Warum sollte man nicht nachdenken und dabei ganz bewußt auf sein Können, Wissen, die eigenen Erfahrungen und auf das Wissen und die Erfahrungen anderer zurückgreifen
Ich glaube, je verkrampfter man an die Sache herangeht, desto schwieriger wird es, ein befriedigendes Ergebnis zu erhalten. Wer wochenlang plant, eigene Erfahrungen wälzt, Tipps durchliest, möglichst viele Eventualitäten bedenkt, der läuft Gefahr - oder, ich formuliere anders, wenn ich derjenige bin, laufe ich Gefahr, immer Gleiches zu produzieren, nur von mir oder anderen erprobte Kombinationen zu pflanzen, mich nach Büchern und Empfehlungen zu halten. Wenn ich mir ein Grundgerüst im Kopf überlege - und gerne auch auf Papier, wenn es darum gilt, keine Staude zu vergessen - dann darf es nie mehr werden als das. Sonst verliert das Beet seine Leichtigkeit.
Und vor allem, es verliert seinen Reiz, da zu genaue Planungen die Überraschungen vermindert oder zumindest die Wahrscheinlichkeit negativer Überraschungen ("das habe ich mir schöner vorgestellt") erhöht.
Sorglos gepflanzte Beete machen mir immer Freude, Freude über die Pflanzen, Freude über mich, Freude am Entdecken von Neuem. Schiefgegangen ist bisher kaum etwas bei mir und wenn, dann habe ich nicht tagelang falsch geplant (=Ärger, weil mein Fehler), sondern nur eine Staude falsch gesetzt (=hachja, das passiert).
Meine Ausführungen gehen aber wohl zu sehr in die Richtung, ob die Gartengestaltung gut für
mich und mein seelisches Gleichgewicht

ist. Ob sie generell als gut eingeschätzt wird, hat wohl nicht mit den Beweggründen zu tun, die ich angeführt habe.