Hallo,
bin neu hier und würde mich freuen, wenn jemand mir weiterhelfen könnte.
Wir ziehen in absehbarer Zeit um und ich sammle derzeit Saatgut von den Pflanzen, die ich nicht mitnehmen kann. Dazu gehört z.B. ein Walnußbaum, ein Apfelbaum, Zwetschgen etc.
Nun heißt es öfter, aus der Frucht könne man (meist) nicht etwas ziehen, was der Ursprungspflanze gleich kommt. Man müsse veredeln.
Wer kann das einem Laien näher erklären?
Unser Zwetschgenbaum hat sich z.B. mehrfach selbst ausgesät. Die Zwetschgen seiner Abkommen schmecken genauso gut wie vom Originalbaum. Da hat niemand eingegriffen, ich habe der Natur einfach ihren Lauf gelassen.
Wieso sollte das beim Apfelbaum (ist eine uralte Sorte, weiß nur nicht mehr welche und kann den früheren Grundbesitzer nicht mehr fragen, da er vor vielen Jahrzehnten verstorben ist) oder beim Walnußbaum nicht funktionieren?
Selbst, wenn die Früchte nicht ganz exakt wie die vom Originalbaum schmecken, eine gewisse Ähnlichkeit müsste es doch geben? Mein Sohn sieht ja auch anders aus als ich, obwohl gewisse Ähnlichkeiten durchaus bestehen...

Ist es von vorneherein Unfug, wenn ich nun mit Apfelkernen und Walnüssen einen Versuch wage? Oder kann das auch brauchbare Erfolge bringen?
Ach ja, und von unseren Holunderbäumen soll es auch Nachwuchs geben. Hier hat sich der Holler prächtig vermehrt, aus 3 Bäumen sind im Laufe der Zeit 8 geworden und alle tragen gute Früchte. Da habe ich auch nicht eingegriffen, die haben sich also selbst wild ausgesät, bzw. ist sicher das eine oder andere Körnchen erst durchs Huhn gewandert und landete dann als Kleckschen irgendwo.
Das Stratifizieren (oder wie auch immer das heißt) sollte kein Problem sein, einfach im Kübel auf den Balkon stellen, da sollte es kalt genug sein.
Frage ist also weniger das Wie, als das Ob.