pflanzen weniger geschnitten werden und die Einzeltriebe nicht so sehr in die Länge schießen als bei geschnittenen Exemplaren, sind sie auch nicht so windanfällig. Ich werde weiterhin eher wenig und nur die Spitzen zurückschneiden, weil die Strauchform auch sehr schön aussieht.
Ich werde die Pflanzen im Winter mit Schilfmatten beschatten und immer genug Schnee anschaufeln - mehr habe ich nicht vor...

Grüße Florian
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threerivers

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #369 am: 31. August 2017, 23:50:35 »

Bestandsaufnahme Winterschäden Austrieb - lange geschrieben lange drangesessen, plötzlich kam die Meldung ich solle mich anmelden... Alles weg. Die Luft war raus.
Also dann ein Bild (Sämling) und gut ist es



(In der Größe habe ich an die zwei dutzend Sämlinge von weiss über melone, rosa, rot bis violett.)
Von den Hybriden sind es schon ein paar mehr.
Das denen, die sagen, die wachsen hier im rauen Albklima nicht. Klar ist es hier viel schwieriger als in warmen Unterland.

Dass man hier nicht in wenigstens in 2k Bilder, die von Details leben, einbinden kann, das bedauere ich immer wieder.  Speicherplatz ist doch längst keine Kostenfrage mehr. (??)
Nein nein ich weiss wie es gehen würde so mwäre das einfacher und man würde damit nur die ansprechen, die sich hierher verirren.
Mittlerweile werden in weiten Bereichen die 4k Bildgrößen sich durchsetzen und das dann in Bildformaten mit höherer Farbtiefe.
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lerchenzorn

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #370 am: 01. September 2017, 07:32:41 »

... lange geschrieben lange drangesessen, plötzlich kam die Meldung ich solle mich anmelden... Alles weg. Die Luft war raus.

Das war nur in alten Forumszeiten ein Problem und damals sehr frustrierend. Jetzt gehst Du, wenn Dich die Meldung überrascht, einfach mit der Zurück-Taste wieder ins Formular und es ist alles noch da, was Du geschrieben hast. Du kannst es dann kopieren und nach Neuanmeldung posten.

Bilder: Du kannst größere Bilddateien im eigenen Online-Speicher lagern und über einen Link hier einbinden.

Immer wieder wunderschön, Deine Kreppmyrten. Ich bewundere oft still lesend Eure großen und farbenprächtigen Sträucher und Bäume.
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tarokaja

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #371 am: 01. September 2017, 18:41:43 »

Steinegger in Rheinfelden ist eine Reise wert, ein wirklich schönes Sortiment und super gesunde Pflanzen haben sie.
Ich bin mit 2 Schönheiten nach Hause gefahren, die ihre festen Plätze am Hang finden werden, sobald der Regen nachgelassen hat.
Eine 'Black Solitaire Blush' hab ich schon bedauert, nicht mitgenommen zu haben, aber dann halt ein andermal...  ;D
Die Black Solitaires haben eine eindrucksvolle Ausstrahlung, allesamt!

Jedenfalls bin ich jetzt erstmal glücklich über meine beiden Neuerrungenschaften.

Lagerstroemia 'Yuma'




Lagerstroemia Black Solitaire 'Purely Purple' - sie wird erst demnächst blühen, aber schon mal ein mini Vorgeschmack.
 

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threerivers

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #372 am: 03. September 2017, 15:30:33 »

aus einem Brief ...
Ich werde gerade (soeben eingetroffen) von "Garten-pur" an deine Mail erinnert - warum auch immer, denn ich habe ja bereits geantwortet.

Nun, diesmal werde ich sehr ausführlich antworten, um auch für Quereinsteiger ein paar Hinweise unterzubringen, Tipps, die du sicher bereits kennst.

Eine Bezugsquelle wie bereits genannt: Fa. Steinegger in Rheinfelden (die Gärtnereien beziehen ja auch von dort).

