Weidenröschen wär auch noch was. Oder dieser Springkrautneophyt (nein lieber nicht!)
Ich finde auch, dass die heimische Welt so ab und zu einen Durchhänger in Sachen Blütezeit hat. Da würde ich wenigstens etwas schummeln, und eine einheimische, aber nur kurz blühende Pflanze durch eine asiatische Verwandschaft oder eine naturnahe Züchtung austauschen.
Z.B. eben bei den Clematis. Statt C. vitalba ne Hybride, z.B. C. jouiniana "Praecox".
Oft sind solche Verwandtschaften für die heimische Insektenwelt sogar nützlicher, eben weil sie so heimische Blühlücken schließen können.
Ich würde auch nochmal über die Kornelkirsche /Dirndlstrauch nachdenken. Der wächst nämlich sehr langsam und braucht Jahrzehnte, bis er richtig groß ist. Er lässt sich sehr gut kleinhalten, blüht schon zeitig im Frühjahr, Insektenmagnet, lecker Früchte im Spätsommer für Vögel und Mensch. Und da es ja im Garten ist, kann es auch ruhig eine sehr großfruchtige Sorte sein, z.B. "Schönbrunner Gourmetdirndl"
Der Wurmfarn aus dem Wald ist echt wunderschön, verträgt auch weniger waldige Verhältnisse und Trockenheit.
Beim Türkenbund muss der Boden kalkig sein, glaub ich. Bei mir wächst er schlecht. Da würd ich als Ersatz bei saurem Boden Lilium henryii nehmen, eine Lilie ohne Lilienhähnchen für den Waldbereich. Blüht im Herbst, wo sonst wenig blüht.
Im Winter Schneeglöckchen, Märzenbecher, Winterlinge. Im Frühjahr Primula vulgaris (Karnevalsprimel, Wildformen) oder Primula elatior. Diese wachsen bei uns auch auf Waldlichtungen.
Die Waldheidelbeere könntest du auch wieder durch ein reichtragendes Double , die Gartenheidelbeere ersetzen. Ein toller Zier/Nutzstrauch.