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18. September 2019, 20:09:07
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Autor Thema: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen  (Gelesen 110383 mal)

Tomesen

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1065 am: 12. Juni 2019, 10:58:40 »

Zwei von drei Reisern auf einer etwa 4 cm dicken Kirsche haben ausgetrieben, aber so wirklich freut mich dieser Anblick nicht >:(
Es ist leider nicht die einzige Veredelung die von den Läusen schwer geschunden wird. Irgendein Tier hat die Läuse von der Maulbeere sogar samt Trieb verspeist, zum Glück sind noch Nebenaugen übrig. Ein bisschen Neemöl habe ich schon gesprüht, aber für alles habe ich nicht die Zeit.
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dmks

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1066 am: 12. Juni 2019, 21:13:45 »

Manchmal helfen auch Pflanzenschutzmittel ;)
...hab ich mal gehört. 8)
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Wild Obst

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1067 am: 12. Juni 2019, 21:59:04 »

Die muss man erst einmal (dabei) haben und zur richtigen Zeit anwenden können. Das ist auch nicht immer so einfach.
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dmks

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1068 am: 12. Juni 2019, 22:14:28 »

Stimmt, aber es gibt auch anwendungsfertige Mischungen im Draufdrücksprüher. Der Liter bei 10 Euro aufwärts.
Oder (aber das darf ich hier auf Grund meiner Pflanzenschutz-Quali nicht sagen) diverse Insektensprays aus dem Supermarkt. Kostenpunkt so um die Einsfünfzig. Vorsicht wegen dem Treibgas - mit ausreichend Abstand kurz einnebeln.
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Urmele

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1069 am: 13. Juni 2019, 10:50:13 »

Hat hier jemand Erfahrungen mit der Unterlage B9?
Mir sind von 10 Unterlagen 3 ohne erkennbaren Grund vertrocknet.
Also nicht die aufveredelten Reiser, sondern die komplette Unterlage.
Standort, gießen etc. ist identisch mit anderen Veredelungen, das Problem tritt nur bei den B9 auf.

Nummer 4 hat sich nun auch definitiv verabschiedet :(
Bei über 100 Veredelungen in den letzten Jahren (davon 30 M9) hatte ich nie etwas vergleichbares.
Das muss an der Art der Unterlage liegen, oder die kamen schon geschädigt aus der Baumschule.

Ich hatte auch 10Stück B9 von Eggert gekauft. Darf mich nicht beschweren, es sind alle gewachsen und die Veredelungen durchgetrieben.
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b-hoernchen

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1070 am: 13. Juni 2019, 11:49:20 »

Zwei von drei Reisern auf einer etwa 4 cm dicken Kirsche haben ausgetrieben, aber so wirklich freut mich dieser Anblick nicht >:(
Es ist leider nicht die einzige Veredelung die von den Läusen schwer geschunden wird. Irgendein Tier hat die Läuse von der Maulbeere sogar samt Trieb verspeist, zum Glück sind noch Nebenaugen übrig. Ein bisschen Neemöl habe ich schon gesprüht, aber für alles habe ich nicht die Zeit.
Vor allen Dingen sollte man sagen, dass ein Läuseproblem an Obst meist zu allererst ein Ameisenproblem ist. Steigen keine Ameisen mehr an dem Baum auf, haben die Nützlineg eine Chance:
1. Maßnahme - Leim streichen an Stamm, Ästen und Pfahl(!), ca einen handbreiten Streifen rings um alle Aufstiegsmöglichkeiten,
2. Maßnahme (wenn Nr. 1 nicht erfolgreich durchführbar, weil zu viele Berührungspunkte mit anderen Aufstiegsmöglichkeiten, rissiger Rinde oder Rissen im Pfahl) - Ameisen bekämpfen (Blattanex hilft z.B. recht gut, im Gegensatz zu einem Celaf..r-Mittel).
3. Wenn Trieb schon extrem geschädigt und/oder Ameisenbekämpfung zu langwierig/schwierig - Pflanzenschutz direkt auf die befallenen Triebe; dazu hat dmks schon das Wesentliche gesagt.
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Wenn ich auf die Wetterkarte schaue, beschleicht mich ein unheimliches Gefühl... .

