Das ist die Temp in ca. 1.400 Meter. Bei solchen Wetterlagen mit nächtlicher Ausstrahlung kann man das eins zu eins runterrechnen, über Schnee sogar noch tiefer ansetzen. Abhängig auch vom Wind; starker Ostwind sorgt für Durchmischung und dämpft die Kälte. Bei Windstille kann es deutlich kälter werden.
Aber es ist nur ein Modell. Diese Kaltlufttropfen haben ein kaum zu erfassendes Eigenleben. Hauptantrieb sind aber die Luftströmungen in 850 HP, also der gezeigten Höhe. Da aber inzwischen alle Modelle nur noch marginale Schwankungen im Verlauf bis Sonntag zeigen, gehe ich recht gesichert von der Popokälte aus. Je weiter im Osten man sitzt, desto kälter kann es werden.
Was danach kommt ist reine Spekulation, da nach solchen Wetterextremen und der völlig durcheinander geworfenen Zirkulation die Türen in alle Richtungen offen stehen. West, weiter Ost oder doch Vorfrühling?
Der demnächst
gesplittete Polarwirbel lässt aber eine weiterhin große Möglichkeit für eine Erneuerung der Kaltlufteinschübe, da die 'normale' Zirkulation (Westrutsche für uns Mitteleuropäer) nachhaltig gestört ist.
edit: die Wahrscheinlichkeit, dass ein solche Luftmasse den Weg zu uns findet, liegt bei 1%. Es handelt sich also um eine ganz besondere Situation.
In
macirs Link zum Schweizer Wetterdienst ist die schön beschrieben und anhand Karten belegt.
Hier am Chiemsee hat es -5°C und es ist grau und windstill.