Sicher man kann im Herbst kaufen, dann, wenn man den TOPF überwintern kann und der dabei nicht starken Frösten ausgesetzt ist.
(Gilt natürlich nicht für sehr wintermilde Gegenden).
Dunkel kann es sein. Ist es dort zu warm, treiben die früh aus und ist es beim Austrieb am Standort zu lichtlos, dann wird es bei vielen Privatleuten eng - wohin dann damit?
Herbstkauf - meist die größte Auswahl. Du kannst mich erwähnen, ich denke Frau Steinegger (senior) oder ihr Mann kümmern sich dann drum. Die Verpackung von dort war bisher unübertroffen, nie Schaden! die Qualität der Pflanzen unübertroffen.

Was Sorten anbelangt, so kannst auch auf der Seite des Ntl. Arboretum in Washington DC nachsehen. Bis vor einigen Jahren haben die sehr intensiv geforscht und gezüchtet,  aber so ganz wird das Programm nicht eingestellt sein. Die letzten Züchtungen (Black) sind zwar nach wie vor nicht geschützt - bekommt man die unter dem Originalnamen - Aber die 4 selektierten Sorten wurden mit andern Züchtungen zu einer neuen Serie zusammengefasst und mit TM versehen - unter diesen Namen sind die dann geschützt. Was der Privatmann dann damit macht, dürfte wohl wenig interessieren aber gewerblich vermehrt, spülen die Geld in die Kasse an Lizenzgebühren.
Also findest die jetzt unter Black Diamonds

Hier wäre für deine Präferenz z.B.
die Shell Pink zu nennen und
die Blush,
die Pure White --- alle so an die 10' -12' ( feet ) erreichend.
Dann einige die auch nicht rein rot sind:
Lavender Lace
Purely Purple
Mystic Magenta

Rote waren ja nicht gefragt, also nur ergänzend genannt
Crimson Red
Best Red
Red Hot
Höhe wie vorstehend 
Aber die habe ich nur erwähnt, nicht empfohlen, denn da fehlen mir noch 5...6 Jahre bis ich da mehr drüber weiß.
Du kannst mehr lesen unter www.blackdiamondblooms.com

Zieht die im Topf, dann sollte der mehr als 30cm Durchmesser haben. Ich habe deren Größen gestaffelt, vom hohen Papierkorb bis 45 cm. Meine Red Hot steht im schlanken Papierkorb - kaum wurde die größer, dann versagte diese da drin, bekam Mehltau  und blühte nicht mehr.

Bedenke:
Die Crapemyrtles haben sehr empfindliche Oberflächenwurzeln und reagieren auf Enge oder andere Störung (z.B. dort herumtrampeln oder hacken).

Testweise habe ich den Versuch mit diversen Pflanzgefäßen über 10 Jahre mit Sämlingen in gestaffelten Kübelgrößen durchgezogen (die Sämlinge kosten ja nichts, außer Erde und Gießwasser).
Je breiter und größer die Oberfläche desto schöner, gesünder und blühfreudiger waren die.

Da ich beim Auspflanzen in den steinharten Boden die Pflanzlöcher mit dem pneumatischen Hammer stemmen muss, habe ich ja auch das Problem, dass es lange Jahre dauert, die die Wurzeln sich ausreichend Raum geschaffen haben. Wo sie dies nicht schaffen, gehen die ein, wenn man die nicht gießt, da sie nicht genug Wasser sammeln können.

Für dich heißt das: Vergiss das Gießen der (im Frühjahr und nur im zeitigen Frühjahr) ausgepflanzten Kreppmyrten nicht.

