Hi,
bei mir sind vor ein paar Jahren mal einzelne Mohnpflanzen aufgetaucht, keine Ahnung woher. Ich war jedenfalls überrascht, dass die Kapseln doch relativ viel Mohnsamen enthalten. Habe es zwar nicht nachgewogen, aber in der Erinnerung ist es etwa wie 'drei Kapseln in die Hand geschüttet - Menge wie ein Teelöffel Mohnsamen'.
Und ich fand, dass das Zeug, einfach aus der Hand in den Mund, sogar nach Mohn schmeckte, wenn man es gut kaute. Kann sein, dass der gute Mohngeschmack durch mahlen und backen noch besser rauskommt.
Allerdings gibt es auch Freunde der Kapselmilch, die in den einschlägigen Foren diskutieren, wie sie die Pflanzen in der Wildnis anbauen, um damit etwas anderes als Samen zu gewinnen. Also ist es nicht auszuschließen, dass man tatsächlich Ärger bekommen kann.
Natürlich sind Anbauverbote alter Kulturpflanzen eine Frechheit, aber du solltest wenigstens wissen, wie die Lage ist. Ich denke, das haben wir jetzt hier klargestellt.
Zurück zur gärtnerischen und kullinarischen Theorie: Meine Pflanzen wuchsen nur wild, eine in Sand zwischen Steinen, eine andere zwischen den Johannisbeeren, hatten nur wenige Blüten, aber wenn man Mohnpflanzen richtig pflegt, auf gutem Boden (Versorgung mit Spurennährstoff Bor sicherstellen!), dann sollte eine Pflanze zehn bis zwanzig große Kapseln tragen können. Für einmal Mohnkuchen bräuchte es also gar nicht sooo viele Pflanzen.
Angeblich ist Backmohn aus dem Supermarkt oft keimfähig. Sollte für erste Versuche reichen, sonst wirst du in Österreich rumfragen müssen, ob da jemand besonders schmackhafte Auslesen hat.
Ansonsten hatten wir das Thema schonmal vor ein paar Jahren:
http://forum.garten-pur.de/Gemuesebeet--20/Speisemohnanbau-3205_15A.htmDa wird auch ein spezielles Buch erwähnt
"Mohn - Sorten, Anbau, Rezepte". Hatte es damals aus der Bibliothek.
Wenn du noch mehr wissen willst, gibt es sogar ein spezielles (englischsprachiges) Forum für diese Pflanze:
SomniforumGrüße,
Robert