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Autor Thema: Hofbaum  (Gelesen 19684 mal)

Kerstin_M

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Hofbaum
« am: 06. Februar 2005, 13:41:13 »

Hallo an Alle!

Ich bin neu hier, habe Eure Seite erst gestern gefunden und schon ganz viel gestöbert!
Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir Tipps zu folgendem Thema geben könntet:
Wir suchen nach einem Baum für unseren Innenhof. Der Innenhof liegt im Nordosten und hat morgens und gegen Abend Sonne. Der Boden ist sandig, das Gundwasser ist bestimmt 8 m weit weg. Der Baum, der solitär stehen wird, soll einerseits so etwas wie eine Biergartenatmosphäre herstellen und andererseits auch einen Sichtschutz zum anderen Gebäude auf dem Grundstück bieten. Er darf ruhig hoch werden und er soll halbwegs schnell wachsen. Eigentlich haben wir unseren Baum auch schon gefunden: Aesculus hippocastanum. Wir finden ihn einfach toll: die Blätter, die Blüte, die Kastanien... Allerdings sind wir jetzt total verunsichert wegen der Miniermotte. Der eine Baumschuler hat uns hefitg von der Rosskastanie abgeraten, der andere meinte man könne da was machen...
Wie ist Eure EInschätzung und was wären Alternativen zur Rosskastanie?

Vielen Dank im Voraus!
Kerstin
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macrantha

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Re:Hofbaum
« Antwort #1 am: 06. Februar 2005, 14:20:48 »

Hallo Kerstin,
herzlich willkommen im Forum :)
Die rotblühende Kastanie wird zwar im Moment kaum von der Miniermotte befallen (hängt wohl mit dem Allgemeinzustand des jeweiligen Baumes und der Nähe zu weißen Rosskastanien zusammen), aber evtl. ist dies nur eine Frage der Zeit.
Mir wäre die Wahrscheinlichkeit, daß die Motte vielleicht in 10 Jahren auch an die rotblühende Form angepasst ist, zu hoch. Außerdem sind Rosskastanien eher Bäume der Hartholzaue - sie möchten es also gerne etwas feuchter und nährstoffreicher. Somit besteht die Gefahr, daß sie auf Eurem Sandboden viel schneller dem Stress ausgesetzt ist und auch schneller anfällig für Schädlinge wird.
Bei Deinem Standort könnte ich mir die Blasenesche (Koelreuteria paniculata) vorstellen, auch wenn diese (verträgt Trockenheit und Hitze) einen Standort in vollsoniger Lage bevorzugt. Mit ihren gelben Rispen im Sommer und den auffälligen Früchten scheint sie mir als Solitärbaum auf sandboden sehr geeignet. Gegenstimmen?
Liebe Grüße
macrantha
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sabinchen

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Re:Hofbaum
« Antwort #2 am: 06. Februar 2005, 14:23:04 »

Hallo Kerstin,
es gibt momentan nicht viel was man gegen die Motte machen kann. bei kleinen Bäumen kann man ja noch spritzen, aber hast du einmal ein rießiges Exemplar im Garten stehen, wie soll das gehen. Ein natürlichen Feind hat dieser Schädling hier nicht. Das einzige was hilft sie im Zaun zu halten, ist die Baumscheibe und den Platz rundherum immer sauber vom Laub zu halten. Das alte Laub immer entsorgen, am besten verbrennen. Aber ich habe irgendwo gelesen, das die Motte hauptsächlich weißblühende Kastanien befällt. Du findest aber auch jede Menge darüber im Internet, du mußt nur "Miniermotte" eingeben.
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Grüße Sabinchen

Kerstin_M

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Re:Hofbaum
« Antwort #3 am: 06. Februar 2005, 14:50:16 »

