Andrea: Vergiss es, leider.
Eine so große Araukarie lässt sich praktisch nicht mehr verpflanzen.
Selbst wenn es nach umfangreichen Vorbereitungen des Wurzelbereichs Chancen gäbe, den Baum umzupflanzen, wären die Kosten dafür zu hoch. Für den Aufwand könnte man besser eine neue Araukarie pflanzen.
Ein erster Blick zeigt, dass Araukarien in einer Größe von 3 m so um die 3500 Euro kosten (sehr viel größere wird man kaum finden), dazu kämen Transport und Pflanzung, aber die Kosten für Letzteres hätte man bei einer Umpflanzaktion ja auch.
Viel Geld, aber dafür wird man einen Baum bekommen, der mit entsprechender Bodenvorbereitung auch anwächst.
Eine Umpflanzaktion für einen solchen Baum würde vielleicht dann sinnvoll sein, wenn es sich um ein äußerst seltenes Gartengehölz handelt - was auf Araukarien nicht mehr zutrifft. So beschreibt Warda in seinem Buch eine Umpflanzaktion einer riesigen Pinus bungeana, und am Lago Maggiore hat man eine alte Chilenische Königspalme (Jubaea) mit viel Aufwand versetzt, weil sie einem Parkhaus weichen musste.
Du wirst das Risiko ertragen müssen, dass ein künftiger Besitzer des Gartens, in dem deine Araukarie steht, den Baum absäbelt. Du kannst nur versuchen, ein wenig Einfluss darauf zu nehmen, indem du dir von potenziellen Käufern versuchst, ein Bild zu machen.
Wir hatten beim Verkauf unseres Elternhauses letztes Jahr Glück: Die neuen Eigentümer kauften Haus und Grundstück nicht trotz, sondern gerade wegen des Bestands an alten bzw. seltenen Bäumen.
Ein Mitglied hier bei Garten-Pur (ich meine, fars) hingegen erwähnte mal, dass der Neubesitzer seines früheren Gartens als erstes den alten Taschentuchbaum (Davidia) fällen ließ, um Platz für einen Carport zu haben.
