Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
01. Juli 2021, 03:48:37
Erweiterte Suche  
News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)

Neuigkeiten:

|27|12| :-* (Fachbeitrag zum Thema "Geänderte botanische Namen" von Pearl)

Seiten: [1]   nach unten

Autor Thema: erntefrage  (Gelesen 826 mal)

tomatengarten

  • Gast
erntefrage
« am: 10. September 2011, 12:43:44 »

weiss von euch jemand genau bescheid und/oder hat eventuell einen link zu einer antwort bereit?

wie lange darf ein mieter bzw. dessen angehoerige noch in einem garten ernten, der zur mietwohnung gehoerte?

im konkreten fall ist der mieter 2009 ausgezogen. die wohnung ist neu belegt. allerdings gehoeren die einzelgaerten nicht zwangslaeufig bindend zu einer konkreten wohnung. und der vermieter kuemmert sich nicht darum. die zurordnung geschieht im selbstlauf.

die apfel-baeume wurden durch den ehemaligen mieter gepflanzt. besteht so etwas wie ein gewohnheitsrecht, dass er sie weiter ernten kann?

oder darf ich dort ernten? zutritt habe ich ja, da das garten-areal durch einen gemeinsamen eingang betreten wird.
Gespeichert

lonicera 66

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5203
  • Farben sind das Lächeln der Natur... D-7a-420münN
    • Honey´s Universum
Re:erntefrage
« Antwort #1 am: 10. September 2011, 12:52:45 »

Gute Frage, ist der Garten für die Allgemeinheit (alle Mieter?)

Ich vermute, dann darf wohl jeder Mieter dort ernten...Der ausgezogene Mieter hat eigentlich kein Nutzungsrecht mehr, dürfte also auch nicht das Grundstück unbefugt betreten, und die Angehörigen schonmal garnicht...er hätte seine Bäumchen mitnehmen müssen, bei Auszug...

Evtl. sagt Tante Google da etwas (Mietrecht/Nutzungsrecht) ?
« Letzte Änderung: 10. September 2011, 12:54:39 von lonicera66 »
Gespeichert
liebe Grüße
Loni


Ich bin der Schatten, der die Nacht durchflattert und nicht "Everybodys-Darling"

Auch wenn ich bald 60 werde... Du kannst trotzdem auf meine Schuhe aufpassen, während ich auf der Hüpfburg bin!

tomatengarten

  • Gast
Re:erntefrage
« Antwort #2 am: 10. September 2011, 13:02:13 »

urspruenglich hatte jeder mieter im gemeinsam eingezaeunten areal einen konkreten platz zugewiesen.

aber da sich niemand darum kuemmert, wird seit einigen jahren durch mieter, die neu zuziehen, ein frei gewordenes terrain uebernommen.

da es nicht gleich viele gartenflaechen wie wohnungen gibt, ist keiner wohnung ein konkreter garten zugewiesen.

der vermieter informiert nur muendlich darueber, dass zur wohnung ein garten gehoert. dann ueberlaesst er es dem selbstlauf. die (geringen)kosten werden anteilmaessig den nebenkosten im mietvertrag zugeschlagen.
« Letzte Änderung: 10. September 2011, 13:02:30 von tomatengarten »
Gespeichert

fromme-helene

  • Gast
Re:erntefrage
« Antwort #3 am: 10. September 2011, 16:14:33 »

§ 94 BGB

Eine Pflanze gehört im Prinzip immer dem Grundstückseigner, weil sie ein "wesentlicher Bestandteil" des Grundstücks ist.

§ 95 BGB

Das wiederum heißt: Eine Pflanze muss den Charakter eines Grundstückes maßgeblich beeinflussen, damit § 94 greift. Das heißt, angewendet wird die Regel meist nur bei gut eingewachsenen, großen Gehölzen.

Eine zusätzlich zum vorhandenen Bestand gesetzte Staude oder Tulpenzwiebel darf ein Mieter beim Auszug mitnehmen, einen Baum nicht, denn der gehört dann dem Vermieter. Wenn der kulant ist, zahlt er dem Mieter eine Entschädigung. Er kann ihm natürlich auch das Beernten erlauben. Ein Anspruch darauf besteht aber nicht.
Gespeichert

fromme-helene

  • Gast
Re:erntefrage
« Antwort #4 am: 10. September 2011, 16:17:41 »

Hier noch ein Link zu einer guten Erläuterung aus peinlicher Quelle.
Gespeichert
Seiten: [1]   nach oben
 

Garten-pur.de Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutzerklärung

Forum Garten-pur | Powered by SMF, Simple Machines
© 2001-2015 garten-pur. All Rights Reserved.
Garten-pur.de