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Autor Thema: Asplenium scolopendrium  (Gelesen 5216 mal)

Ulrich

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Asplenium scolopendrium
« am: 18. März 2012, 07:44:28 »

Habe ein besonders schönes Exemplar von Asplenium scolopendrium gesehen, leider macht das Ding keine Sporen. Das soll über sogenannte Blattbulben gehen. Viel gefunden habe ich im Netz leider nicht. Hat da jemand Erfahrung?
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Aotearoa

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #1 am: 18. März 2012, 14:00:02 »

Hallo Ulrich,
Zur Vermehrung durch Blattstielgrund-Stecklinge werden die betreffenden Pflanzen - je älter und größer, je reicher die Ausbeute - herausgenommen. Der Ballen wird ausgeschüttelt u. ausgewaschen. Dadurch werden die noch lebenden, innen grünen, verdickten Enden der Stiele, die von den vergangenen Blätter früherer Jahre stammen, freigelegt. Sie werden einzeln, durch Daumendruck nach unten, vom Rhizom abgebrochen. Auch vollentwickelte diesjährige Blätter sind zu verwenden; hier werden Blattflächen u. Stiel bis zur Größe der übrigen Stecklinge abgeschnitten. Etwas vorhandene Wurzelreste sind abzuputzen. Die übrigbleibenden, im Trieb befindlichen Köpfe werden eingetopft und zu neuem Wachstum zunächst unter Glas gehalten, später dann wieder ausgepflanzt.
Ich habe das nie ausprobiert - viel Glück dabei.

(Die Anweisung ist aus dem Buch "Das Buch der Freilandfarne" von Richard Maatsch

Viele Grüße
Aotearoa
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Ulrich

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #2 am: 18. März 2012, 15:33:06 »

Danke Dir, Aotearoa. Sagt das Buch auch was zum Substrat ?
« Letzte Änderung: 18. März 2012, 15:46:13 von Ulrich »
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Ulrich

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #3 am: 18. März 2012, 15:45:51 »

ach eins noch. Wieviel Geduld muss man aufbringen ?
« Letzte Änderung: 18. März 2012, 15:46:58 von Ulrich »
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Dunkleborus

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #4 am: 18. März 2012, 16:21:53 »

Ich habe es auch nie selber probiert, aber von einem Gärtner gehört, dass man die Stecklinge kopfüber stecken solle, so dass nur der unterste Teil an der Oberfläche sei.
Und es dauere ziemlich lange.

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Gartensummse

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #5 am: 18. März 2012, 17:27:07 »

Hier vermehrt sich der Hirschzungenfarn wie irre von selbst im Garten.
Sogar in der Sonne gedeit er auf mit Humus (Laubwaldboden) versetztem Kalkschotter.
Jedes Jahr wachsen neue Pflänzchen in Ritzen von Wegen ,an Mauern und Wänden.
Im nahen Naturschutzgebiet wuchert er auf der feuchteren Schattenseite des Tales in dichten Beständen.
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Naturliebende weibliche Allroundhandwerkerin mit dem Faible Natur und Erholungsaspekte in einem Garten zu vereinen wollen.

Ulrich

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #6 am: 18. März 2012, 17:37:10 »

Das ist ja Richtig, gilt für den Normalen, nur der besagte Farn macht keine Sporen (steril). Also bleibt nur vegetative Vermehrung.
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Dunkleborus

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #7 am: 18. März 2012, 19:44:45 »

Ich habe es auch nie selber probiert, aber von einem Gärtner gehört, dass man die Stecklinge kopfüber stecken solle, so dass nur der unterste Teil an der Oberfläche sei.
Im Buch 'Kulturpraxis der Stauden' ist ein Abschnitt darüber, dort heisst es, man könne die Stecklinge (alte Blattstiele, direkt am Rhizom nach unten weggebrochen) in Schalen streuen und mit Erde bedecken, senkrecht stecken oder in einem gut verschlossenes Marmeladenglas lagern. Genügend Wärme von unten, nicht zu nass. Im Herbst sei es idesl, aber eigentlich immer möglich.
Wenn sie nach Abnahme der neugebildeten Pflanzen noch gut erhalten seien, könne man sie nochmal verwenden.
Nach einem Jahr seien die jungen Farne verkaufsfertig.
Das liest sich so interessant, dass ich es ausprobieren möchte.
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thegardener