thuja thujon

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1071 am: 13. Juni 2019, 13:26:03 »

Der Zug ist eigentlich abgefahren, auch wenn mittlerweile genug Nützlinge wieder da sind. Die schwarze Kirschenlaus sorgt für Verkrüppelungen, nicht nur der Blätter, sondern auch vom Trieb. Sowas kann man ausschneiden, wenn es sich um ein frisch veredeltes Reis handelt, ist das ziemlich doof. Nun kann man noch abwarten, ob das Reis jächstes Jahr noch einen guten Trieb macht, für dieses Jahr wars das jedenfalls meistens.
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Rib-isel

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1072 am: 13. Juni 2019, 19:42:15 »

Ich habe heuer ein ähnliches Problem mit der Dönissens-Veredelung. Die "natürliche" Methode hat bisher nich geholfen. Marienkäfer lassen auf sich warten.
Also habe ich heute mit Ameisengift gesprüht. Zu spät ist noch nichts.
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saugrün

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1073 am: 30. Juni 2019, 08:49:37 »

Demnächst steht ja die Okulationszeit an, dazu habe ich Fragen:
Neben einem absterbenden Pflaumenbaum (The Czar?) habe ich seit gut einem Jahr einen Austrieb der unbekannten Unterlage wachsen lassen. Diese ist schon recht hoch und vielfach sehr dünn verzweigt. Darauf möchte ich nun okulieren, ab besten mehrfach (Mirabelle, Pflaume, evtl Aprikose).
1. Okuliere ich besser nur auf den Mitteltrieb/Stamm, der etwa 1,5 cm Durchmesser hat oder eher auf die dünnen Seitenäste?
2. Wenn ich nur auf den Mitteltrieb okuliere, wie viel Abstand soll zwischen den okulierten Augen sein und schneide ich die dazwischen- und darunterliegenden kleinen Äste der Unterlage ab?
3. Gibt es sonst etwas zu beachten, wenn man nicht nur eine Okulation, sondern gleich mehrere auf einer Unterlage ausführt?
Ich bin auf eure Erfahrungen/Meinungen gespannt, besten Dank, Grüße
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Wild Obst

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1074 am: 30. Juni 2019, 15:37:06 »

Ich okuliere inzwischen nicht mehr so viel, weil ich im Sommer immer so viel anderes zu tun habe. Wichtig ist auf jeden Fall, die Unterlage(n) die zwei Wochen vor der Veredlung gut zu gießen, damit sich zum geplanten Termin die RInde auch gut löst.

Zu deinen Fragen:
1.: Nur auf den Mitteltrieb zu okulieren wird vermutlich einfacher. Wenn deine Edelaugen von dünnen Reisern stammen, gehen grundsätzlich bestimmt auch dünne Triebe, aber das wird immer fummeliger, je dünner die Unterlagen sind. Ich würde etwa 5-6 mm minimal empfehlen.
2.: In dem Fall einer Mehrsortenbaum veredlung durch Okulation würde ich entweder direkt in der gewünschten Kronenhöhe okulieren und dann etwa 10-15 cm Abstand zwischen den Veredlungen lassen, so wie üblicherweise die Leitäste erzogen werden, oder ich würde jetzt erst einmal erst nur eine Sorte tief veredeln, die den Stamm bilden lassen und nächstes dann in Kronenhöhe die zusätzlichen Sorten einveredeln.
3.: Wenn die Unterlage zu schwach ist, kann es sein, dass nur eine Okulation, dann aller Wahrscheinlichkeit nach die oberste wegen der Spitzenförderung, austreibt. Deswegen würde ich so etwas nur auch wüchsige Unterlagen versuchen und den Baum auch gut düngen. Außerdem würde ich überlegen, welche Sorte über die andere kommt. Ich würde schwächer wachsende, später reifende oder später austreibende Sorten tendenziell weiter nach oben. Aber am besten nichts zu unterschiedliches kombinieren!

Ich habe selbst auch einige Mehrsortenbäume und ich bin vor allem wegen unterschiedlich starkem Wachstum nicht alle wirklich gelungen. Manche Sorten sind dann zu dominant gegenüber anderen oder viel später austreibende Sorten sind zwar angewachsen aber gehen komplett unter, weil die anderen Sortem schon 2 oder mehr Wochen früher ins Wachstum kommen und bis die späte Sorte wachsen würde schon allen "Saft" für sich beansprucht haben.