Bei Deinem Standort könnte ich mir die Blasenesche (Koelreuteria paniculata) vorstellen, auch wenn diese (verträgt Trockenheit und Hitze) einen Standort in vollsoniger Lage bevorzugt. Mit ihren gelben Rispen im Sommer und den auffälligen Früchten scheint sie mir als Solitärbaum auf sandboden sehr geeignet.
Hallo macrantha!
Danke für die nette Begrüßung und die Anwort! Wann bekommt die Blasenesche denn ihre Blätter? Ich habe gesehen, dass sie recht spät blüht.
Grüße

Kerstin
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Silvia

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Re:Hofbaum
« Antwort #4 am: 06. Februar 2005, 15:09:44 »

Hallo Kerstin,

auch von mir ein herzliches Willkommen! Wie sieht es bei deinem Standort denn mit Platz rechts und links aus? Und ist es dort schön hell?

Bei Sandboden solltest du einen Baum pflanzen, der mit der Trockenheit zurechtkommt. Evtl. käme eine Winterlinde (Tilia cordata) in Frage. Sie ist ein klassischer Hofbaum, sehr anpassungsfähig und bildet am Anfang eine Pfahlwurzel aus, so dass der Sandboden nicht so ein Problem sein dürfte. Später wird dann der andere Boden intensiv durchwurzelt. Sie braucht Sonne bis Halbschatten.

Größe etwa 18 - 30 m Höhe und 10 - 20 m Breite, je nach Standort, schätze ich, Jahreszuwachs ca. 30 cm.

LG Silvia
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macrantha

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Re:Hofbaum
« Antwort #5 am: 06. Februar 2005, 16:04:02 »

räusper ... mir würde es unter einer Linde zu sehr kleben .... das erlebe ich nämlich am eigenen Leibe. Und ja - eine Winterlinde macht schon mehr Trockenheit mit als z.B. die Sommerlinde - optimal ist es aber trotztdem nicht.
Die Blasenesche treibt tasächlich etwas später aus, aber sehr hübsch rötlich. Mit 8m Höhe hat sie eine vernünftige Größe für einen Hausbaum, die späte Blüte ist eigentlich ein Vorteil - welcher Baum blüht schon so spät im Jahr (fällt mir nur noch Linde ein).
Ansonsten finde ich unsere gemeine Holzbirne Pyrus communis wunderschöne, wenn man keine Probleme mit Birnenegitterrost in der Gegend hat und herrunterfallendes Obst kein Problem ist.
LG
macrantha
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Silvia

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Re:Hofbaum
« Antwort #6 am: 06. Februar 2005, 16:37:42 »

Koelreuteria paniculata, die Blasenesche, verträgt zwar Trockenheit, aber sie wurzelt nur sehr flach, ansonsten ein sehr attraktiver Kleinbaum bzw. Großstrauch. Ich hätte da mit dem Sandboden Bedenken.

Eine Pfahlwurzel bildet übrigens auch die Eiche aus.

LG Silvia
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Kerstin_M

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Re:Hofbaum
« Antwort #7 am: 06. Februar 2005, 16:57:39 »

Der Baum soll größer werden als 10 m, wir haben genug Platz! Wir möchten im Sommer *unter* dem Baum sitzen.
Das mit dem Kleben der Linde habe ich auch schon gehört. Ist das wirklich so schlimm? Wann und wie lange klebt sie denn?
Was haltet Ihr denn von der Esskastanie? Die mag es doch trocken oder? Wieviel wächst die denn pro Jahr? Oder der Paulownia, oder der Catalpa? Wobei, da finde ich den Austrieb halt zu spät...
Und Eichen? Wachsen die nicht furchtbar langsam?
Fragen über Fragen!

