Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
News: Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.  (Ludwig Marcuse)
Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
20. Juni 2021, 13:45:45
Erweiterte Suche  
News: Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.  (Ludwig Marcuse)

Neuigkeiten:

|13|8|Wo ein Wille ist, ist auch die Katastrophe. (Frl. Helga)

Seiten: 1 [2] 3 4 ... 7   nach unten

Autor Thema: Zurückschneiden der Rosen  (Gelesen 11785 mal)

Vulkanrose

  • Full Member
  • ***
  • Offline Offline
  • Beiträge: 308
    • Meine Homepage
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #15 am: 03. Dezember 2011, 23:45:33 »

Hallo Bellis65,

es ist menschlich dass man immer auf der Suche nach Behauptungen ist die die eigenen Theorie bestätigen. Hier am Beispiel von Christine Meile.

Einmalblühende Rosen sollte man normalerweise immer nach der Blüte schneiden, da sie am zweijährigem Holz blühen. Die nach dem Schnitt neu entstehenden Triebe sind dann im nächsten Jahr zweijährig und blühen.

Natürlich gibt es da auch Nachteile die ich hier mal an einem Beispiel sagen möchte. Die Bobby James oder auch die Veilchenblau.

Schneide ich diese Rosen nach dem Blühen fangen sie natürlich stark mit dem Neusaustrieb an. Das sind dann innerhalb von 2 Wochen Triebe von über 2m Länge. Die muss man dann wieder kürzen und das Spiel beginnt von vorne.

Bei diesen Ramblern schneide ich nach der Blüte nur sehr zaghaft, sonst hätte ich bald keine Zeit mehr für den Rest der Rosen in meinem Garten. Ein wenig Fingerspitzengefühl ist da erforderlich, was die Erfahrung mit sich bringt. Bei einmalblühenden Strauchrosen schneide ich generell nach der Blüte.


Mit Rosengruß

Vulkanrose
Gespeichert
Ungeduld ist der schlechteste Gärtner.

Constance Spry

  • Senior Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 851
  • Nordbayern, Zone 6b, 300 m ü. NN
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #16 am: 04. Dezember 2011, 10:20:55 »

Ich schneide auch die einmalblühenden Rosen im Frühjahr und habe bis dato ausschließlich gute Erfahrungen damit gemacht. Es ist zwar richtig, dass die Rosen am zweijährigen Holz blühen, aber eben nicht direkt an die Trieben, sondern an blühenden Kurztrieben, die sich sowieso erst im Frühjahr bilden.
Ich schneide diese Rosen etwas früher als die anderen und dann im Verlaufe des Sommers bis in den frühen Herbst hinein mache immer wieder "kosmetischen" Schnitt, das heisst, ich schneide den Strauch einerseits in Form und andererseits versuche ich, die neuen Triebe dazu zu bringen, sich gut zu verzweigen. Wenn der Strauch gut verzweigt ist, dann bildet er umso mehr Blüten, weil dann umso mehr mehrjähriges Holz da ist, an dem sich blühende Kurztriebe bilden können.

Meiner Meinung nach ist also der Schlüssel nicht unbedingt nur wann man schneidet, sondern auch wie oft man schneidet. Der Strauch gewinnt zwar dadurch in einem Jahr an weniger Höhe als wenn man nur einen Schnitt durchführt, ist dafür aber kompakter und optisch ansprechender.
Gespeichert
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.     Erasmus von Rotterdam

Bellis65

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1601
  • Baden-Württemberg Klimazone 6a/b, 630m
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #17 am: 04. Dezember 2011, 13:45:11 »

Hallo Vulkanrose - danke für deine Rückmeldung. Ich habe bisher meine einmalbühenden Rosen auch immer nach der Blüte zurückgeschnitten, was ich aber aus den bereits genannten Gründen als nicht so einfach empfinde. Deshalb und weil ich auch schon von anderen (nicht nur von Fr. Meile) gehört habe, dass sie es auch anders mit Erolg handhaben, wollte ich einfach noch ein paar Erfahrungen/Meinungen sammeln.