Aber allgemein ist es nicht ganz sicher vorhersagbar, also bleibt nur ausprobieren!
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saugrün

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1075 am: 30. Juni 2019, 20:19:18 »

Hallo Wild Obst, vielen Dank für deine Antwort, das hilft mir schon sehr weiter.

Die Vorbereitung der Unterlage kann ich so sicher machen, wüchsig scheint sie auch zu sein. Ein Versuch ist es mir allemal wert, zumal es ja nichts zu verlieren gibt. Neben der vermeintlichen The Czar, die bald gefällt werden muss und aus deren Unterlage die zu veredelnde Unterlage als Ausläufer wächst, habe ich hier noch zwei Bäume, von denen Reiser erhaltenswert wären: Eine leckere Mirabelle vom Nachbarn, wahrscheinlich Nancy, und eine kräftig wachsende Bergeron-Aprikose. Passen die 3 zusammen?
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Wild Obst

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1076 am: 30. Juni 2019, 20:32:21 »

Da bin ich leider etwas überfragt und kann nur spekulieren. Was ich habe ist ein Mehrsortenbaum Nancymirabelle und Oullins Reneklode. Die Oullins ist auf ein paar Fruchtäste der Nancy aufveredelt und in der Kombination bei mir trotzdem deutlich wüchsiger als die Nancy, was irgendwie suboptimal ist.

Mirabelle und Aprikose könnte passen, ist jetzt aber nur mein Bauchgefühl, tendenziell würde ich die alle Aprikosensorten als etwas schwächer wüchsig einschätzen als Nancy. "The Czar" kenne ich nicht. Aber als Zwetschge würde ich die eher wüchsiger bis viel wüchsiger als  die Nancy einschätzen.

Aber wie gesagt, ich kenne persönlich weder Bergeron noch The Czar, vor allem nicht in Kombination mit Nancy. Aprikosen gehen bei mir fast immer im Jahr der ersten Blühte an Monilia ein oder sterben kurz später am "Schlagtreffen".
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saugrün

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1077 am: 30. Juni 2019, 21:02:56 »

Stimmt, das mögliche Schlagtreffen spricht auf jeden Fall gegen die Aprikose als möglichen Stammbildner. Die Wuchshöhen von möglichem Czar und Nancy, die hier in benachbarten Gärten stehen, sind fast gleich.
Ich fange mal mit der Pflaume an, die ja sicher auf der Unterlage zurechtkommt, mache mit Mirabelle weiter und schau dann mal, ob die Aprikose noch dazu passt. Besten Dank!
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Waldgärtner

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1078 am: 01. Juli 2019, 16:22:58 »

[...] später austreibende Sorten tendenziell weiter nach oben. Aber am besten nichts zu unterschiedliches kombinieren!

Ich habe selbst auch einige Mehrsortenbäume und ich bin vor allem wegen unterschiedlich starkem Wachstum nicht alle wirklich gelungen. Manche Sorten sind dann zu dominant gegenüber anderen oder viel später austreibende Sorten sind zwar angewachsen aber gehen komplett unter, weil die anderen Sortem schon 2 oder mehr Wochen früher ins Wachstum kommen und bis die späte Sorte wachsen würde schon allen "Saft" für sich beansprucht haben.

Aber allgemein ist es nicht ganz sicher vorhersagbar, also bleibt nur ausprobieren!

Im anderen Thread gab es dazu keine Antwort, daher hier nochmal kurz:
Korrespondiert der Zeitpunkt des Austriebs mit dem der Blüte?
Also treiben frühblütende Sorten entsprechend auch früher als spätblühende?
Zum Austriebszeitpunkt scheint es leider keine Infos zu geben, Blühzeitpunkte sind dagegen recht gut dokumentiert.
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Wild Obst

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Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
« Antwort #1079 am: 01. Juli 2019, 18:44:36 »

Ich würde sagen, als Faustregel passt es auf jeden Fall für die späten Sorten, die ich kenne. Mit 100%iger Sicherheit will ich das aber nicht behaupten, es gibt sicherlich Ausnahmen.
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