Genaugenommen kann ich mich nicht erinnern, jemals einen Asternsämling gefunden zu haben, und das, obwohl ich nicht abschneide und viele anderen Stauden sich sehr wohl aussäen.
Auch diesen Aspekt diskutierten wir ja schon in der Vergangenheit, und ich habe dieses Jahr noch genauer darauf geachtet.
Katrin, bei uns beiden dürfte die einfach die gärtnerische Philosophie Schuld sein, die schlichtweg nicht zur generativen Ausbreitungsstrategie der Astern passt - Rohbodenpioniere haben hier keine Chance.
Erstmals überhaupt fand ich einen Rauhblattaster-Sämling im Garten, doch nur weil dort eine Brunnera erfroren und entsprechend Platz hinterlassen hat.
Hingegen sind bei meiner Oma, die ständig hackt und überall Erde bewuchsfrei hält, wie jedes Jahr Dutzende von Rauhblättern aufgegangen, die jetzt alle zu blühen beginnen. Die Samen sind natürlich von meinen Pflanzen hinübergeflogen. Meine Oma freut's (noch), sie hatte einst nur die 'Alma Pötschke'.
Tatsächlich fand ich auch zwischen bzw. rund um die
A. dumosus-Bestände Tausende von Sämlingen, die jedoch allesamt bis Juni irgendeiner Form natürlicher Auslese erlegen sind, meist wohl der traditionellen Frühjahrstrockenheit, der die jungen Astern noch nicht gewachsen sind.
Im übrigen sind die genannten hier die einzigen generativen Nachkömmlinge im Asternreich.
Ich hatte vermutet (sogar gehofft), daß auch A. ericoides oder gar die Hybride A. x amethystinus mal auftauchen würde, überhaupt mehr Sämlinge von Arten, die zu mindestens zwei verschiedenen Klonen im Garten stehen, aber bis auf wenige A. divaricatus im Wegpflaster absolute Fehlanzeige.