Constance Spry - genau auf solche Aussagen habe ich eigentlich gewartet/gehofft. Leute, die einen Winter- bzw. Frühjahrssschnitt bei den Einmalblühenden durchgeführt haben. Grundsätzlich denke ich auch, dass wenn ich die Triebe im Frühjahr in der Länge zurücknehme, ich zwar an diesen oben keine Blüten haben werde, dafür aber wird die Verzweigung angeregt. Der Strauch wird insgesamt dichter und standfester und entwickelt auf diese Weise genug blühfähiges Holz.
Interessant finde ich deinen Gedanken, dass es auch darauf ankommt wie oft man schneidet. Ich denke alles was weggeschnitten wird versucht die Pflanze mit Neuaustrieb auszugleichen. So bekommt man bestimmt kompaktere und natürlich auch verzweigtere Sträucher.

Ich denke ich werde im Frühjahr einfach mal einen Versuch wagen. :)
Gespeichert

Mathilda1

  • Master Member
  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 3765
  • Ich liebe dieses Forum!
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #18 am: 04. Dezember 2011, 18:43:12 »

ich hab den frühjahrsschnitt auch schon in einem anderen garten gesehen. die sträucher haben sehr gut geblüht, haben halt etwas getrimmt ausgesehen. ich denke es ist auch nicht der teehybrid radikal schnitt gemeint, sondern eher kosmetische eingriffe, wo noch ein größerer teil der pflanze stehn bleibt, der auch blühen kann.
und die verzweigung wird meiner meinung nach auch früher schön bei jungen frischgepflanzten rosen wenn man, auch wenns weh tut, gleich im frühling die sträucher zurück nimmt. hab 2 pflanzen nebeneinander. eine vor und eine nach der blüte geschnitten. die mit dem schnitt vor der blüte ist schön kompakt, die andere deutlich weniger. bringt ja auch nichts im august nochmal nachzustutzen, die neutriebe schaffen den winter ohnehin nicht
Gespeichert

Bellis65

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1601
  • Baden-Württemberg Klimazone 6a/b, 630m
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #19 am: 04. Dezember 2011, 19:43:08 »

Genau Mathilda, den Teehybrid-Radikal-Schnitt meinte ich tatsächlich nicht. Es geht mir eigentlich nur darum, die einmalblühenden in einer etwas kompakteren und handlicheren Größe/Höhe zu halten. Viele der alten Rosen sind bei mir noch relativ jung und dementsprechend dünntriebig. In den ersten 2-3 Jahren haben die überhaupt keinen Schnitt erhalten. Jetzt aber sind einige Kandidaten dabei die recht lange instabile Triebe nach oben geschickt haben, die ohne Stützen nicht wirklich halten. Für allzu raumgreifendes, bogiges Überhängen fehlt mir schlicht der Platz. Daher möchte ich sie moderat schneiden um sie zu stabilisieren. Da ich das wegen meiner Stauden nur ungern im Sommer nach der Blüte machen würde (außerdem sehe ich den Habitus der Rose im unbeblätterten Zustand und ohne störende Staudenbegleitung auch viel besser) habe ich hier nach euren Erfahrungen zum Frühjahrsschnitt gefragt.

Gespeichert

Saattermin

  • Senior Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 573
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #20 am: 04. Dezember 2011, 19:48:34 »

Da werde ich bei meiner Blue Magenta mal so vorgehen, wie Vulkanrose oben sagt - öfter mit der Schere ans Werk. Bis jetzt hatte ich nämlich den Eindruck, dass die Rose nur seeeehr lange Triebe produziert, die praktisch nur oben blühen. Ich könnte mir nun vorstellen, dass durch das "Öfterschneiden" diese Rose buschiger würde. Vielen Dank für den Tipp.
L.G. Saattermin
Gespeichert

Jasmina

  • Newbie
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 23
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #21 am: 04. Dezember 2011, 20:36:41 »

Zum Zurückschneiden der einmalblühenden Rosen:
Ich war vor 4 Jahren auf einem Schnittkurs bei Scarman in Ettenbühl
und der schneidet seine einmalblühenden im Winter zurück.Das habe ich mir gemerkt, weil er sagte, er schneidet die am "Boxing Day" (2. Weihnachtsfeiertag) und ich habe noch rumgeblödelt, was für eine feine Methode, der Verwandtschaft zu entgehen. Mal wieder ersthaft:
ich fragte ihn man soll sie doch nach der Blüte schneiden,von wegen im Winter die kommenden Blüten wegschneiden.Er sagte ausdrücklich, sie blühen genauso reich,wenn man sie nach seiner Methode schneidet
Gespeichert

Starking007

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 6452
  • Alles im gruenen Bereich!
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #22 am: 05. Februar 2012, 17:43:16 »

Scarman-Schnitt: Soweit ich mich erinnere, begründete er den Zeitpunkt und die Art des Schnittes (ähnl. Hausmeisterschnitt) damit, dass er dann Zeit hätte und es schnell ginge, was mir absolut glaubhaft ist, Erwerbsanbau und Hobby sind oft sehr verschieden.