Nun vorweg nenne ich dir doch ein paar sehr schöne rote Lagerstroemia:
Red Rocket, Dynamite, Tonto und meine Lieblings CM, die Tuscarora,
sehr intensiv blüht die Chinook / bzw. Cheyenne und sehr dunkelrot ist die Arapaho  (beide bei mir etwas frostempfindlicher)
--------------
Nun, du wolltest ja kein Rot beginnen wir mit Möglichkeiten die für diesen Fall hier eher in Frage kommen könnten:

Ansehen kannst dir auch die schöne
- Pink Velour. Kommt bei mir gut mit dem Klima zurecht, wenn sie nur nicht beschattet wird. Die
- Zuni ist, wenn die mal eingewachsen ist, auch robust. Sehr schön ist die
- Miami und bei mir ganz besonders auch die
- Sioux. Gerade ein Blütentraum wie eine meiner
- Lipan auch - die
- Osage gehört auch in diese Riege und last but least die
- Apalache (Siehe auch die Bilder dazu)

In weiß habe ich die
- Acoma, die wächst breit ist sehr, sehr robust, blüht spät ein Blütenmeer aber eben breit und niedriger geht langsam in die Höhe
Dann die robuste, groß werdende
- Natchez, die ich als breiten Busch habe, jeden Flieder dort übertrumpfend, früh blühend und lange nachblühend, vor allem wenn man die Blütenrispen rechtzeitig entfernt. Die kann man auch 1-, 3- oder 5-triebig ziehen.

Es gibt so viele andere gute Sorten. Da helfen viele amerikanischen Seiten gut und ausführlich weiter.

Mich interessierte ja zunächst vorrangig das deutsche Klima und wie man Kreppmyrten hier über die Runden bringt, da ich das Klima für Kreppmyrten hier für viel ungünstiger einstufe, als das unsere drüben - so kalt die Winter dort auch sein können, wollte erfahren, welche Probleme sich draus ergeben.
Es gab, als ich da eingestiegen bin, in Deutschland noch keine zuverlässige Literatur, aber das wird man eh wissen.
Das amerik. Klima erfordert gerade im Norden im Winter ein völlig anderes Vorgehen als hier in Deutschland, doch nicht nur diese Jahreszeit spielt da rein.
Kurz:
Es sind in D. diese Setbacks im Frühjahr, die frühen Herbstfröste und die mangelnde Wärme und Sonne im Herbst, ganz besonders aber die oft zu kurze Vegetationsperiode, die hier im 'Bereich Obere Donau Probleme bereiten.
Das trifft für weite Bereiche Deutschlands sicher weniger zu, aber der bei uns niedrigere Sonnenstand spielt eine ganz wichtige Rolle - Und hier könnten wir nur durch Umziehen in die Toskana was dran ändern.
Da ist die Alpensüdseite diesbezüglich ja für diese Pflanzen wohl kaum ein Problem. Wichtig wäre das Schattieren im Winter und Frühjahr aber bei guter Luftzufuhr - das darf nicht zu einer Erwärmung führen. Die sollen es kalt haben bis die Fröste vorbei sind.
Berichtet wurde mir vom erfolgreichen Einsatz von Schilfmatten. Ich hatte früher Tannenwedel ins Geäst gehängt und die Gärtner verwenden im Park einen dicken, graugrünen Isolieranstrich (Kalkmilch wäre fast sicher der Tod der CM).

Ich habe in diesem Jahr die besten und schönsten der Hybriden und Selektionen mit Vlies geschützt.
Es wurde dann 2017 früh warm und sonnig.
In diesem Vlies trieben die CM aus. Dann kam der harte Spätfrost.
Bei drei Tagen Frost mit -9° -10° -9°C sind die dieserart Verwöhnten unter diesem dünnen Schutz alle erfroren.
Die ungeschützten nicht, doch bei einigen gab es auch Forstschäden, die sich mittlerweile mehr oder weniger verwachsen haben.
Klar treiben die "erfrorenen" CM jetzt alle aus dem Boden, aus der Wurzel aus.
Die Osage und die Lipan und einer meiner Tuscarora, die taten's aber erst ab Anfang August (!), aber dafür so mächtig, dass die demnächst noch blühen. Wer da die Nerven verliert und im Juni oder Juli ausgräbt, der hat schon verloren!
Das habe ich auch schon so oft gesagt/geschrieben.

