Hallo Rosenfreunde,
ich bin auch auf der Suche nach einem guten Ansatz zum Verständnis des Wurzelkropfs.
Als biologisch-dynamisch Arbeitender suche ich auf einer ganzheitlichen Ebene.
Wer die heutige Züchtung beobachtet merkt sehr schnell, dass heute so gut wie nur noch vegetativ vermehrt wird, das heißt, es wird genetisch betrachtet keine Veränderung im Erbstrom zugelassen. Wenn einige Pflanzen (Unterlagen) in den Vermehrungsanlagen ein abweichendes Wachstumsverhalten zeigen werden sie raus geworfen, da sie nicht "konform" sind. Egal um welche Pflanzenarten es geht, es ist überall das Gleiche, Abweichler werden entfernt! Dabei wären es vielleicht gerade diese Spontanmutationen, die einer zukünftigen Vermehrung weiter helfen würden.
Ich denke hier liegt das Grundübel. Durch vegetative Vermehrung werden die Unterlagen unserer Nutz- und Kulturpflanzen immer schwächer und anfälliger bezüglich aller möglichen Angriffe von anderen Organismen, die in der Natur natürlich in irgendeiner Nische eine Daseinsberechtigung haben.
Um gesunde Voraussetzungen für ein Pflanzenwachstum bei unseren Kulturpflanzen ist es immer hilfreich hin zu schauen, wo und in welchen Verhältnissen die Pflanzen in der Natur wachsen, um zu verstehen, was ihnen in unseren Gärten fehlt.
Eine der ersten Fragen, die mir eingefallen sind:
Wurzelkropf – dicker Hals- warum haben die einen dicken Hals…
Ein paar Anregungen, die vielleicht hilfreich sein können:
1. Keinen tierischen Dünger verwenden, der nicht voll vererdet ist, auch kein Blutmehl, Hornspäne oder ähnliches, am besten wäre Wurmkompost, der fertig ist, wenn keine organischen Anteile mehr zu erkennen sind.
2. Kein Mulch verwenden, weder Rindenmulch, noch Hackschnitzel, noch Stroh
3. Boden gut durchlüften und drainagieren
4. Pflanzenauszüge aus Zwiebel, Knoblauch
5. Blattdüngung über verdünnte Pflanzenjauchen, vielleicht Brennnessel
Viel Erfolg
Thomas