Zur Frage von Santolina, Nachpflanzen: War in den letzten Jahren nicht eine nötig.
Deshalb verzichte ich auch auf jegliches zusätzliches Kali.
Ausnahme: Kletterrose, die auf Betonfundament steht und Sortenverwechslungen.
Sind alles dauerblühende Massenrosen, Kleinstrauch, oft ADR.
Frühjahrschnitt auf 5cm, dann düngen und mulchen.
Gespeichert
Gruß Arthur

martina 2

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 10882
  • Ich liebe dieses Forum!
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #23 am: 15. Februar 2012, 22:35:00 »

Nach welchen Kriterien die Profis im Wiener Volksgarten im Herbst die Strauchrosen geschnitten haben, erschließt sich mir nicht. Hier ein Bild vom 8. Februar von einem der dortigen Riesenschneewittchen:
« Letzte Änderung: 15. Februar 2012, 22:39:00 von martina 2 »
Gespeichert
Schöne Grüße aus Wien!

martina 2

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 10882
  • Ich liebe dieses Forum!
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #24 am: 15. Februar 2012, 22:36:00 »

... und eines von einer unbekannten Strauchrose:
Gespeichert
Schöne Grüße aus Wien!

martina 2

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 10882
  • Ich liebe dieses Forum!
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #25 am: 15. Februar 2012, 22:37:47 »

Bei den Beetrosen wie üblich:
Gespeichert
Schöne Grüße aus Wien!

Rosenkultivarium

  • Gast
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #26 am: 16. Februar 2012, 07:27:44 »

Öfterblühende Strauchrosen werden im Herbst etwas eingekürzt, max. 1/3.
Da geht es darum Wind- und Schneebruch so gering als möglich zu halten. Ausserdem muss die Parkanlage auch im Winter einen "gepflegten" Eindruck machen.
Zweifellos ist das ein Kompromiss womit allerdings ganz tolle Ergebnisse erzielt werden, man sehe sich nur die Bilder der Schneewittchen in voller Blüte an!
Beachten muss man natürlich auch, dass die Winter in der Wiener Innenstadt doch ganz andere sind als jene im Wiener Umland.
Gespeichert

martina 2

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 10882
  • Ich liebe dieses Forum!
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #27 am: 16. Februar 2012, 09:59:22 »

Aha, danke :) Ja, Wiener Klima müßte man haben...

Wenn du es schon sagst, gehört aber jetzt auch hier das Bild dazu ;)
Gespeichert
Schöne Grüße aus Wien!

ManuimGarten

  • Gast
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #28 am: 16. Februar 2012, 10:41:19 »

Oh... traumhaft Martina!

Da sieht man, wie dick unten die Triebe schon sind, also sicher alt. Bin nämlich dauernd am Grübeln, ob ich meinem Schneewittchen sukzessive die alten Triebe abschneiden soll, weil sie so rissig aussehen. Aber vielleicht ist das normal und man soll nicht immer versuchen, alles zu verjüngen. ???
Gespeichert

martina 2

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 10882
  • Ich liebe dieses Forum!
Re:Zurückschneiden der Rosen
« Antwort #29 am: 17. Februar 2012, 09:48:51 »

Manu, die sind gut 50 Jahre alt, hab mich einmal erkundigt. Müssen so ziemlich gleich nach der Einführung gepflanzt worden sein. Hab das Bild ja schon öfters gezeigt, vor allem, wenn es um mickernde Schneewittchen ging. Es wurde u.a. vermutet, daß die Sorte früher widerstandsfähiger war.
Gespeichert
Schöne Grüße aus Wien!
Seiten: 1 [2] 3 4 ... 7   nach oben
 

Garten-pur.de Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutzerklärung

Forum Garten-pur | Powered by SMF, Simple Machines
© 2001-2015 garten-pur. All Rights Reserved.
Garten-pur.de