Zum Schluss noch ein paar ausgefallene Farben (da sind auch Sorten drunter die ich geschützt hatte und jetzt si zurückgeworfen im Garten stehe habe).
Vorweg meine beiden schönsten blühen wie Mauve Dwarf bzw. Watermelon Red, sind es vielleicht auch.

Ansehen sollte man sich auch
Hardy Lavender,  Twilight, Catawba, Pohatan, Muskogee, Purple Velvet

Aber die bereits erwähnte  Apalache (s.o. an die 3m+ hoch, die ist gerade in Vollblüte - ein Traum gegen den blauen Himmel)

Das sind nur ein paar Namen wie sie mir gerade eingefallen sind und da könnte man weitermachen - besser selbst in Internet suchen unter Crape Myrtle oder Crapemyrtle (was grammatikalisch richtiger wäre) oder unter Crepe Myrtle (für den amerik. Süden)


Möge es nützen - so hastig der Artikel auch geschrieben werden musste.

Tippfehler: Drücke bitte die Augen zu wo nötig.
LG threerivers














« Letzte Änderung: 04. September 2017, 01:43:56 von threerivers »
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tarokaja

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #373 am: 03. September 2017, 16:07:18 »

Das freut, dass die Adresse genützt hat. Selbst aus der Schweiz sind Freunde dort gewesen und begeistert heimgefahren.
...
Sicher man kann im Herbst kaufen, dann, wenn man den TOPF überwintern kann und der dabei nicht starken Frösten ausgesetzt ist....
...

Für dich heißt das: Vergiss das Gießen der (im Frühjahr und nur im zeitigen Frühjahr) ausgepflanzten Kreppmyrten nicht.
...
Da ist die Alpensüdseite ja für diese Pflanzen wohl kaum ein Problem. Wichtig wäre das Schattieren im Winter und Frühjahr aber bei guter Luftzufuhr - das darf nicht zu einer Erwärmung führen. Die sollen es kalt haben bis die Fröste vorbei sind.

Threerivers, nun weiss ich nicht genau, ob du mich verwechselst und für jemand anderen schreibst...?
Da ich im Süden der Schweiz lebe, muss ich mir um eine Pflanzung im Frühherbst ganz sicher keine Gedanken machen.  ;)
Ausserdem sind die 'Yuma' und 'Purely Purple' ja nicht die ersten Lagerstroemia, die ich habe.
Ich mache mit allen Lagertoemia nichts, ausser sie ab und zu zu giessen - Winterschutz hab ich ihnen noch nie gegeben, auch keine Schattierung...
Im zeitigen Frühjahr schneide ich pi mal Daumen um 20-30%, dünge sie und das war's.
Da bin ich halt privilegiert hier südlich der Alpen.  :D

Aber du schreibst vermutlich für andere so viel, um dein Wissen weiter zu geben, nehme ich an.
Ich bin völlig zufrieden mit einem ganz kurzen Kommentar.  ;D

Ich werde meine Lagerstroemia ganz sicher nicht im Topf halten, das wäre ja schade drum, v.a. im hiesigen Klima mit den vielen Sonnentagen, intensiver Sonneneinstrahlung und milden Wintern... die werden sich an meinem sonnigen Südhang ganz sicher so wohl fühlen wie meine jedes Jahr überreich blühende
L.'Petite Red' und die 'Acoma' aus Italien.
Und auch die noch kleine Wildart Lagerstroemia chekiangensis ist dann im Frühjahr so gross, dass sie in die freie Wildbahn entlassen wird.
Ich werde dann wieder berichten.
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threerivers

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Re: Winterhart Lagerstroemia (Crape- oder Krepp-Myrte)
« Antwort #374 am: 03. September 2017, 16:08:13 »

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