Naja, faktisch ist es so, dass Ferramol und Co. die teuerste Möglichkeit ist Schnecken aus dem Leben zu befördern, allerdings auch die umweltverträglichste chemische Variante.
Teuer aus 2 Gründen:
1. Produktpreis: Eisen3phosphat-Präparate sind deutlich teurer als Standardmittel auf der Basis von Metaldehyd (und auch Methiocarb).
2. Aufwandmenge: Vom Eisen3phosphat-Mittel braucht man 5g/qm, vom Metaldehyd 0,8 g/qm, vom Methiocarb 0,5 g/qm.
Dabei habe ich jetzt ais Aufwandmengen verglichen die zugelassen sind und zwar bei den Mitteln: Ferramol, das bekannte Limex als Beispiel für Metaldehyd und eben Mesurol.
Die Aufwandmengen beim Metaldehyd variieren von Präparat zu Präparat und ist auch abhängig von der Formulierung (wird aber eher noch geringer denn höher).
Wie gesagt das sind die zugelassenen Aufwandmengen, ich habe nie behauptet, dass man nicht auch weniger ausbringen kann (z.B. Randbehandlungen etc.)!
Was man noch wissen sollte: Eisen3phosphat soll nicht gegen alle Schneckenarten wirken, obs stimmt weiss ich nicht, jedoch berichten durchaus Kunden, dass sie mit der Wirkung von Eisen3phosphat nicht zufrieden sind, andere sind begeistert. (Ich habs selbst nie probiert mangels Schnecken im Kleingarten.)
Und ich möchte mich hier macrantha insoweit anschliessen, dass Methiocarb im Kleingarten nichts zu suchen hat (und z.Z. ja auch nicht vertrieben wird). Es ist definitiv das stärkste Schneckenmittel mit entsprechendem Gefährdungspotenzial.
Dabei geht es gar nicht mal so sehr um die direkte Aufnahme durch Kinder, Haus- und Wildtiere (Mesurol ist durch Bitrex extrem bitter) sondern vielmehr darum, dass es ebenso schädlich für Bodenlebewesen ist (Einwaschung des Wirkstoffs, besonders bei Überdosierung) und ggf. für Igel etc wenn sie viele vergiftete Schnecken fressen (was ich aber noch nicht erlebt habe, aber das muss ja grundsätzlich nichts heissen).
Also wer Schnecken chemisch bekämpfen will nehme Eisen3phosphat und falls das nicht reicht eben Metaldehyd. Andere Alternativen habt ihr z.Z. ohnehin nicht....

Methiocarb sollte den Profis vorbehalten bleiben.
Liebe grüsse,
Daniel