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Autor Thema: Vorbehandlung von Tomaten-, Paprika- und Chilisamen  (Gelesen 8679 mal)

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Vorbehandlung von Tomaten-, Paprika- und Chilisamen
« am: 10. Februar 2005, 15:55:15 »

Aufmerksam geworden durch die Diskussion zum Einlegen von Tomatensamen in Salzwasser fiel mir dieser Artikel auf:

HortScience Volume 40, Number 1, February 2005
Ahmet Korkmaz: Inclusion of Acetyl Salicylic Acid and Methyl Jasmonate into the Priming Solution Improves Low-temperature Germination and Emergence of Sweet Pepper

Zusammenfassung des hoffentlich wichtigsten (im Original ein dreiseitiger englischsprachiger Artikel):
Es wurde das Keimverhalten von Paprikasamen (Capsicum annuum 'Demre') bei niedrigen Temperaturen untersucht. Normalerweise keimen Paprika/Chili am besten bei 25 bis 30°C. In der Türkei wird Paprika aber z.T. direkt ins Freiland gesät, und die dort auftretenden Bodentemperaturen von 10 bis 20°C stellen ein Problem dar.

Im Versuch wurden Samen für 6 Tage bei 25°C und Dunkelheit in einer 3%igen Kaliumnitratlösung (KNO3, Salpeter, ein Düngerbestandteil) eingeweicht, der verschiedene Konzentrationen Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. in Asp*r*n) bzw. Methyljasmonat zugesetzt wurden.

Gemessen wurde der Gesamtanteil keimender Samen (FGP), die Dauer bis zur Keimung der Hälfte aller Samen (G50) und die Dauer, in der der 10 bis 90% keimten (G10-90).
Bei unbehandelten Samen lagen die Werte bei FGP=44%, G50=7,3 Tage und G10-90=7,3 Tage.

Einweichen in KNO3 ergab Werte von FGP=64%, G50=4,4 Tage und G10-90=6,8 Tage.

Einweichen in KNO3 + 0,1 mM ASS ergab Werte von FGP=91%, G50=2,2 Tage und G10-90=6,1 Tage.

Eine einmonatige Lagerung bei 4°C nach der Vorbehandlung brachte ähnliche Ergebnisse. Das ist natürlich wieder vor allem für die Leute interessant, die direkt ins Freiland säen und möglicherweise auf gutes Wetter warten müssen.


Die Ergebnisse finde ich ziemlich faszinierend. Ok, für uns hier ist es vielleicht nicht so relevant, die Paprikas auch bei 15°C (also auf dem Fensterbrett) sicher keimen zu lassen, weil wir sowieso vorziehen müssen und um diese Zeit meist Heizkörper in der Nähe sind. Andererseits, wie man sieht zieht sich die Keimung über eine Woche hin. Da wollen die ersten Pflänzchen schon viel Licht, während die anderen noch viel Wärme brauchen. Nicht jeder hat eine beheizbare Anzuchtschale.

Und wer hätte gedacht, dass der Zusatz eines Kopfschmerzmedikamentes die Keimzeit der ersten Hälfte drittelt? Oder dass KNO3+ASS die Keimrate gegenüber nicht eingeweichten verdoppelt, wärend 'nur' KNO3 sie nur um ca. die Hälfte erhöht?
Schade ist allerdings, daß in der Versuchsreihe nicht auch getestet wurde:
- Einweichen in Wasser
- Einweichen in anderen Salzlösungen
- Ansäuern mit anderen Säuren statt ASS

Zusatz von 1 mM ASS (anstatt 0,1 mM) ergab übrigens eine schlechtere Keimung als in reiner Kaliumnitratlösung. Daran sollten insbesondere Leute denken, die es mit den Mengen nicht so genau nehmen oder prinzipiell glauben, daß man mit 'Hausmitteln' nicht viel falsch machen könne. Weidenzweige mit Essig auskochen dürfte also in diesem Fall nicht unbedingt reproduzierbare Ergebnisse bringen...

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Wattemaus

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Re:Vorbehandlung von Tomaten-, Paprika- und Chilisamen
« Antwort #1 am: 16. Februar 2005, 07:44:06 »

Morgen wird meine erste Chilli Saatschale zwei Wochen alt, die 15 Chillis waren nicht vorbehandelt.
Fazit: die meisten frischen Samen sind gut gekeimt, 3 Sorten sind während des Keimvorgangs abgenippelt und die alte Bol. Rainbow , sowie eine frische Sorte lassen sich nicht blicken.
Auch wenn ich zuerst schrieb, daß bei mir auch so alles gut keimt, beim drüber Nachdenken hatte ich auch in dn vergagenen Jahren manche Sorten nicht zum Keimen gebracht.
Also sollte ich es beim Nachsäen jetzt mal mit einweichen versuchen.
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