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #8 am: 18. März 2012, 20:02:06 »

Das klingt so irre das ich es versuchen werde - nach einem Jahr nochmal zu verwenden , kopfüber ins Substrat , scheinen merkwürdige Gesellen zu sein . Mein relativ üppiges Exemplar mit gekrepptem Rand bietet sich geradezu an dafür :D .
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Ulrich

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #9 am: 18. März 2012, 20:06:49 »

Da möchte ich dann aber eine Jungpflanze abhaben. :)
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Blauaugenwels

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #10 am: 18. März 2012, 20:19:54 »

Ist der Stock nicht groß genug, dass du ihn teilen kannst?
Also komplett aufnehmen und auseinanderreißen?

Was macht deinen zu vermehrenden Farn so besonders? Größe? Form?
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Aotearoa

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #11 am: 19. März 2012, 14:02:02 »

Ich habe gestern nicht weit genug abgeschrieben. Jetzt geht's weiter:
Für die weitere Behandlung der Stecklinge gibt es versch. Möglichkeiten. Sie können in ein Gefäß auf feuchten Sand gestreut werden. Sie bleiben ohne Deckschicht in dem mit Glas bedeckten Gefäß hell, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung, stehen. Aus der Bruchstelle, also am unteren Stielende, das an dem Rhizom gesessen hat, bilden sich kleine Knospen u. Wurzeln, meist mehrere solcher Pflänzchen an einem Steckling. Sie werden aufpikiert oder getopft, sobald sie groß genug sind und können dabei vereinzelt werden.
2.Methode
Die Stecklinge werden gleich mit dem oberen Stielende nach unten in Reihen in Kisten gesteckt, so tief oder flach, dass das untere, abgebrochene Ende, an dem sich die Knospen u. Wurzeln der Neutriebe entwickeln, mit der Oberfläche des Substrates abschneiden. Die Stecklinge werden mäßig feucht u. durch Abdecken mit einer Glasscheibe oder Glasglocke geschlossen gehalten, bis die Jungpflanzen erschienen sind und langsam Gewöhnung u. Abhärtung erfordern.

Es dauert 9 - 12 Wochen ehe die Knospen sichtbar werden.
Als Substrat kann Einheitserde oder Torfkultursubstrat verwendet werden.Es soll schwach sauer reagieren. Die Temperatur soll etwa 18 - 22 ° C. betragen.
Die günstigste Zeit für diese Vermehrung ist der Herbst. Man kann es aber das ganze Jahr über machen.

Viele Grüße
Aotearoa
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Aotearoa

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #12 am: 19. März 2012, 14:10:07 »

Ist der Stock nicht groß genug, dass du ihn teilen kannst?
Also komplett aufnehmen und auseinanderreißen?

Was macht deinen zu vermehrenden Farn so besonders? Größe? Form?
Farne kann man niemals aufnehmen und auseinanderreißen. Wenn sie neue Triebköpfe gebildet haben - das machen aber nicht alle - kann man diese Köpfe abnehmen und neu pflanzen. Farne, die Rhizome haben, kann man abstechen (z.B. Adiantum venustum), sonst bleibt nur die Vermehrung über Sporen oder Brutbulben.

Es gibt - eben bei Asplenium scolopendrium 'Crispa' - Farne, die steril sind. Oder - A. scolopendrium - sie variieren bei Aussaaten so stark, dass man kaum "echte" Pflanzen erhält. Aber die Variationen sind teilweise sehr ! sehenswert.

LG
Aotearoa
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Ulrich

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #13 am: 19. März 2012, 14:13:55 »

Ist der Stock nicht groß genug, dass du ihn teilen kannst?
Also komplett aufnehmen und auseinanderreißen?

Was macht deinen zu vermehrenden Farn so besonders? Größe? Form?

Immer gleich teilen wollen, warum ? So würde es doch evtl. auch gehen. Er hat etwa diese Form
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Ulrich

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Re:Asplenium scolopendrium
« Antwort #14 am: 19. März 2012, 14:32:55 »

Prima Aotearoa ,
da kommt ja ordentlich Input zusammen.
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