Liebe Grüße

Kerstin
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macrantha

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Re:Hofbaum
« Antwort #8 am: 06. Februar 2005, 16:58:41 »

hm ... also müsste die Baumscheibe entsprechend groß sein, damit kein Pflaster angehoben wird ... ist natürlich mitten im Hof nicht so geeigntet.
Was die Trockenheit betrifft: die Blasenesche wird ausdrücklich für das Stadtklima, Hitze und Trockenheit empfohlen - deshalb hatte ich keine Bedenken, sie zu nennen.
LG
macrantha
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knorbs

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Re:Hofbaum
« Antwort #9 am: 06. Februar 2005, 17:15:39 »

schnellwachsend, imposant, blüte herrlich + blütenstand durchaus ähnlichkeit mit rosskastanie, guter sichtschutz durch die riesigen blätter, trockenheitsverträglich....catalpa speciosa

der "Wetland Indicator Status:" = FACU (FACU Facultative Upland: Usually occurs in non-wetlands (estimated probability 67%-99%), but occasionally found on wetlands (estimated probability 1%-33%).)
quelle mit fotos

hier ein foto meiner aus samen gezogenen catalpa, die nach ~8 jahren nach der aussaat blühte
« Letzte Änderung: 06. Februar 2005, 17:16:12 von knorbs »
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Querkopf

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Re:Hofbaum
« Antwort #10 am: 06. Februar 2005, 17:19:34 »

Hallo, Kerstin,

so sehr ich Linden liebe: Zum Druntersitzen im Hof würde ich sie nicht wählen. Denn dann müsste man mehrmals täglich Tisch & Stühle schrubben, um nicht dran festzupappen. (Ich muss gelegentlich, wenn in der Nähe meiner Arbeitsstelle kein anderer Parkplatz mehr frei ist, mein Auto unter Lindenzweigen abstellen; ist dann abends recht mühsam, die Windschutzscheibe wieder durchsichtig zu kriegen.)

"Geklebt" wird während der Blütezeit, ein paar Sommerwochen lang. Just in der Jahreszeit, in der man am häufigsten draußen sitzt.

Schöne Grüße
Querkopf
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knorbs

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Re:Hofbaum
« Antwort #11 am: 06. Februar 2005, 17:26:29 »

hier noch ein foto der catalpa im ganzen. bisher zeigen sich nach gut 14 jahren standzeit noch keinerlei aufwerfungen durch wurzeln. auch außerhalb der blütezeit sehr imposant wg. der riesigen herzförmigen blätter.

norbert
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Biggi

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Re:Hofbaum
« Antwort #12 am: 06. Februar 2005, 17:53:55 »

@Knorbs

Der ist aber schön. Wie winterhart ist der denn? Könnter er bei mir überleben? Und, woher hast du den Samen?

Birgit
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Rosige Grüße
Birgit

macrantha

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Re:Hofbaum
« Antwort #13 am: 06. Februar 2005, 18:05:28 »

Hallo Norbert,

wirklich sehr hübsch - und auch noch selbst gezogen! - Catalpa würde ja auch recht zügig wachsen
... ich habe sie allerdings bisher als an Flußufern stehend "gespeichert" und somit auch eher im frischen Boden, aber wenn sie bei Dir keine Probleme hat lass ich mich schon überzeugen.
Wodurch unterscheidet sich denn C. speciosa von der "normalen" bignonioides?
LG
macrantha
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Re:Hofbaum
« Antwort #14 am: 06. Februar 2005, 18:12:34 »

Die haben alle nicht so einen großen Jahreszuwachs, bis auf mein Walnussbaum, bilde ich mir ein. Den kannst du auch nehmen. ;)

Catalpa speciosa sieht toll aus.

Höhe: 12 - 18 m
Breite: 6 - 10 m
Jahreszuwachs ca. 20 cm
nahrhafte, frische Böden, sonnig bis halbschattig, Trockenheit wird gut vertragen, dann sogar frosthärter, aber spätfrostgefährdet, treibt spät aus.

Hier noch Koelreuteria paniculata:
Höhe: 6 - 8 m
Breite: 5 m
Jahreszuwachs ca. 20 cm

Die Amerikanische Rot-Eiche - Quercus rubra - hat zu Beginn einen Jahres von 40-60 cm. Später wächst sie dann langsamer.

LG Silvia
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