Wenn schon, dann noch originaler:
Einfachen Schokoladengetränken wurden gemahlener Mais und andere gemahlene Körner (z. B. Samenkörner des Woll- oder Seidenbaumwollbaums) zugegeben. Überall in Mittelamerika war die Zugabe von zerriebenem Chili sehr beliebt. Die mit Honig gesüßte Honigschokolade dürfte unserer heutigen Schokolade noch am nächsten kommen, auch die Zugabe von Vanille ist bis heute üblich.
Die Azteken verwendeten darüber hinaus Achiote, verschieden Blumen (getrocknet und gemahlen), das Blütenblatt der 'Cymbopetalum penduliflorum', die Blüten des 'Chiranthodendron pentadactylon', eine 'Faserblume' genannte Pflanze, die zur Gattung der Pfeffergewächse gehört, die 'Magnolia mexicana' und die 'Magnolia dealbata'. Außerdem gab es Rezepte mit Piment (Pimienta dioica) oder den Samenkernen der Sapotillfrucht (Pouteria sapota).
Diese Aufzählung an Gewürzen und Zutaten ist keine abschließende Liste, sondern gibt nur eine ungefähre Vorstellung von der Vielfalt der Schokoladenzubereitung bei den Azteken an.
Die Zubereitung der Schokolade war im wesentlichen identisch mit der Zubereitung bei den Maya, deshalb hier nur eine kurze Beschreibung der Arbeitsschritte zur Herstellung von Schokolade wie sie uns vom spanischen Mönch Fray Bernandino de Sahagún, der die Azteken ausführlich über ihre Gewohnheiten befragete, überliefert ist:
"Sie mahlt den Kakao [die Bohnen]; sie zerstampft, bricht und zerkleinert sie zu Pulver. Sie sortiert sie aus, verliest und trennt sie. Sie durchtränkt sie, durchfeuchtet sie, weicht sie ein. Sie fügt sparsam, zurückhaltend Wasser hinzu; sie reichert es mit Kohlensäure an, filtert es, siebt es, schüttet es hin und her, bringt es zum Sprudeln; sie lässt es eine Krone bilden, stellt Schaum her; sie entfernt die Krone, lässt es dickflüssig werden und trocknen, gießt Wasser dazu, rührt Wasser hinein."
Nunja, Sahagun dürfte kaum von "Kohlensäure" gesprochen haben, ich muß mal dasOriginal ausheben
