Hallo Axel,
ja, mit Samen könnte man zumindest Viruserkrankungen vorbeugen. Ob da eine gewisse Adaption an unsere Bedingungen auch stattfindet, wäre zumindest schön.
Bei meiner Gloriosoides ist mittlerweile die rote Pigmentierung innerhalb der Knospe deutlich sichtbar. Ich schätze, es wird in etwa 3-5 Tagen soweit sein, dass sie sich öffnet. Der Pollen für sokol ist schon reserviert.
Zum Seramis:
Das habe ich eine Saison lang indoor gemacht. L. gloriosoides ist damit (sogar mit wiener Leitungswasser -pH 8,0- gegossen) sogar bis zur Samenbildung gekommen. Als ich die Zwiebeln nach der Ernte dann einwintern wollte zeigte sich jedoch, dass die Zwiebeln bereits am Zerfallen waren und im unteren Bereich ziemlich nass standen (ich schätze dass das auch die Ursache des Abschieds war). Ich halte mit Seramis -auch ob meiner Unerfahrenheit damit- die Schwierigkeit für gegeben, dass die Feuchtigkeit in unterschiedlichen Zonen des Mediums nur schwer kontrollierbar ist.
Ich denke, dass Seramis zuviel Wasser speichert. Lava oder sogar diese Hydrokulturperlen (Blähton ungebrochen) wären wahrscheinlich besser.
Aber wesentlich interessanter sind sokols Kulturerfolge. Ich wüsste da gerne mehr über das Medium. Der Torf, den Du verwendest, ist das reiner Torf (aus Soden) oder Rhododendronerde. Im ersten Fall wäre der pH sogar deutlich unter Rhododendronerde. Was und wieviel davon gibts Du dann noch hinzu und: wie gießt Du?
Im Übrigen: Auch ich halte Gloriosoides für wärmeliebend. Es ist auch bekannt, dass Gloriosoides bei größerer Hitze nicht - so, wie andere speciosum-Lilien -ihre unteren Laubblätter verliert. Sie besitzt also größere Hitzetoleranz und ist überdies winterhart. Von daher also eigentlich wäre sie eine wirklich gut kultivierbare Lilie. Wäre da nicht diese Überempfindlichkeit bezüglich bestimmter Eigenschaften des Substrats.